Frankreich – PKW 1919 – 1945

Allgemeine Gesamtstatistik:
Es gibt im mehrere voneinander abweichende Gesamtstatistiken:
Die eine gilt für die Jahre 1927 bis 1938, entstammt „Tatsachen und Zahlen aus der Kraftverkehrswirtschaft“ und beruht bezüglich einiger Jahre (wie die glatten Zahlen nahelegen) offenbar teilweise auf Schätzungen. Ich habe diese Tabelle für die Zeit vor 1927 um diejenigen Produktionszahlen erweitert, die mir realistisch scheinen.
Die zweite Statistik entstammt einem Diagramm auf S.19 des Buches Church, Roy: „Rise and Decline of the British Motor Industry“ und ist mit der ersten in vielen Fällen identisch, für das starke Abweichen im Jahr 1922 habe ich keine Erklärung, zumal eine Produktion von 10.000 PKW 1922 auch mit Sicherheit viel zu niedrig ist.
Die dritte Statistik ist der von René Bellu redigierten Reihe „Toutes les voitures francaises“ des Verlages „Histoire et Collections“ entnommen und enthält gegenüber den ersten beiden Tabellen stark nach unten oder oben abweichende Zahlen, ab 1936 sind möglicherweise die Nutzfahrzeuge mit eingeschlossen.
Besonderer Beliebtheit erfreuten sich Anfang der Zwanzigerjahre in Frankreich die sogenannten „Cyclecars“. Hierunter vestand man ein Auto, das im wesentlichen aus Motorradteilen bestand, maximal zwei Sitze, Gewicht 350 kg, 1100 ccm Hubraum hatte: Dder Besitz dieser Autos waren von 1920 bis 1925 in Frankreich steuerlich besonders begünstigt. Als 1926 die steuerliche Vergünstigung wegfiel, fiel auch der letzte Anreiz, ein solches Auto zu kaufen, fort: Es gab mittlerweile am Fließband produzierte „richtige“ Autos, die kaum teurer oder sogar billiger waren als die handgefertigten Cyclecars. Den Bestand an Cyclecars von 1920 bis 1924 habe ich gesondert aufgeführt.

Literatur: Siehe Frankreich, Einführung. Spezielle Literatur zur Geschichte einzelner Marken findet sich in der Spalte „Bemerkungen“.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Die einzelnen Automobilmarken:
Die französische Automobilindustrie der Zwischenkriegszeit wurde beherrscht von den drei Marken

Citroen, Peugeot und Renault,

die deswegen auch abweichend von der sonst üblichen alphabetischen Reihenfolge herausgenommen sind und am Anfang der Tabelle stehen.
Citroen, Quai de Javel, Paris: Die veröffentlichte Statistik ist nur auf den ersten Blick eindeutig.
Citroen fertigte PKW, ab 1921 bis 1938 auch Halbkettenfahrzeuge und ab 1926 auch Nutzfahrzeuge: Zunächst Lieferwagen auf PKW-Basis, später LKW bis 4,5 to Nutzlast.
Es gibt eine Gesamtstatistik von Citroen, die alle vorgenannten Fahrzeugklassen einschließt, und daneben eine PKW-Statistik, in der alle jährlich gebauten Typen aufgeführt sind. Bis 1924 entspricht die Differenz zwischen Gesamtstatistik und PKW-Statistik genau der Zahl der jährlich gebauten Halbkettenfahrzeuge. Für 1926 bis 1928 verbleibt ein Rest von mehreren tausend Fahrzeugen jährlich – das müssen also Nutzfahrzeuge sein. Für 1929 und 1930 verbleibt kein Rest: Also müssen die gebauten Lieferwagen in den PKW mit enthalten sein, ich habe daher die Lieferwagen auf 7.000 Stück in 1929 und auf 4.000 Stück in 1930 geschätzt und diese Menge von den Typen C4 und C6 abgezogen. Ab 1931 ist wieder die Differenz der insgesamz gebauten Fahrzeuge zu Halbkettenfahrzeugen und PKW die Zahl der jährlich gebauten LKW.
Eine neue Schwierigkeit erwächst in den Dreißigerjahren: Die Zahl der angeblich insgesamt gebauten Modelle „Traction Avant“(in rosa Zeile) entspricht nirgendwo der Summe der einzelnen Modelle (7CV, 11 CV, 15 CV), ohne daß ich für die Abweichungen eine schlüssige Erklärung hätte.

Peugeot 402

Peugeot, Sochaux und La Garenne: Schmarbeck hat die von jedem Typ insgesamt gefertigten Exemplare aufgelistet, indessen nicht auf die einzelnen Jahre verteilt. Es gibt eine Gesamtsumme aller gebauten Fahrzeuge, diese schließt allerdings eine unbekannte Anzahl an Nutzfahrzeugen mit ein:
Peugeot baute (abgesehen von der Zeit des 1.Weltkrieges) nie größere LKW, wohl aber Lieferwagen und Transporter mit einer Nutzlast von bis zu 1,5 Tonnen. Allerdings ist die Zahl der gebauten Transporter erheblich geringer als die Zahlen, die nach Abzug aller gebauten PKW als Differenz verbleiben: Sollten auch Motorräder in der Differenz eingeschlossen sein?

Renault, Billancourt: Renault veröffentlicht bislang nur die Zahlen der insgesamt jährlich gebauten PKW einschließlich LKW, über die Zahl der einzelnen gebauten Modelle ist –von Ausnahmen abgesehen- nichts in Erfahrung zu bringen und kann daher allenfalls geschätzt werden (was ich auch nach den allgemein bekannten Kriterien getan habe). Nachdem indessen nicht einmal die Zahl der PKW insgesamt feststeht, sondern ihrerseits wiederum nur geschätzt werden kann, bewegen wir uns bei der Schätzung der PKW-Produktion von Renault allmählich auf dem Niveau des Kaffeesatzlesens.
Eine Firmengeschichte über Renault, die nicht nur die einzelnen Modelle, sondern auch die davon jährlich produzierten Stückzahlen enthält, wäre ein Desideratum für die Geschichte der französischen Automobilