USA – PKW bis 1945

Gesamtstatistik:

Eine Statistik aller in den USA produzierten PKW gibt es mit Unterbrechungen seit 1898, seit 1912 kontinuierlich.
Die ursprüngliche Herkunft der in dieser Statistik niedergelegten Zahlen ist häufig unklar, glatte Zahlen wie die für 1902, 1907, 1912 oder 1913 legen nahe, daß es sich für diese Jahre um Schätzungen handelt.
Die nachfolgenden Zahlen der Gesamtproduktion sind alle mit Vorsicht zu genießen: Eine einheitliche Richtlinie, wohin nach welchen Kriterien die Automobilproduktion zu melden sei, scheint es nicht gegeben zu haben. Neben der Angabe der Jahresproduktion (vom 1.1.-31.12. eines Jahres) geben die Firmen häufig auch die Modelljahrproduktion an: Irgendwann meist in der 2. Jahreshälfte erschien das Modell des Folgejahres, und die Modelljahrproduktion umfaßt die Produktion dieses Modells bis zum Erscheinen des nächsten Modells. Daneben gibt es -vor allem bei kleineren Firmen- als Angaben „sales“, wobei offenbleibt, ob es sich um Verkäufe von bereits produzierten Fahrzeugen handelt, oder ob die verkauften Fahrzeuge erst (im Folgejahr?)  produziert werden mußten. Und wieviele dieser „sales“ wurden nach Auszahlung der Abschluß-Provision und Erwähnung im Geschäftsbericht wieder storniert?
Daneben mögen teilweise Lieferwagen und sonstige Nutzfahrzeuge bei den PKW mitgezählt worden sein, ebenso Lizenzfertigungen im Ausland. So wundert es nicht, wenn in den unterschiedlichen Quellen die verschiedensten Angaben zur produzierten Menge gemacht werden. Diese Mißstände haben möglicherweise ihre Ursache darin, daß es schon früh zu einer Art Wettrennen zwischen den Automobilherstellern kam: Wer produziert die meisten Autos? Hierbei war, da es keine Regeln zur Zählung gab, jedes Mittel recht, um in der Hierarchie der Automobilhersteller einen möglichst hohen Platz zu erreichen – bis hin zur Fälschung von Produktionszahlen (z.B. Moon).
Die Zahlenangaben in meinen Tabellen stützen sich meist auf Kimes/Clark, Standard Catalog of American Cars. Eine große Hilfe war auch Heasley, Production Figure Book (Zahlen aus dieser Quelle blaßblau unterlegt). Als völlig unbrauchbar erwies sich die Wikipedia-Seite „US Automobile Production Figures„, da hier überhaupt keine Quellen genannt, ferner Kalenderjahr- und Modelljahrproduktion beliebig durcheinandergemischt werden (Zahlen violett unterlegt). Die unterschiedlichen Zahlen sind teilweise durch Abschreibfehler (Zahlendreher, einzelne falsche Ziffer) erklärbar, teilweise fehlen aber schlüssige Erklärungen. Fest steht indessen, daß die in irgendwelchen Statistiken angegebene Gesamtzahl schlüssig kaum durch Addition der von den einzelnen Herstellern gebauten Fahrzeuge je nachzuvollziehen sein wird.

In vielen Fällen war Kimes/Clark die einzige Quelle. Leider gibt das Buch vor allem bei kleineren Firmen an technischen Daten der einzelnen Typen nur den Radstand und die Zylinderzahl an, Motormaße fehlen häufig, bisweilen auch Leistungsangaben (oder letztere sind geschätzt und keine effektiven PS =BHP). Eine unverzichtbare Ergänzung war Dlouhy, „American Automobiles of the Brass Era“, dem viele technische Daten für die von 1906 – 1915 gebauten Autos entnommen wurden, ferner www.classiccardatabase.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Die einzelnen Firmen:

In dieser Tabelle sind nur diejenigen Firmen aufgeführt, also Firmen, die mindestens eines der nachfolgenden Kriterien erfüllten:
– Die Firma ist nach 1924 (noch) existent, oder
– Die Firma hat mehr als 10.000 Automobile produziert.
Für alle anderen Firmen, die keines dieser Kriterien erfüllten, verweise ich auf die Tabelle „PKW 1895 bis 1924“.

Verwendete Literatur: Siehe USA, allg. Einführung und Fußnoten in der Spalte „Bemerkungen“

Ajax, Rascine, Wisc.: Marke des Nash-Konzerns, Produktion von 22.122 Autos nur 1924/5, Modelljahr 1925, die alle 1925-26 in den USA zugelassen wurden.

Allen, Fostoria u. Columbus, Ohio: Fertigung von Autos von 1913 bis 1922. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Anzahl unbekannt. Insgesamt sollen etwa 20.000 Autos gebaut worden sein, in den Jahren 1917/8 zusammen 7.150. Ich gehe davon aus, daß dies die Produktionsspitze war, und daß bis dahin die Produktionskurve stieg und dann wieder sank. Dann mögen sich die 20.000 Autos auf die einzelnen Jahre verteilt haben  wie von mir angenommen.

American Austin/Bantam, Butler, Penns.: Lizenzproduktion des Austin 7 von 1930 bis 1934 und dann erneut ab 1938. jetzt unter dem Namen Bantam. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl bekannt. Dazu kommt noch ab 1940 der Bau eines Vorläufers des Willys-Jeep, siehe USA, LKW, Firma Bantam.

American Underslung Mod.644, Louwman-Museum Den Haag

American Motor (Car) Company, Indianapolis, Indiana: Die Firma soll 45.000 Autos der Oberklasse von 1906 bis 1914 produziert haben, so alle Quellen. Dies kann eigentlich beim besten Willen nicht stimmen: Die Firma wäre dann zeitweise an 4. bis 5. Stelle der automobilproduzierenden Firmen in den USA gewesen, wäre als solche im wikipedia-Artikel „US Automobile Production Figures“ aufgeführt und hätte auch sonst im Schrifttum mehr Aufmerksamkeit erlangt. Wären die Zahlen richtig, dann hätten in Spitzenzeiten, etwa zwischen 1908 und 1910 (ab 1911 waren bereits wirtsachaftliche Schwierigkeiten vorhanden, es ging also bergab) zwischen 8.000 und 10.000 Autos im Jahr gefertigt werden müssen. Hierbei muß man sich klar machen: Das Auto war mit seinen tiefergelegten Fahrwerksteilen („Underslung“) nur auf guten Straßen einsetzbar, und deren gab es um 1910 in den USA wenige. Weiter: Mit seinen 50 – 60 PS gehörte das Auto um 1909 zur absoluten Spitzenklasse. Um zu zeigen, was sonst in dieser Klasse an Autos 1909 produziert wurde, habe ich zusammengetragen: Alco: 500?, Apperson: 50?, Crawford: max.100?, Kissel: 100?, Knox: 500?, Lexington: 100?, Locomobile: 51, Lozier: 100 – 200?, Marmon: 150?, National: 500?, Oldsmobile: 150, Peerless: unbekannt, aber kaum über 500, Pierce-Arrow: 362, Stearns: 100?, Stevens-Duryea: 500?, dazu einige sonstige – alles in allem also maximal 4.000 Stück. Und American Motors soll pro Jahr das Doppelte dieser Gesamtsumme produziert haben – und war 4 Jahre später pleite? Nein: Wenn wir 1/10 der geschätzten 45.000 oder 4.500 Stück ansetzen, so wären es 1909 zwischen 800 und 1000 Stück gewesen und damit das Doppelte dessen, was die nächstgrößeren Marken Alco, Knox, National, Peerless und Stevens-Duryea im gleichen Jahr in dieser Klasse produzierten.  Ich habe also unterstellt, daß sich bei der Schätzung irgendwo eine Null zu viel eingeschlichen hat, und komme auf 4.500 Stück. Ein Vergleich mit den etwa gleichzeitig gebauten Sechszylindern von Stevens-Duryea zeigt, daß ich mit meinen Schätzungen nicht völlig falsch liege, wobei zugunsten des Stevens-Duryea zu berücksichtigen ist, daß er im Gegensatz zum American Underslung bereits einen (moderneren) Sechszylinder-Motor hatte. Im übrigen drängen sich Vergleiche mit der Nobelmarke Lozier auf, die ein ähnliches Segment i im gleichen Zeitraum abdeckt, und von der ebenfalls nur zwischen 3.000 und 4.000 Autos produziert wurden.
American Motors war ab 1911 in finanziellen Schwierigkeiten, die Automobilproduktion muß also gesunken sein. Im November 1913 wurde Konkursverwaltung angeordnet, 1914 werden also kaum noch (wenn überhaupt) Autos produziert  worden sein: Bei den Typen Underslung 422, 642, 644 und 666 handelt es sich zwar um die  Modelle 1914, die aber ab April 1913 bereits gebaut wurden.

Anderson, Rock Hill, South C.: Herstellung von Automobilen von 1915 bis 1925. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Zahl teils bekannt, teils unbekannt. Insgesamt sollen etwa 7.000 Autos gebaut worden sein (ohne Exporte 6.300 Stück). Der Höhepunkt der Fertigung war 1923 mit insgesamt 1.875 Autos, im übrigen habe ich die 7.000 Stück auf die Jahre verteilt wie angegeben.

Apperson, Kokomo, Ind.: Fertigung von Autos von 1902 bis 1926. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Gesamtzahl von trombinoscar angegeben, dies deckt sich aber nicht mit den überlieferten Stückzahlen einzelner Typen: Entweder: Die Angaben zu den Typen sind irreführend, oder es kommt zu Überschneidung aufgrund der Kalenderjahres- und Modelljahres-Produktion.

Astor, Hagerstown,Mld. : Produktion von Taxis von 1925 bis 1927. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und gebaute Stückzahl unbekannt. Taxis zählen in den USA (wie in Großbritannien) zu den Nutzfahrzeugen und gehören nach dortiger Terminologie eigentlich zu den LKW.

Auburn, Auburn, Ind.: Herstellung von Automobilen von 1900 bis 1936. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, ihre jeweils gebaute Zahl vor 1925 unbekannt. Trombinoscar nennt Zahlen zur gesamten Jahresproduktion, indessen sind zumindest die für 1923, 1925, 1926 und 1933 mit den „registrations“ identisch, eine der beiden Zahlen ist also jeweils so nicht richtig. Die Verteilung der einzelnen Typen auf die Gesamtzahl -soweit ich sie vornahm- bleibt häufig reine Spekulation.

Austin, Grand Rapids, Mich. : Produktion von Automobilen der Luxusklasse 1901 bis 1920 (oder 1918?), insgesamt 1000 (wikipedia.en) oder ca. 500 (wikipedia.de) Stück, im Schnitt etwa 30 im Jahr, woraus insgesamt ca. 500 Stück errechnen.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Bantam: Siehe American Austin

Bauer, Chicago: Produktion von Taxis von 1925 bis 1927. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und gebaute Stückzahl unbekannt. Taxis zählen in den USA (wie in Großbritannien) zu den Nutzfahrzeugen und gehören nach dortiger Terminologie eigentlich zu den LKW.

Bay State, Framingham, Massa.: Produktion von Autos von 1922 bis 1926. Bekannt ist lediglich, daß von 1922 bis 1924 insgesamt ca.2500 Autos gebaut wurden, davon 710 in 1923, und daß von 1925-6 nur noch Lagerverkäufe stattfanden. Aus diesen Angaben ergibt sich -wenn man die Produktion im 1.Jahr geringer ansetzt als im 2.- die hier angegebene Kurve mit dem Ergebnis, daß die meisten Autos im dritten Jahr produziert wurden, und man sich fragt, warum angesichts dieses guten Ergebnisses die Herstellung aufhörte. Möglicherweise hat man aber 1924 erheblich am Bedarf vorbeiproduziert (die Lagerverkäufe 1925-6 deuten darauf hin), sodaß eine große Anzahl Fahrzeuge unverkauft im Hof stand und dadurch Kapital band. Oder: Die angegebenen Zahlen sind falsch.

Bratfield, Chicago: Produktion von Taxis von 1929 bis 1930/1. Wie immer bei solchen Firmen, ist nur wenig bekannt. Hier wurden die Taxis selber wohl bei der Firma Kissel gebaut, 60 Stück (oder mehr?) in den Räumen der mittlerweile in Konkurs befindlichen Firma Kissel noch im Jahr 1931.Taxis zählen in den USA (wie in Großbritannien) zu den Nutzfahrzeugen und gehören nach dortiger Terminologie eigentlich zu den LKW.

Brewster, Long Island City, N.Y.: Ursprünglich Kutschenbauer, seit 1906 auch Karosseriebauer für Automobile, seit 1914/5 speziell für Rolls.Royce (insgesamt 415 Karosserien für Rolls.Royce). Daneben von 1915 bis 1925 Produktion von vollständigen Automobilen: Extravaganten Autos der Oberklasse mit Schiebermotor in unbekannter Anzahl.. 1934-35 extravagante Karosserien auf verlängerten Ford V8-Fahrgestellen,  113 Stück (nach wikipedia 140 oder sogar 300), die aber keinen Erfolg brachten.

Briscoe, Jackson, Mich.: Herstellung von Automobilen von 1914 bis 1921. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, zur jährlich gebauten Zahl jedes Typs liegen Schätzungen vor.

Brush, Detroit: Fertigung von Autos ( Typ „Runabout“) von 1907 bis 1911. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Insgesamt sollen 13.250 Stück entstanden sein, davon 10.000 im Jahr 1910. Wenn die Zahlen stimmen, dann könnte die Produktion in etwa so verlaufen sein wie von mir geschätzt.

Buick, Flint, Mich.: Produktion von Autos seit 1904. Seit 1908 Teil des General-Motors- Konzerns. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl –allerdings nur nach Modelljahren- bekannt.

Bush, Chicago: Herstellung von Automobilen (oder nur Umbenennung hergestellter Automobile?) von 1916 bis 1925. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Zahl unbekannt.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Cadillac, Detroit: Fertigung von Autos seit 1903. Seit 1908 Teil des General-Motors- Konzerns. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl –allerdings nur nach Modelljahren- bekannt. Die Kalenderjahr-Produktion ist ab 1927 bis 1940 einschließlich Lasalle, die Modelljahr-Produktion deckt von 1918 bis 1925 und erneut 1934-35 immer einen zweijährigen Zeitraum ab. Bei den Gesamtsummen-Zeilen „Kalenderjahr-Produktion“ und „Modelljahr-Produktion“ gibt es einige Widersprüche und Unklarheiten, die ich anhand der mir zur Verfügung stehenden Quellen nicht klären konnte.

Case, Racine, Wisc.: Produktion von PKW von 1911 bis 1927, dann nur noch Traktoren. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, jährlich gebaute Stückzahl unbekannt. Gesamte Jahresproduktion für 1922 bis 1926 angegeben, für die Zeit davor nicht, und eine Schätzung habe ich hier angesichts des Fehlens jeglicher Anhaltspunkte nicht gewagt.

Chalmers, Detroit: Herstellung von Automobilen von 1907/08 bis 1923, einige Typen unter dem neuen Firmennamen Maxwell noch bis 1924. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Zahl unbekannt. Jahresproduktion 1911 und 1915 bekannt, hierauf stütze ich meine Schätzungen für die übrigen Jahre: Von 1908 bis 1915 dürfte die Produktionskurve ständig gestiegen sein, 1915 bis 1919 florierte die amerikanische Automobilindustrie, ich habe daher gleichbleibend hohe Stückzahlen angenommen. Ab 1920 wird von einem starken Einbruch berichtet, von dem sich die Firma bis zu ihrem Aufgehen in Maxwell nicht mehr erholte.

Chandler, Cleveland, Ohio: Fertigung von Autos von 1914 bis 1929. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Anzahl von trombinoscar überliefert. Allerdings sind für 1923, 1925 und 1928 diese Zahlen mit den registrations identisch, sodaß ihre Richtigkeit anzuzweifeln ist. Ebenso liegen die aufgrund der Chassisnummern geschätzte Produktion teilweise erheblich über der von trombinoscar angegebenen Jahresproduktion.  Die Zahl von 45.000 gefertigten Fahrzeugen für 1920 ist sicher falsch.

Checker, Kalamazoo, Mich.: Produktion von Taxis seit 1922. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und gebaute Stückzahl meist unbekannt. Die 1923 gebauten 4.500 Autos des Typs H-2 betreffen möglicherweise das Modelljahr, ein Teil davon wäre dann 1924 gebaut worden und würde  mit anderen in diesem Jahr gebauten Typen zusammen eine Kalenderjahr-Produktion von 4.000 Stück für 1924 ergeben. Taxis zählen in den USA (wie in Großbritannien) zu den Nutzfahrzeugen und gehören nach dortiger Terminologie eigentlich zu den LKW.

Chevrolet, Detroit: Produktion von Autos seit 1912, ebenso ab 1912 ist die Firma auch Teil des General-Motors- Konzerns. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl –allerdings nur nach Modelljahren- bekannt. Ab 1936 gibt es für einige Chevrolet-Typen unterschiedliche Stückzahl. Möglicherweise schließt die höhere Ziffer Auslandsexporte (zerlegt für Montagezwecke – CKD: „completely knocked down“) mit ein.

Chrysler CU Airflow 8 (1934), Louwman-Museum

Chrysler/Maxwell, Detroit: Fertigung von Autos unter dem Namen Maxwell seit 1904 bis 1925, seit 1925 unter dem Namen Chrysler. Bei Maxwell sind die gebauten Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, ferner die Jahresproduktion jeden Jahres: Allerdings lassen die graden Zahlen für die Jahre 1910 bis 1919 vermuten, daß es sich hier um Schätzungen handelt.
Bei den Chrysler-Modellen ist dazu von jedem Typ die jährlich gebaute Stückzahl –allerdings nur nach Modelljahren- bekannt.

Cleveland, leveland, Ohio: Herstellung von Automobilen von 1919 bis 1926. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Zahl unbekannt. Anhand der ab 1923 dokumentierten Zulassungen habe ich die Produktion geschätzt (immer etwas höher als die Zulassung, da ein Export-Anteil hinzuzuzählen war), hierbei davon ausgehend, daß sie -nach eoner kurzen Startphase- stieg und sank analog zur Gesamt-PKW-Produktion der USA.

Cole, Indianapolis, Ind.: Produktion von Autos von 1909 bis 1926. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt. Trombinoscar liefert eine jährliche Gesamtproduktion, die indessen nicht mit den für einzelne Jahre angegebenen Zahlen bei Kimes-Clark übereinstimmt. Ursache (Unterscheid Modell- und Kalenderjahr?) unklar.

Columbia Six, Detroit: Herstellung von Automobilen von 1916 bis 1924. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, bezüglich der gebauten Anzahl gibt es lediglich Angaben aus einem Forum ohne nähere Quellenangabe: Insgesamt 18.000 Stück, davon 5.903 im Jahr 1923. In diesem Jahr kaufte die Firma -wohl in dem Glauben, weiter expanieren zu können- die Werkhallen von Liberty Motors und übernahm sich dabei, war infolgedessen 1924 pleite.

Cord, Auburn u. Connersville, Ind.: Fertigung von Autos von 1929 bis 1931 und 1936-37.  Zu diesem extravaganten Wagen gibt es eine stattliche Anzahl sich teilweise widersprechender Daten. Bei der von trombinoscar verzeichneten Statistik handelt es sich möglicherweise um die Kalenderjahr-Produktion, ohne daß damit die Differenz von 390 Stück zur rechnerischen Jahresproduktion erklärt werden könnte.

Crawford, Hagerstown, Maryland: Produktion von Autos von 1904 bis 1927, immer für amerikanische Verhältnisse sehr kleine Stückzahlen. www.coachbuilt.com übrerliefert die jeweilige Jahresproduktion, die dort niedergelegten Zahlen stimmen aber mit den Angaben, die andere Autoren zur Anzahl der einzelnen gebauten Typen machen, nicht überein. Grund unklar.

Crosley, Cincinati, Ohio: Produktion eines Kleinwagens –Konkurrent zum Bantam-  von 1939 bis 1942 (und dann wieder ab 1946). Typen mit allen jährlich gebauten Stückzahlen bekannt.

Crow-Elkhart, Elkhart, Ind.: Herstellung von Automobilen von 1911 bis 1923. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Höchste Jahresproduktion war 1917 mit 3.800 Autos. Für einige weitere Jahre gibt es Chassisnummern-Reihen, im übrigen habe ich anhand dieser Daten den Rest geschätzt.

Cunningham, Rochester, N.Y.: Fertigung von Autos der Oberklasse mit  Sonderkarosserie, daneben Kranken- und Leichenwagen von 1907 bis 1936. Möglicherweise ist bereits die Zahl der gebauten Typen lückenhaft. Für die Zeit 1911-22 gibt es Chassisnummern, für die Zeit danach habe ich von einer chätzung abgesehen.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Davis, Richmond, Ind.: Produktion von Autos von 1908 bis 1929. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, jährlich gebaute Stückzahl unbekannt, in guten Jahren soll sie um die 1000 Stück pro Jahr gelegen haben.Es gibt zu dieser Firma kaum Belege und Quellen, eine Suche im Weltnetz wird dadurch erschwert, daß es daneben einen ca.1950 gebauten Rennwagen gleichen Namens gab. Ab 1922 konnte ich aufgrund von Chassisnummern Stückzahlen ermitteln. Unterstellt man, daß alle Chassisnummern tatsächlich vergeben wurden, und verfolgt anhand dieser Zahlen die Produktion rückwärts bis zum Beginn der Firma, so könnte sich folgendes Bild ergeben (wobei Produktionsschwankungen analog zur gesamten US-Produktion unterstellt werden): Haupttyp, der bis fast zum Ende gebaut wurde, war ein Fahrzeug der Mittelklasse mit etwa 3 – 4 Litern Hubraum. Die meisten Davis dürften daher diesem Typ angehört haben.Es gibt auch einen größeren Typ, gebaut von 1911-18, der jedoch ohne Nachfolger blieb und daher wohl weniger erfolgreich war. Problem von Davis war, daß das Fahrzeug bald zahlreiche Konkurrenten erhielt, die in größeren Serien gebaut wurden und daher erheblich preiswerter hergestellt werden konnten. 1926 wagte man den Sprung zum Achtzylinder, indessen fehlte der Marke wohl für die Käuferschicht, die damit angesprochen werden sollte, die Reputation, vermutlich wurden bis zum Ende nur relativ wenige Achtzylinder hergestellt. Alles in allem bleibt die von mir erstellte Produktionskurve stark spekulativ.

De Soto, Detroit: Herstellung von Automobilen seit 1929, seit 1929 auch Teil des Cbrysler- Konzerns und von diesem ursprünglich als Billig-Marke konzipiert. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl –allerdings nur nach Modelljahren- bekannt.

De Vaux/Continental, Grand Rapid, Mich.: Fertigung von Autos ab 1931 als De Vaux, nach Verkauf der Firma an den Motorhersteller Continental 1932 bis 1934 als Continental. Gebaute Typen, deren Produktionszeiten und gebaute Anzahl bekannt. Bei der Typenverteilung 1933 habe ich unterstellt, daß der Typ Ace mehr gekauft wurde, weil er dem Vorjahres-Typ entsprach, der Typ Flyer scheint ein Flop geswesen zu sein, denn seine Produktion wurde 1934 nicht fortgesetzt.

Diana: Siehe Moon

Dixie Flyer: Produktion von Autos von 1916 bis 1923, insgesamt knapp 10.000 Stück.. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, jährlich gebaute Stückzahl habe ich anhand der Gesamtzahl der jährlich in den USA gebauten PKW geschätzt und komme so auf einen Produktions-Höhepunkt 1917.

Dodge, Detroit: Herstellung von Automobilen seit 1914. Seit 1928 Teil des Cbrysler- Konzerns. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl –allerdings nur nach Modelljahren- bekannt. Es überrascht in den Jahren 1914 bis 1927 die jeweils glatte Zahl der gebauten Fahrzeuge, derart glatte Zahlen lassen eigentlich häufig auf eine Schätzung schließen. Andererseits werden diese glatten Produktionszahlen überall als tatsächlich erfolgte Produktion angegeben. Bei Kimes/Clark werden einerseits auch die hier notierten Zahlen als Produktionszahlen angegeben, andererseits werden Chassisnummern genannt, bei Errechnung der Differenz ergeben sich andere(meist krumme) Zahlen, die über den Produktionszahlen liegen. Ich vermute: Nicht alle Chassisnummern wurden in fortlaufender Reihenfolge vergeben, es gab immer wieder Lücken. Infolgedessen sind weniger Autos gebaut worden, als es nach den Chassisnummern sein könnten. Entweder sind die Übersichten über die nicht gebauten Chassisnummern nicht mehr vorhanden, oder man hat sich nicht die Mühe gemacht, die Lücken sauber auszuzählen, infolgedessen wurde geschätzt.

Dorris, St. Louis, Mont.: Fertigung von Autos von 1906 bis 1926, insgesamt 3.044 PKW, dazu 909 LKW. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, die jährlich gebaute Anzahl habe ich anhand der bekannten Gesamtzahl geschätzt.

Dort, Flint, Mich.: Produktion von Autos von 1915 bis 1924, angeblich über 107.000 Stück.  Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt. Produktionsspitze 1920 mit 30.000 Autos. Trombinoscar nennt Jahresproduktionszahlen, die aber teilweise größer sind als die vergebenen Chassisnummern.

Duesenberg: Herstellung von Automobilen von 1922 bis 1937, Luxuswagen mit sportlicher Note. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten und produzierte Anzahl bekannt, jährlich gebaute Zahl unbekannt. Ich mußte also die Verteilung der jeweils gebauten Autos auf die einzelnen Jahre schätzen. Ich bin –wie immer bei Luxuswagen- von einem mäßigen ersten Jahr, einer Höchstfertigung im zweiten Jahr und einem Abklingen ab dem dritten Jahr ausgegangen. Die Produktion des Duesenberg J erfolgte offenbar mit Masse bis Ende 1931, danach nur noch in ganz bescheidenen Stückzahlen.

Du Pont: Fertigung von Autos der Oberklasse von 1919 bis 1932. Gebaute Typen, deren Produktionszeiten und über mehrere Jahre gebaute Gesamtstückzahl bekannt, Jahresproduktion unbekannt und daher entsprechend geschätzt.

Durant: William Crapo Durant (1861-1946), der Mann, der den General-Motors-Konzern schuf, schied dort 1920 aus und gründete als Kern eines neuen Konzerns die Firma Durant, die Autos von 1921 bis 1932 produzierte. Dem Konzern seit 1922 angegliedert waren die Firmen Star und Locomobile, 1923 kam noch die Firma Flint dazu. Den Durant gab es unter diesem Namen 1922-25 und wieder 1928-32, in der Zeit 1926/7 gab es nur die anderen Firmen. Die gebauten Typen und deren jährlich gebaute Stückzahl ist bekannt. 1932 scheiterte der Konzern infolge der Weltwirtschaftskrise.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Elcar: Herstellung von Automobilen von 1916 bis 1931. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Zur jährlich gebauten Gesamtzahl gibt es Schätzungen, etwa die Hälfte aller in den Zwanzigerjahren gebauten Elcar waren Taxis.

Elgin: Fertigung von Autos von 1916 bis 1924. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Ferner sind Seriennummern überliefert: Die Nummernfolge für 1917 (mit 6.864 Stück) erschien mir allerdings zu hoch. Ebenso ergibt die Seriennummernfolge für 1920 (8.038 Stück) nur dann einen Sinn, wenn man sie für alle Elgin bis zum Ende der Firma annimmt. Das Ergebnis meiner Schätzungen erscheint vertretbar: Inwieweit es mit der Realität übereinstimmt, wird sich vielleicht irgendwann herausstellen.

E.M.F: Siehe Studebaker

Erskine: Produktion von Autos von 1927 bis 1930, dann zu Studebaker. Gebaute Typen und gebaute Stückzahl bekannt.

Essex: Billigmarke des Hudson-Konzerns, Produktion von Autos 1918 bis 1938, ab 1932 unter dem Namen „Terraplane“. Wie bei Hudson wird statt einer Jahresproduktion „shipments to dealers“angegeben, was wohl die Zahl der im Kalenderjahr an Händler versandten Fahrzeuge bedeutet, aber nicht mit der Jahresproduktion identisch ist: Was innerhalb des Jahres gefertigt, aber nicht versandt ist, zählt nicht dazu.

Falcon-Knight: Herstellung von Automobilen von 1927 bis Ende 1928. Schätzungsweise 15.000 Stück sollen gebaut worden sein.

Flanders 20: Siehe Studebaker

Flint: Teil des Durant-Konzerns (siehe Durant), Fertigung von Autos von 1923 bis 1927. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Die jährlich gebaute Anzahl anhand der bekannten Zulassungszahlen (registrations) geschätzt. Die bei trombinoscar genannten Zahlen entsprechen genau den bei Heasley genannten registratuions, nur daß für 1926 5.439 statt 8.439 Autos genannt werden. Druckfehler?

Ford: Produktion von Autos seit 1903. Für die Jahre 1905 bis 1908 ist die gebaute Anzahl der einzelnen Typen nicht bekannt, sondern nur die Gesamt-Jahresproduktion, die Verteilung dieser Gesamtproduktion auf die einzelnen Typen ist daher stark spekulativ.
Von dem seit 1908 bis 1927 gebauten legendären Model T –das erste am Fließband gefertigte Auto- sind hier nur die PKW-Ausführungen aufgeführt, dazu kommen 1.612.375 LKW, ferner Lizenzproduktion in Kanada und Großbritannien (jeweils PKW und LKW), in Deutschland und Frankreich fand indessen nur Montage des Modells T statt.
Dadurch, daß Ford seine Bänder bei Ablösung des Ford T durch das Nachfolgemodell Ford A mehrere Monate stillstehen ließ, war er in der Fertigungszahl erstmals seit vielen Jahren 1928 hinter Chevrolet auf Platz 2. Zwar konnte er 1929, 1930 und erneut 1935 nochmals die meisten Autos in den USA produzieren, gab dann aber endgültig diesen 1. Platz an Chevrolet ab.

Franklin: Produktion von Autos von 1903 bis 1934, Autos der Oberklasse, Spezialität von Franklin waren luftgekühlte Motoren. Gebaute Typen und jährlich gebaute Stückzahl (mit Ausnahme 1904-08) bekannt, für 1904 bis 1908 sehr spekulativ geschätzt. Es ergibt sich ab 1909 eine stetige Differenz zwischen der rechnerischen Summe aller im Jahr produzierten Fahrzeuge und der statistisch angegebenen Zahl. Ich vermute, daß die rechnerisch erlangte Addition aller Typen die Modelljahr-Produktion darstellt, während die bei www.franklin angegebene Statistik die Kalenderjahres-Produktion wiedergibt: In der Gesamtzahl der 1903-34 gebauten Autos unterscheiden sich beide Summen minimal. Franklin fertigte nach 1934 nur noch (luftgekühlte) Flugzeugmotoren.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Gardner: Herstellung von Automobilen von 1920 bis 1931. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Zahlenangaben zur Jahresproduktion gibt es nicht, die gemachten Angaben beziehen sich auf „sales“, also Verkäufe. Wir wissen nicht, ob hier noch ungefertigte Autos oder aber seit Jahren herumstehende Ladenhüter verkauft wurden, wir wissen auch nicht, wieviele Verkäufe später wieder storniert wurden. Die Verkäufe können also ähnlich den Zulassungen lediglich als ungefährer Anhalt gelten, anhand dessen man die Jahresproduktion schätzen kann. Die Angabe „40.000“ als Jahresproduktion für 1925 ist sicher falsch, weil zu hoch: Möglicherweise handelt es sich um die Summe aller von 1920 bis 1925 produzierten Autos. Soweit ich vor der Aufgabe stand, eine Jahresproduktion auf mehrere im gleichen Jahr parallel gebaute Typen verteilen zu müssen, ist das Ergebnis –wie häufig- stark spekulativ.

Graham: Siehe Paige

Grant: Fertigung von Autos von 1913 bis 1922. Gebaute Typen bekannt, jährlich gebaute Anzahl von Kimes/Clark wie angegeben geschätzt.

Gray: Produktion von Autos von Ende 1921 bis 1926. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, jährlich gebaute Stückzahl anhand der Angabe geschätzt, daß 1922 bis Juni 1923 insgesamt 14.772 Autos gebaut wurden: Hiervon habe ich 8.000 für 1922 angenommen, 6.772 für die erste Jahreshälfte 1923, weitere 3.200 für die zweite Jahreshälfte (also 1923 zusammen etwa 10.000), für die beiden Jahreshälften 1924 jeweils weniger als die 2. Jahreshälfte 1923: also 2.500 für die erste, 2.000 für die 2., zusammen also 4.500 Autos. 1925 werden noch weniger Autos als1924 gebaut worden sein – ich habe 3.000 geschätzt- und im letzten Jahr werden maximal 1.000 gebaut worden sein.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Hanover: Herstellung eines Kleinstautos von 1921 bis 1927 in geringen bekannten Stückzahlen. Die meisten wurden nach Japan exportiert, da es in den USA für derartige Winzlinge keinen Markt gab.

Haynes: Fertigung von Autos von 1897 bis 1925. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Jährlich gebaute Anzahl durch trombinoscar bekannt. Danach war die höchste Jahresproduktion 1916, nach wikipedia (Artikel Edward Haynes) war es 1922.

Henney: Produktion von Automobilen – Umbau zu Taxis und Leichenwagen- ab 1921. Daneben bis 1931 30 Limousinen, gebaut speziell nach Kundenwünschen, 50 Sport-Phaetons und 4 Limousinen „Piece-de-Resistance“.

Hertz: siehe Shaw

Hudson: Produktion von Autos seit 1909.
Obwohl die Ermittlung der exakten Fertigung einfach schien, stellte sie sich als schwierig heraus, einige Fragen bleiben ungeklärt: Hudson selber veröffentlicht (wie Essex/Terraplane) die jährlichen Überstellungen an die Händler („sending to dealers“), die tatsächliche Fertigung war vermutlich höher: Einzelne Autos blieben (z.B. zu Versuchszwecken) im Werk, wurden direkt ab Werk an Endverbraucher verkauft(?) oder blieben zunächst unverkauft auf Halde. Die im Weltnetz veröffentlichten Seriennummern-Reihen wurden in vielen Fällen offenbar nicht vollständig ausgeschöpft. Daneben gibt es teilweise auch Motornummern, die eine engere Eingrenzung erlauben, und die ich etsprechend herangezogen habe. Bei der Kalenderjahres-Produktion ist für die Jahre ab 1920 (außer 1922 und 1931) die Produktion von Essex bzw. Terraplane eingeschlossen. Zum Schluß darf die Problematik Kalenderjahr-/Modelljahr-Produktion nicht übersehen werden, die im Weltnetz veröffentlichten Seriennummern-Listen gehen darauf nicht ein.
Im einzelnen  Für die Jahre 1909, 1910, 1912, 1916-23 habe ich die Absendungen an Händler den Stückzahlen des jeweiligen Typs zugrundegelegt, da die Seriennummern zu vage sind bzw. ganz fehlen (1917-19). In den Jahren 1911, 1913, 1914 und 1915, in denen mehrere Typen produziert wurden, habe ich die Gesamtzahl (Sendungen an Händler) auf die nach Chassisnummern größtmögliche Gesamtfertigung umgelegt (und hierbei unterstellt, daß von allen Nummernserien gleichviele nicht vergeben wurden).
Für 1924 hatte ich exakte Chassisnummern:  Es errechnet sich gegenüber der Versendung an Händler ein  Mehr von 590 Stück oder 1%. Ähnlich konnte ich für 1925 Chassisnummern zugrundelegen: Das Mehr gegenüber der Versendung an Händler sind 550 Stück oder 0,3%.
Für 1926 gibt es keine brauchbaren Angaben zu Chassisnummern, 1927 gab es für Typ S, 1828 für Typ O schlüssige Chassisnummernbänder, zieht man die dadurch ermittelten Zahlen von den an Händlier versandten Fahrzeugen ab, errechnet sich die Zahl des jeweils anderen Typs. Für 1929, 1930 und 1931 gibt es schlüssige Fahrgestellnummern, der Versand an Händler ist 1929 und 1932 geringer, 1930 und 1931 höher als die Produktion, offenbar standen in der Zeit der Wirtschaftskrise etliche Autos zunächst auf Halde.
Der 1933 in 6 Stück an die japanische Armee gelieferte Sechsradwagen (6×2) taucht in keiner allgemeinen Produktionsstatistik auf – war er als militär. Sonderfahrzeug ein „commercial car“?
Für Typ L gibt es für 1933 abweichende Seriennummern. Für die Jahre 1933 bis 1937 wurden die Chassisnummern verwertet, wobei sich je nach Quelle (Kimes-Clark bzw. www.) geringfügige Unterschiede ergaben. Für die Zahlen des Custom Six und Custom 8 im Jahr  1938 gab es keine brauchbaren Chassis-, sondern nur Motornummern. Ab 1939 fehlen brauchbare Chassis-und Motornummern für die einzelnen Modelle, aus den Chassisnummern läßt sich lediglich die gebaute Gesamtzahl ablesen. Die Verteilung auf die einzelnen Typen erfolgte unter folgender Prämisse: es gab ab 1938 einen „kleinen“ Sechszylinder mit ca.3 Litern, einen „großen“ mit 3,5 Litern und einen Achtzylinder, die Gesamtzahlen verteilten sich etwa wie 55%, 15% und 30% auf diese drei Modelle. Ich habe die gleiche prozentuale Verteilung auch für die Folgejahre unterstellt.

Hupmobile: Herstellung von Automobilen von 1909 bis 1940. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Die jährlich gebaute Anzahl jeden Typs ist überall, soweit angegeben, mit der Kalenderjahr-Produktion identisch, sodaß davon ausgegangen werden kann, daß es bei Hupmobile eine gesonderte Modelljahr-Produktion nicht gibt.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Inter-State: Automobilproduktion 1909 bis 1919. Ab 1913 sind Chassis-Nummern überliefert, fraglich ist, ob die se alle vergeben wurden oder ob die dadurch ermittelten Stückzahlen zu hoch sind. 1912 sollen insgesamt 1897 Stück gefertigt worden sein, anhand dieser Zahl habe ich die Jahresproduktion der einzelnen Typen 1909-12 geschätzt.

Jackson, Jackson, Mich.: Herstellung von angeblich 10.000 Automobilen von 1903 bis 1923 (im Schnitt also ca.500/Jahr). Da ansonsten keinerlei Zahlen vorliegen, habe ich von einer Schätzung der jeweiuligen Jahresproduktion bislang abgesehen.

Jeffery: Siehe Nash

Jewett: Siehe Paige

Jordan: Fertigung von Autos von 1916 bis 1932. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Anzahl durch trombinoscar überliefert, aber für 1923 bis 1926 mit den Zulassungszahlen identisch, insoweit also falsch. Ebenso sind die für 1916 angegebenen 1788 Stück bei trombinoscar für 1917 angegeben.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

King: Produktion von Autos von 1911 bis 1924 . Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, jährlich gebaute Stückzahl bis einschl. 1919 anhand der  Chassisnummern rekonstruiert, danach geschätzt. 1915 und 1916 sollen die besten Jahre der Firma mit jeweils etwa 3.000 gebauten Autos gewesen sein, allerdings war unter Zugrundelegung der Chassisnummern die gefertigte Stückzahl höher. Ebenso wäre bei Zugrundelegungl der vergebenen Chassisnummern 1919 das beste Jahr – oder bezehen sich die 1919 vergebenen Chassisnummern auf die Jahre 1919-24? In jedem Falle dürften nicht alle Chassisnummern wirklich vergeben worden sein, die ermittelte Produktionszahl ist daher wohl zu hoch.

Kissel: Herstellung von Automobilen von 1906 bis 1930. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. trombinoscar überliefert die jährlich gebaute Stückzahl, allerdings sind diese Zahlen ab 1920 mit denen, die Heasley für die einzelnen Modelle angibt, in keiner Weise kompatibel.  Insgessamt dürfte die häufig angenommenen 35.000 Autos von Kissel als zu hoch angesehn werden, die vom Kissel-Kar-Club angenommenen 26.000 (incl.  LKW) dürften richtiger sein.

Kleiber: Fertigung von Autos von 1924 bis 1929. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. 1924 wurden 30, bis November 1925 weitere 175 Autos hergestellt: einschließlich oder ausschließlich November? Im einen Fall ergäbe sich eine Durchschnittszahl von 18 Autos pro Monat, also 210 Autos im Jahr, im anderen Fall von 16 Autos im Monat, also 190 im Jahr – ich habe 200 für 1925 insgesamt geschätzt. Ab 1926 wird von einem ständigen Sinken gesprochen, was ich daher entsprechend nachvollzogen  habe.

Knox:  Automobilproduktion 1900-14. Die jährliche Gesamtproduktion ist überliefert, für die ersten Jahre allerdings offenbar nur als Schätzung.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Lasalle: Herstellung von Automobilen seit 1927 bis 1940, seit 1927 auch Teil des General-Motors-Konzerns. Die Marke sollte eine kleinere Ausführung des Cadillac sein. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl –allerdings nur nach Modelljahren- bekannt. Interessant ist, daß es mehrere Statistiken zur Modelljahrs- und zur Kalenderjahresproduktion gibt, von denen drei aber als Summe immer wieder (richtig) 201.088 Stück angegeben werden, lediglich eine weitere Statistik weicht davon ab. Daß etwa 5% weniger auf amerikanischen Straßen registriert wurden als gebaut, zeigt eine entsprechende Exportquote.

Lexington, Lexington, Kent.: Fertigung von Autos von 1909 bis 1927. trombinoscar überliefert die jeweilige Jahresproduktion, dementsprechend habe ich für die einzelnen Typen geschätzt, wobei ich in Jahren, in denen mehrere Typen gebaut wurden, für alle ungefähr die gleiche Anzahl angenommen habe.

Liberty, Detroit: Produktion von Autos von 1916 bis 1923: Dann war es mit „Liberty“ zu Ende….
Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, jährlich gebaute Stückzahl für 1916 bekannt, für 1919, 1921 und 1923 liegen mir Schätzungen vor. Für die Jahre dazwischen habe ich selber die jährliche Produktion durch Interpolation geschätzt.

Lincoln, Detroit: Herstellung von Automobilen seit 1920. Seit  1922 Teil des Ford- Konzerns, der diese Marke als Nobelmarke (und damit als Gegenstück zu Cadillac) einführte.. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl –allerdings nur nach Modelljahren- bekannt. Die Einführung eines kleineren Modells „Zephyr“ im November 1935 brachte erheblich größere Stückzahlen, was schließlich 1939 zur Einstellung des Baues des größeren Modells führte.

Littlemac, Muscatine, Iowa: Versuch zum Bau eines Kleinwagens. Ein Prototyp 1929, etwa ein Dutzend Serienfahrzeuge 1930, dann war das Unternehmen am Ende.

Locomobile, Bridgeport, Conn’ut: Bau von dampfbetriebenen Fahrzeugen seit 1899 bis 1904, Produktion von benzingetriebenen Automobilen von 1903 bis 1929. Juli 1922 kam das Unternehmen zum Durant-Konzern. Jeweilige Jahresproduktion bei trombinoscar, sie enthält aber auch die Dampffahrzeuge, beruht vielfach auf Schätzungen, differiert stark von den bei der  Locomobile-Society genannten Stückzahlen für einzelne Fahrzeuge und ist teilweuise (z.B. starkes Ansteigen der Jahresproduktion 1918/9) überhaupt nicht schlüssig nachvollziehbar. Insgesamt bleibt vieles offen.

Luxor: Produktion von Taxis von 1924 bis 1927. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und gebaute Stückzahl unbekannt. Taxis zählen in den USA (wie in Großbritannien) zu den Nutzfahrzeugen und gehören nach dortiger Terminologie eigentlich zu den LKW.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Majestic, Binghamton, N.Y.: Produktion von Taxis von 1925 bis 1927. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume unbekannt. Die „mehreren hundert“ gebauten Taxis wurden vomn mir wie angegeben geschätzt. Taxis zählen in den USA (wie in Großbritannien) zu den Nutzfahrzeugen und gehören nach dortiger Terminologie eigentlich zu den LKW.

Marmon, Indianapolis, Ind.: Produktion von Autos der Luxusklasse von 1902 bis 1933. Der Marmon Ser.16 war neben dem Cadillac Sixteen einer der ganz wenigen in Serie gebauten 16-Zylinder-PKW. trombinoscar nennt für alle Jahre Stückzahlen, die in diesem Falle für mich die Vermutung der Richtigkeit haben: Sie sind nicht mit den Zulassungszahlen identisch, sondern liegen meist über diesen. Ich habe daher aufgrund dieser Zahlen die Jahresproduktion der einzelnen Typen geschätzt; wurden in einem Jahr mehrere Typen gebaut, bin ich von einer ungefähr gleichgroßen Stückzahl der einzelnen Typen ausgegangen.

Maxwell: Siehe Chrysler

McFarlan, Connersville, Ind.: Fertigung von Autos von 1909 bis 1928, Wagen der Luxusklasse („amerikanischer Rolls-Royce“). Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. trombinoscar nennt für alle Jahre Stückzahlen, allerdings scheinen die bis 1916 Schätzungen zu sein. Ich habe daher aufgrund dieser Zahlen die Jahresproduktion der einzelnen Typen geschätzt; wurden in einem Jahr mehrere Typen gebaut, bin ich von einer ungefähr gleichgroßen Stückzahl der einzelnen Typen ausgegangen.

Mercer, Trenton, N.J.: Produktion von Autos (Sport- und Rennwagen) von 1910 bis 1926, ab 1923 sind indessen infolge Zwangs- und Konkursverwaltung kaum noch Autos gebaut worden. trombinoscar nennt für alle Jahre Stückzahlen, allerdings scheinen diese generell ziemlich hoch: In den Jahren 1912-18 sind sie höher als die im gleichen Zeitraum vergebenen Chassisnummern. Ich habe daher diese Zahlen meinen Schätzungen nicht zugrundegelegt.

Mercury, Deaborn, Mich.: Eine Marke des Ford-Konzerns, die sich zwischen der Nobelmarke Lincoln und der Billigmarke Ford etablieren sollte. Herstellung von Automobilen seit 1938/9. Obwohl die Produktion erst im Kalenderjahr 1939 begann, sollen bereits 1938 insgesamt 6.835 Mercury zugelassen worden sein (!) Oder handelt es sich doch nicht um eine Kalenderjahres-, sondern um eine Modelljahr-Produktion, die für das Jahr 1939 irgendwann im Spätherbst 1938 begann?

Meteor, Picqua, Ohio: Fertigung von Autos ab 1913/4, ab 1916 nur noch Leichen-und Krankenwagen in unbekannter Stückzahl. Typen wahrscheinlich nicht vollständig erfaßt. Ab 1932/3, Kranken- und Leichenwagen als Umbauten meist aus Buick und Cadillac. Insoweit keine eigenständige Produktion mehr.

Metz/Waltham/Orient, Waltham, Mass.: Produktion von Autos als Orient ab 1899, als Waldham ab 1905, als Metz ab 1909 bis 1922/3. 1899 zunächst ein Elektro-Auto als Einzelstück. Die Gesamt-Produktionszahlen für alle Jahre  (außer 1911!) sind überliefert (der deutsche wikipedia-Artikel ist erheblich besser als der englische). 1900-01 ein Tricycle und ein Quadricycle mit De-Dion-Motor. Ferner 1901 der (allerdings kaum erwähnte) Typ Victoriette: Ich habe unterstellt, daß die Masse der Fahrzeuge dem Typ Quadricycle angehörten, und daß der Victoriette -da kaum erwähnt- nur in geringen Stückzahlen erschien. Vom Quadricycle sollen 400 Fahrzeuge genbaut worden sein, was angesichts der Gesamtproduktion nicht stimmen kann.
1902 erschien der Runabout, von diesem wurden 50 Stück verkauft, nach anderer Quelle 400 gebaut – letzteres ergänzt sich zur Gesamtzahl von 413 im Jahr 1902 gebauten Autos. Möglicherweise liegt eine Stückzahl-Verwechlung zwischen Quadricycle und Runabout vor. 1903 wurde statt des Runabout der Typ09 gebaut, der aber „glücklos“ blieb, also wohl nur in geringen Stückzahlen gefertigt wurde. Als Haupttyp erschien 1903 der bis 1908 gebaute Buckboard, angebl. zwischen 2.500 und 3.250 Stück gebaut, ein selten primitiver Kleinstwagen ohne Karosserie und Federung, angeblich eines der meistgebauten Fahrzeuge seiner Zeit (?). Es gab hiervon weitere wohl in geringeren Stückzahlen gebaute Untertypen, alle mit dem gleichen 574ccm-Einzylinder-Motor. Daneben baute Waldham ab 1905 ein „richtiges“ Automobil mit entweder 4 Einzylinder-Motoren oder einem 3,5-Liter Vierzylinder-Motor. Diese größeren Wagen scheinen sich nicht gut verkauft zu haben, ihr Bau wurde 1909 ohne Nachfolger eingestellt, ich habe die Stückzahlen (nach Abzug von mehreren 100 Buckboard von der Gesamtsumme) geschätzt wie angegeben. 1909 bis 1911 wurden offenbar Weiterentwicklungen des Buckboard (2 statt 1 Zyl.) gebaut, es fehlen jegliche Stückzahlangaben, ich habe geschätzt wie angegeben: Viel geringer kann die Produktion nicht gewesen sein, sonst hätte die Marke nicht überlebt. 1912 erschien ein völlig neues Modell (Typ 22), offenbar als Konkurrenz zum Ford T gedacht (gleicher Hubraum, etwa gleiche Leistung). Die Stückzahlen sind hier anhand der Chassisnummern rekonstruierbar. Für 1917 wird eine Gesamtzahl von 7.200 genannt, es wurden aber nur 6.480 Chassisnummern vergeben: Vielleicht waren bei den 7.200 Stück unverkaufte im Vorjahr gefertigte Autos dabei.
Nachdem 1918 wegen vorrangiger Rüstungsproduktion keine Autos gefertigt wurden, versuchte man es ab 1919 mit einem kleinen Sechszylinder, der dem Ford T leistungsmäßig überlegen sein sollte, aber nie rentierliche Stückzahlen erreichte. Seine Anzahl ergibt sich -soweit Chassisnummern fehlen – aus der Gesamtzahl der gefertigten Fahrzeuge.

Mitchell, Rascine, Wisc.: Herstellung von Automobilen von 1903 bis 1923.  Jahresproduktion durch trombinoscar überliefert.

Moller, Hagerstown, Md.: Fertigung von Leichenwagen und Taxis auf eigenem Chassis ab 1927 bis 1931, danach im wesentlichen auf Chassis von Fremdfirmen (Ford). Die wöchentliche Produktion soll Ende der Zwanzigerjahre 125 Autos pro Woche betragen haben. Solche Zahlen von Tages-,  Wochen- und Monatsleistungen darf man nie als Durchschnittsleistung für das ganze Jahr annehmen, es handelt sich um kurzzeitig erreichte Spitzenleistungen, die Durchschnittsleistung liegt bei einem Viertel, bestenfalls der Hälfte dieser Spitzenleistung – hier habe ich 1/3 davon, also rund 2.000 Autos pro Jahr für 1928 und 1929 angenommen, für die Jahre davor und danach weniger. Da ab 1932 Ford-Fahrgestelle genutzt wurden, war die Firma ab diesem Jahr ein reiner Karosseriebauer, damit fand eine eigenständige Produktion nicht mehr statt: Die Fahrgestelle sind ja schon bei Ford mitgezählt worden.

Monroe: Die Firma saß in Flint, Michh.bis 1916, dann in Pontiac, Mich. bis 1918 und danach in Indianapolis, Ind.Automobilproduktion 1914-23. Es gibt eine Statistik der Jahresproduktion, die möglicherweise mit der Modelljahrproduktion identisch ist. Von vielen Typen existieren Seriennummern, die offenbar voll ausgeschöpft wurden, lediglich für das Modell M4 für 1917 und 1919 und Mod.S für 1923 war die Zahl zu schätzen: Hierbei habe ich so geschätzt, daß zahlenmäßig sich die rechnerisch ermittelte Gesamtsumme zur Modelljahr-Produktion ergänzte.

Moon. St.Louis, Missouri: Produktion von Autos von 1905 bis 1929. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, deren jährlich gebaute Stückzahl unbekannt. Bekannt ist weiterhin für etliche Jahre die gebaute Gesamtstückzahl, teilweise auch als Verkäufe, die zwar direkt nichts mit der Produktion zu tun haben, aber irgendwo einen Anhaltspunkt für den Produktionsumfang bieten. Demzufolge konnte ich für die Jahre ohne Stückzahlangabe die Gesamtproduktion durch Interpolation schätzen. Zumindest bei Moon ist nachgewiesen, daß gegen Ende zur Täuschung von Aktionären und wohl auch Kreditgebern Verkäufe vorgespiegelt wurden, die gar nicht stattgefunden hatten, und so fiktive Forderungen geschaffen wurden (soviel zur Angabe „Verkäufe“ bei der Schätzung der Jahresproduktion). Das Konkursverfahren der Firma Moon dauerte bis in die Sechzigerjahre.

Mort: Siehe Meteor

Murray: Eine häufig den Firmensitz wechselnde Kleinstfirma, die zwischen 1916 und 1929 insgesamt 29 Autos –wohl im wesentlichen Einzelanfertigungen auf Kundenwunsch – herstellte.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Nash/Rambler/Jeffery, Kenosha, Wisc.: Fertigung von Autos seit 1902 zunächst unter dem Namen Rambler, ab 1010 unter dem Namen Jeffery, ab Sommer 1916 unter dem Namen Nash. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Unbekannt sind die von jedem Typ gebauten Stückzahlen zwischen 1904 und 1916, unbekannt ist auch die jährlich gebaute Gesamtstückzahl zwischen 1909 und 1913 und 1915, diese Zahlen habe ich im Wege der Interpolation geschätzt.
Die Zahl des Typ 680-6 für die Jahre 1921 bis 1924 habe ich dadurch errechnet, daß ich von der bekannten Kalenderjahr-Produktion die im gleichen Jahr gebauten Autos des Typs 40-4 abgezogen habe. Dies Verfahren ist indessen fraglich, weil die Anzahl der einzelnen Typen höchstwahrscheinlich nach Modelljahren berechnet wird, indessen die Gesamtzahl angeblich die Kalenderjahr-Produktion betrifft.

National, Indianapolis, Ind.: Produktion von Autos von 1900 bis 1924. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, jährlich gebaute Gesamtstückzahl durch trombinoscar überliefert. Im Geschäftsjahr 1916 (das sich vom 1.7.15 bis 30.6.16 erstreckte) sollen 2.500 Autos verkauft worden sein, nach anderer Quelle 1800: Vermutlich bezieht sich die eine Angabe auf das Kalender-, die andere Angabe auf das Geschäftsjahr. Jedenfalls war in den Jahren 1915/6  die Produktionsspitze des Unternehmens erreicht.
Bei der Verteilung der Gesamtproduktion ließ ich mich von folgenden Überlegungen leiten: Zunächst gab es bis 1908 Elektroautos, die in der Gesamtzahl enthalten waren. Es gibt weiter ab 1903 bis 1914 gebauten Vierzylinder mit sehr großem Hubraum, der 1914 von einem Sechszylinder-Haupttyp abgelöst wird. Daneben gibt es einen weiteren Sechszylinder-Typ ab 1906, dessen Bau aber 1910 ohne Nachfolger eingestellt wird: Vom Elektro-Auto habe ich allmählich schwindende Stückzahlen angenommen, vom ab 1906 gebauten Sechszylinder auch nicht allzuviele – der durchschlagende Erfolg blieb ihm versagt. Haupttyp war bis 1914 der Vierzylinder, ab da der Sechszylinder bis zum Ende der Firma. Der ab 1916 gebaute Zwölfzylinder dürfte ebenfalls nur wenig gefertigt worden sein.

Oakland, Pontiac, Mich.: Herstellung von Automobilen seit 1908 bis 1931. Seit 1909 Teil des General-Motors- Konzerns. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume  bekannt. Bekannt ist weiterhin die Kalenderjahrproduktion für die gesamte Dauer der Firma, sodaß in den Jahren, in denen nur ein Modell gebaut wurde, dessen Stückzahl auf diese Art und Weise erschlossen werden kann. Für die Zeit 1910 bis 1916 ist wegen der Vielzahl der jährlich gebauten Typen dies nicht möglich, sodaß hier die Stückzahl jedes Typs bis auf weiteres unbekannt bleibt.

Olds(mobile), Detroit u.Lansing, Mich.: Fertigung von Autos seit 1897. Seit 1908 Teil des General-Motors- Konzerns. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl –allerdings wohl nur nach Modelljahren- bekannt.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Packard, Detroit: Produktion von Autos seit 1899. Packard galt schon bald als Auto der Oberklasse mit hohem Sozialprestige. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume, ebenso die jährlich gebaute Stückzahl –jedoch nur nach Modelljahren- bekannt. Die Kalenderjahrproduktion –auch für die Gesamtproduktion – ist unbekannt.

(Graham-)Paige, Detroit: Herstellung von Automobilen als Paige von 1909 bis 1927, als Graham-Paige bis 1931, dann als Graham bis 1939. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Zahl unbekannt. Für die Zeit bis 1928 (Paige) gibt es ein Verzeichnis der vergebenen Chassis- und teilweise Motornummern: Diese wurden meist in Tausender-Blöcken vergeben. Zweifelhaft ist, ob jeder der vergebenen Zahlenblöcke auch voll aufgebraucht wurde. Soweit die Zahl der vergebenen Motornummern geringer war, wurden diese bei der Schätzung der Jahresproduktion zugrundegelegt. Bekannt ist weiterhin für etliche Jahre die Kalenderjahr-Produktion, ferner ab 1923 die jährlichen Zulassungszahlen (registrations). Infolgedessen war für die Jahre, für die eine Gesamtproduktion nicht bekannt ist, diese durch Interpolation –durch die Zulassungszahlen gegebenenfalls korrigiert – gut möglich.

Paterson, Flint, Mich.: Fertigung von Autos von Ende 1908 bis 1923, jährlich gebaute Stückzahl ist überliefert.

Peerless, Cleveland, Ohio: Fertigung von Autos von 1900 bis 1931. Peerless stellte Automobile für eine gehobene Käuferschicht her. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Anzahl unbekannt. Ebenso ist die Gesamt-Jahresproduktion bis 1920 unbekannt, danach liegen bis 1923 Schätzungen vor, ab 1923 ist die jährlich gebaute Anzahl durch die Zulassungen halbwegs präzise schätzbar.

Pierce-Arrow, Buffalo, N.Y.: Produktion von Autos von 1901 bis 1938. Pierce-Arrow stellte Automobile für eine gehobene Käuferschicht her. Gebaute Typen und deren Fertigungszahl größtenteils  bekannt. Die bei trombinoscar verzeichneten Zahlen der Jahresproduktion sind ab 1923 mit den Zulassungszahlen identisch, sodaß sie insoweit falsch sind.

Plymouth: Herstellung von Automobilen seit 1928. Seit 1928 auch Teil des Cbrysler- Konzerns. Plymouth war als Billig-Marke konzipiert, die das Programm des Chrysler-Konzerns nach unten abrunden sollte. Gebaute Typen nur nach Modelljahren, jährlich gebaute Gesamtzahl auch nach Kalenderjahren bekannt.

Pontiac: Fertigung von Autos seit 1926, seit 1926 auch Teil des General-Motors- Konzerns. Gebaute Typen, deren Fertigungszeiträume und jährlich gebaute Stückzahl –allerdings nur nach Modelljahren- bekannt, Kalenderjahr-Produktion erst ab 1937 für die jährlich gebaute Gesamtzahl zu ermitteln.

Pope: Konzern, bestehend aus Pope-Hartford, Pope-Robinson, Pope-Toledo, Pope-Tribune und Pope-Waverley, gegründet 1902, erloschen 1914.
Pope-Hartford: Automobilbau 1903-14, Typen und deren gebaute Anzahl bekannt. Problematisch ist, daß bei trombinoscar eine Statistik veröffentlicht wird, die die jeweilige Jahresproduktion wiedergeben soll,  aber viel geringer ist als die Summe der jährlich gebauten Pope-Hartford. Dieser (niedrigeren) Statistik bedienen sich auch noch andere Quellen (z.B.conzeptcarz). Mithin: Eine Statistik ist offenkundig falsch.
Pope-Robinson: Automobilbau 1899 bis 1904, Typen und deren Produktion bekannt.
Pope-Toledo: Automobilbau 1902 bis 1908, jährlich gebaute Stückzahl unbekannt.
Pope-Tribune:  Automobilbau 1904 bis 1907, jährlich gebaute Stückzahl unbekannt.
Pope-Waverley: Nur Elektro-Autos, seit 1898.

Premier: Herstellung von Automobilen von 1903 bis 1926. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Zahl nach trombinoscar, indessen sind diese Zahlen bis 1919 offenbar nur eine Schätzung. Widersprüche zwischen den durch Chassisnummern nachgewiesenen einzelnen Typen, die teilweise höher sind als die von Trombinoscar angegebene Gesamtproduktion.

Pullman: Fertigung von Autos von 1905 bis 1917, große und teure Autos.. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, ebenso die Gesamtjahresproduktion vor. Anhand dieser Gesamtproduktion habe ich die Anzahl der von jedem einzelnen Typ jährlich gebauten Fahrzeuge geschätzt; wurde mehr als ein Typ gebaut, bin ich von einer etwa gleichmäßigen Verteilung der Gesamtzahl auf die Typen ausgegangen.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Regal: Produktion von Autos von 1908 bis 1918. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, ebenso die Gesamtjahresproduktion vor. Anhand dieser Gesamtproduktion habe ich die Anzahl der von jedem einzelnen Typ jährlich gebauten Fahrzeuge geschätzt; wurde mehr als ein Typ gebaut, bin ich davon  ausgegangen, daß von größeren Typen wrniger produziert wurden als von kleinen.

Reo: Herstellung von Automobilen von 1905 bis 1936, danach nur noch LKW. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Für 1905 bis 1914 konnte ich die jährliche Produktion meist aus wikipedia „US automobile production figures“ entnehmen, einige weitere Produktionszahlen lieferte mir die Weltnetz-Seite des Reo-Clubs. Ferner gibt es im Buch von Heasley ab 1923 die Zulassungszahlen, die -zuzüglich eines gewissen Exportanteils – Schätzungen über die Gesamt-Jahresproduktion erlaubten. Für die übrigen Jahre habe ich die Produktion durch Interpolation geschätzt. Die sehr hohe Kalenderjahr-Produktion für 1932 umfaßt mit Sicherheit auch die Nutzfahrzeuge (LKW). In der Beaulieu Encyclopedia werden manchmal Jahresproduktionszahlen angegeben, die Heasley als Zulassungszahlen nennt. Insgesamt gehört jedoch Reo zu den Marken, bei denen noch vieles nachzutragen ist.

Re Vere: Fertigung von Autos der Oberklasse von 1918 bis 1926. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, ebenso jährliche Stückzahlen für 1918 – 1921 und 1926, der Rest anhand der gebauten Gesamtzahl (wohl richtig: 247 Ex.) geschätzt: Von Ende 1921 bis März 1923 stand die Firms unter receivership, hier habe ich nur sehr geringe Produktion angenommen, diese muß sich daher in den nächsten 2 Jahren etwas erholt haben, um dann erneut bis 1926 zu sinken.

Rickenbacker: Produktion von Autos von 1922 bis 1927. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, jährlich gebaute Gesamtstückzahl  auch bekannt, sodaß die Anzahl der einzelnen Typen einigermaßen genau schätzbar ist. Die Maschinen gingen nach Einstellung der Produktion an Audi, der mit den gleichen Motoren die Typen T und SS ausrüstete und ebenfalls Firma Mannesmann mit den Motoren belieferte.

Riddle: Produktion von Leichenwagen 1916 bis 1926 in meist unbekannter Anzahl.

R & L: Hauptsächlich Fahrzeuge mit Elektromotor. Daneben Produktion von Taxis mit Ottomotor von 1922 bis 1928 in meist unbekannter Anzahl.

Roamer: Herstellung von Automobilen von 1916 bis 1929, jährlich gebaute Gesamtzahl bekannt, die Verteilung auf die gebauten Typen nicht: Es gab etliche Jahre eine „normale“ Ausführung mit Continental- und eine besonders leistungsstarke Version mit Rochester-Duesenberg-Motor. Ein Vergleich mit anderen Marken der Oberklasse fällt auf, daß die sonst häufig anzutreffende Erscheinung: Vom kleineren und billigeren Modell werden mehr Fahrzeuge hergestellt als vom großen- so nicht generell zutrifft: Häufig werden etwa gleich viele, manchmal sogar mehr große und damit teure als kleine und billige Typen hergestellt: Wenn sich jemand schon einen Luxuswagen leisten kann: Dann braucht man von diesem nicht die Sparausführung. Ich bin daher mangels anderer Vorgaben bei mehreren parallel gebauten Typen von etwa gleicher Verteilung auf alle Typen ausgegangen.

Rock Falls: Fertigung von Leichenwagen von 1912 bis 1259. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten größtenteils bekannt, jährlich gebaute Anzahl unbekannt.

Rockne: Siehe Studebaker

Rollin: Produktion von Autos von 1924 bis 1925 in 8.500 Stück.

Rolls Royce: Die englische Nobelmarke hatte ein Zweigwerk in Springfield, Massatuchetts  von 1921 bis 1935. Die bis 1931 gebauten Typen sind nach Anzahl alle bekannt, danach scheint das Werk nur noch Montage britischer Rolls-Royce und Umbau auf Linkslenkung vorgenommen zu haben, bis es 1935 geschlossen wurde.

Roosevelt: Fertigung des Type Eight (Achtzylinder) von 1929 bis 1930 in unbekannter Anzahl.

Ruxton: Produktion von etwa 500 Achtzylindern von 1929 bis 1930.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Saxon: Herstellung von Automobilen von 1913 bis 1922. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, ebenso die Jahresproduktion für 1914, 1915, 1916 und 1919. Völlig andere Jahresproduktionszahlen liefert trombinoscar, ohne daß beide Statistiken irgendwie zueinander  in eine schlüssige Relation gebracht werden könnten. Bleibt bislang alles unklar.

S & S (Sayers & Scovill): Karosseriebauer, Produktion von Autos, meist Taxis, Leichen- und Krankenwagen  seit ca. 1912(?)  bis 1929 (oder später?) in  unbekannter Stückzahl.

Scripps-Booth: Fertigung von Autos von 1914 bis 1922, insgesamt nach älteren Schätzungen etwa 60.000 (ält.Aufl. von Kimes-Clark), heute 34.300 Stück. Für die Jahre 1914 und den Typ D des Jahres 1916 liegen Schätzungen der Produktion vor, bestes Jahr war 1919 mit 8.100 Stück. Es gibt eine Schätzung der Jahresproduktion bei trombinoscar, die von anderen Zahlen allerdings teilweise abweicht und zudem die Produktion bis 1923 andauern läßt.

Shaw / Colonial / Ambassador / Hertz: Automobilbau ab 1920 unter dem Namen Shaw, ab 1921 Namensänderung in Colonial, im gleichen Jahr erneute Namensänderung in Ambassador, 1924 in Hertz, 1927 Ende der Produktion. Die jährlich gebauten Stückzahlen des Hertz sind überliefert, sie müßten eigentlich auch die gefertigten Ambassador D mit umfassen, der sich nur durch einen anderen Namen am Kühlergrill vom Hertz unterschied.

Standard: Herstellung von Automobilen von 1914 bis 1923. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Das beste Jahr soll 1917 mit 2.500 gebauten Autos gewesen sein. Dementsprechend habe ich die Produktionszahlen für die übrigen Jahre geschätzt, indem ich bis 1917 von regelmäßig ansteigender, nach 1917 von zunächst langsam, dann immer schneller sinkender Produktion ausgegangen bin.

Star: Die Marke gehörte zum Durant-Konzern. Fertigung von Autos von 1922 bis 1928 in bekannten Stückzahlen. Die Zulassungszahlen sind bei Durant mit aufgeführt und umfassen auch Durant, ebenso umfaßt wohl die bis 1927 angegebene Gesamtproduktion auch Durant-Fahrzeuge. Die von trombinoscar veröffentlichte Statistik läßt -warum auch immer- die 1922 gebauten Fahrzeuge weg und gibt die 1928 gebauten Autos niedriger an als andere.

Stearns: Produktion von Autos von 1896 bis 1930.Die ab 1912 mit Knight-Schieberotor gebauten Typen sind nach Jahr und Stückzahl bekannt. Ferner liefert trombinoscar eine jährliche Produktionsstatistik, diese deckt sich aber zumindest ab 1912 nicht mit den bekannten Produktionszahlen und schließt offenbar auch LKW mit ein.

Stephens: Herstellung von ca. 25.000 Automobilen von 1917 bis 1924. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten sind bekannt. Im Jahr 1920 war die Produktionsspitze mit 6.956 Autos, nach trombinoscar mit lediglich 3.780 Stück. Dementsprechend habe ich die Produktionszahlen für die übrigen Jahre, für die Produktionszahlen oder Chassisnummern nicht vorlagen, geschätzt.

Sterling-Knight: Fertigung von Autos von 1920 bis 1926. Bis einschließlich 1924 sind die gebauten (geringen) Stückzahlen bekannt, für 1925 und 1926 habe ich sie geschätzt.

Stevens-Duryea: Produktion von Autos von 1901 bis Jan.1915 und erneut von 1921 bis 1927. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt. Es gibt eine jährliche Produktionsstatistik von trombinoscar, die allerdings für 1904-5 und 1907-14 nur auf (nicht immer schlüssigen) Schätzungen beruht und die ich daher insoweit nur eingeschränkt berücksichtigt habe.
Die Firma konzentrierte sich bald auf Wagen der Oberklasse: Man begann mit dem Bau von Zweizylinder-PKW bis 1906. Hier gibt es eine Stückzahlangabe bei wikipedia: 61 Stück in 1902, 483 Stück in 1903. Im Modelljahr 1902 sollen 50 Stück gefertigt worden sein (conzeptcarz).
Ab 1905 gab es einen 3,5-Liter-Vierzylinder Typ R, von dem 1905 bereits 300 verkauft wurden, 1908 abgelöst von einem 5,3-Liter 4-Zylinder Typ X, dessen Bau 1912 ohne Nachfolger eingestellt wurde.
Ab 1906 gab es einen „kleinen“ Sechszylinder (5,5 Liter) Typ U (über 2.000 gebaut), abgelöst 1910 vom Typ AA. Parallel wurde ein großer (9 Liter) Sechszylinder Typ S (ca.900 Stück) gebaut, abgelöst 1909 vom Typ Y. Ab 1913 folgte Typ C mit 8 Litern als Nachfolger für diese beiden Sechszylinder, ab 1915 Typ D mit über 8 Litern Hubraum.
Es gibt verschiedene Angaben zur Produktionszahl: Alle zusammen bis Jan.1915: 14.000 Stück (Kimes-Clark), alle Sechszylinder-Modelle bis 1.15: zusammen 14.000 Stück (conzeptcarz), von den Sechszylindern nur max.100 pro Jahr (D.B.Wise).
Daraus ergibt sich: Wenn die Zahlen bei wikipedia richtig sind, müssen erheblich mehr Autos gefertigt worden sein als bei Wise angegeben: Eine Fabrik, die 1903 bereits knapp 500 Autos herstellte, kann nicht die folgenden Jahre angesichts einer stetig wachsenden Konkurrenz nur 100 Stück pro Jahr gefertigt haben. Damit sind die für die ersten Sechszylinder-Modelle bei conzeptcarz genannten Zahlen glaubhaft. In einem Forum  finden sich (allerdings angezweifelte) jährliche Stückzahlen für 1905 bis 1908, die indessen sich zu den Angaben bei conzeptcarz sehr gut ergänzen. Die Differenz zwischen den bei Conzeptcarz genannten Sechszylindern und der Gesamtsumme wären dann die gebauten Vierzylinder. Für die Zeit ab 1910 liegen keinerlei Stückzahlen mehr vor. Sollten aber tatsächlich insgesamt 14.000 gebaut worden sein, müssen einige Jahre lang pro Jahr mindestens 2.000 gefertigt worden sein. Da der Bau des Vierzylinders 1912 ersatzlos eingestellt wurde, bin ich hier von ständig sinkenden Stückzahlen ausgegangen: Die Käufer zogen wohl für Wagen dieser Größenordnung Sechszylinder-Autos vor. Folgt man der Regel, daß über mehrere Jahre gebaute Luxus-Typen am meisten im 2. Jahr gefertigt werden, so müßte sich auch für die Sechszylinder-Typen die Jahresproduktion zumindest 1912 wieder gesenkt haben. Durch Einführung eines neuen Typs 1913 mag dieser Sinkflug kurzzeitig gebremst worden sein. Da nur noch im Januar 1915 Autos gebaut wurden, werden die 1915er-Typen kaum noch gebaut worden sein – es sei denn, man läßt das Modelljahr 1915 bereits im Herbst 1914 beginnen (wie ich unterstellt habe). Insgesamt muß aber bereits im Jahr 1914 der Ausstoß erheblich geringer geworden sein. Damit komme ich bis 1914 auf ca.14.000 Autos insgesamt (was den Angaben von Kimes-Clark entspricht).
Fü die Zeit ab 1919 gilt: Das Auto war sehr teuer, der gebaute Typ E war ein leicht aufgewertetet Typ D und damit technisch veraltet, was die gehobene Käuferschicht sicher nicht honoriert hat: Die Produktion kann nicht sehr hoch gewesen sein. Es liegen Chassis-Nummern für 1921 und 1922 vor, wobei offen bleibt, ob diese alle vergeben wurden. Während einer ersten receivership vom April 1922 bis Juni 1923 wurden 116 Autos neu gebaut, diese dürften zum großen Teil in den 100 für 1922 duch Chassis-Nummern belegten enthalten sein, sodaß für 1923 noch etwa 20 bis zur Aufhebung der Zwangsverwaltung und weitere 20 danach angenommen habe. Die Zahl von 28 Autos 1924 nennt uns wikipedia, ich habe für die Zeit 1925 bis 1927, in der das Auto nur noch auf Bestellung geliefert wurde, ständig sinkende Zahlen angenommen und als jährlichen Ausstoß etwa die Hälfte der jeweil. Vorjahresproduktion unterstellt – vielleicht waren es auch weniger.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Stoddard-Dayton: Herstellung von Automobilen von 1904 bis 1913. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt. Gesamtjahresproduktion für 1906 und 1907 bekannt, für 1907 bis 1909 durch www.owensvalleyhistory.com. geschätzt. 1912 sollen nach der gleichen Quelle 25.000 Stoddard-Dayton hergestellt worden sein, was eigentlich völlig unmöglich ist: Zum Sept. 1912 kam die Firma wie wohl auch der gesamte US-Motor-Company-Konzern, zu dem Stoddard-Dayton seit 1910 gehörte, unter receivership (=Zwangs/Konkursverwaltung), kann also nicht in diesem Jahr das Fünfzehnfache der 1909 produzierten Autos gefertigt haben. Ich bin daher davon ausgegangen, daß die angeblich 1909 produzierten ca.1.600 Stück den Höhepunkt der Produktion darstellen und anschließend die jährliche Produktion erst langsam, dann immer schneller sank und nach Konkurseröffnung nur noch wenige Fahrzeuge fertiggestellt wurden. Möglicherweise habe ich hier für 1911 noch zu hoch geschätzt, da heute aus den Jahren 1911 und 1912 nur Autos mit dreistelligen Chassisnummern existieren.
Bei der Verteilung der Gesamtproduktion auf die einzelnen Typen ließ ich mich von folgender Überlegung leiten: Es gibt zwei Haupttypen: Einen kleinen mit ca. 3 – 3,5 Liter Hubraum und einen großen mit 5-6 Litern Hubraum. Diese Typen gehören immer zum Programm, wurden also hauptsächlich gebaut, ich habe vom kleineren Typ eine höhere Produktion als vom größeren Unterstellt. Es gibt einige Wagen mit größerem Hubraum, diese wurden aber nur kurzzeitig gebaut, waren also kein Erfolg, ihre Stückzahl daher gering. Ab 1909 gibt es auch einen mittleren Typ, dessen Fertigung 1911 eingestellt wird und 1912 wieder beginnt, auch dieser Wagen hat also beim Käufer weniger Anklang gefunden.

Studebaker: Fertigung von Autos seit 1903. Zunächst Fertigung als Studebaker-Garford bis 1911, insgesamt 2.481 Stück diverser Typen, die ich wie angegeben auf die einzelnen Jahre verteilt habe. Dazu kamen die Firmen Flanders, die ihren Typ 20 von 1910 bis Juni 1913 in 31.514 Stück herstellte, die ich wie angegeben auf die Jahre verteilt habe. Ferner kam die Firma  E.M.F. aus Detroit dazu, die von 1908 bis 1912 ihren Typ in 49.571 Exemplaren baute.
Ab 1908 gibt es auch von „US Automobile Production Figures“ Gesamt-Jahresproduktionsangaben, wobei die für 1908 bereits mit Sicherheit falsch ist: Sie bezieht sich auf die Jahresfertigung von EMF für 1909.
Für alle ab 1913 folgenden und unter dem Namen Studebaker produzierten Autos sind die gebauten Stückzahlern jedes Typs bekannt, Probleme ergeben sich allerdings dadurch, daß die Produktion nach Modell- und nicht nach Kalenderjahren registriert wurde. Außerdem stimmt die rechnerisch ermittelte Summe aller in einem Modelljahr gebauten Typen nicht mit der Summe der statistisch für das Modelljahr angegebenen Zahlen überein, weil bei den verschiedenen Typen das Modelljahr unterschiedlich lang ist (man fragt sich, was hier zur Erlangung der Zahl in der Statistik addiert wurde). Eine Kalenderjahr-Produktion gibt es erst seit 1938, wobei die Kalenderjahrproduktion für 1938 und 1939 gleich hoch ist: Zufall oder Verwechslung? In jedem Fall scheint es sich für beide Jahre um eine Schätzung zu handeln, wie die glatte Zahl von 92.000 Stück vermuten läßt. Im übrigen wäre eine Monographie, die den „Zahlensalat“ bei Studebaker zu sortieren hilft, wünschenswert.

Stutz: Produktion von Autos von 1911 bis 1934. Die Firma war bekannt für ihre Sportwagen. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt. Kalenderjahrproduktion für alle Jahre bekannt, indessen ergeben sich diverse Unstimmigkeiten zur Stückzahl der einzelnen Modelle, die aufgrund der Chassisnummern ermittelt wurden.

USA, PKW-Firmen bis 1945, Tabelle

Terraplane: Siehe Essex

Traveler: Produktion von Taxis 1924 bis 1925 in meist unbekannter Anzahl.

Velie: Herstellung von Automobilen von 1909 bis 1929. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten sowie Gesamt-Jahresproduktion bekannt. Problematisch ist, daß bis etwa 1916 weniger Chassis-Nummern vergenben wureden, als angeblich insgesamt Autos produziert wurden.

Viking: Fertigung eines Achtzylinders von 1929 bis 1930, die gebaute Anzahl kann aufgrund der Zulassungszahlen (registrations) auf etwa 7.500 Stück geschätzt werden.

Westcott: Produktion von Autos 1909 bis 1925, jeweilige  Gesamt-Jahresproduktion bekannt. Demnachj wurde die Produktionszahl der einzelnen Typen berechnet, bei mereren in einem Jahr gebauten Typen wurde unterstellt, daß von jedem jährlich etwa gleich viele gebaut wurden. Für 1920 und 1921 gibt es Chassisnummern, die indessen für 1921 eine geringere Anzahl an Fahrzeugen abdecken, als insgesamt gebaut worden sein sollen.

Wills Sainte Claire: Produktion von Autos von 1921 bis 1926. Es gibt zwei leicht differierende Tabellen zur Jahresproduktion, ohne daß ich dies schlüssig erklären könnte. Die Verteilung auf mehrere Typen ab 1924 ist stark spekulativ.

Willys-Overland: Herstellung von Automobilen seit 1903. Gebaute Typen und gebaute Anzahl von der Firma Overland (teils als Schätzung) bekannt, bekannt ist weiterhin die Kalenderjahr-Produktion, sodaß der auf die Willys-Typen (gebaut ab 1915) entfallende Anteil errechenbar ist. Willys hatte sich zunächst auf größere Autos mit Schieber-Motoren (System Knight) spezialisiert, ab etwa 1933 baute man einen (zumindest nach amerikanischen Verhältnissen als solchen zu wertenden) Kleinwagen mit 2,2-Liter-Motor, aus dem ab 1941 der „Jeep“ entwickelt wurde. Dieser würde nach deutscher Terminologie sicher ein PKW sein, bei der US-Army hieß er indessen „Truck, 0,25 to“ und ist infolgedessen bei den LKW zu finden. Die einzelnen Produktionszahlen sind duch das „Willys-Overland-Knight-Registry“(WOKR) optimal recherchiert.

Windsor: Fertigung von Autos von 1929 bis 1930 in unbekannter Stückzahl. Zunächst als besonderes Modell der Firma Moon erschienen, wurden nach Konkurs von Moon einige Moon-Modelle als „Windsor“ weitergebaut, jedoch nur ein Jahr lang – dann war auch Windsor am Ende.

Winton: Produktion von Autos von 1896 bis 1924. Gebaute Typen und deren Fertigungszeiträume bekannt, ebenso die Gesamtproduktion aller Jahre. Da meist nur ein Typ gebaut wurde, steht damit auch die je Typ gefertigte Anzahl ungefähr fest.

Wolverine: Siehe REO

Yellow: Fertigung von Taxis von 1915 bis 1938, 1925 zu General Motors. 1930 wurde der Name „Yellow“ aufgegeben, die Taxis wurden unter der Firmenbezeichnung „General Motors“ gebaut. Gebaute Typen und deren Produktionszeiten bekannt, jährlich gebaute Anzahl meist unbekannt.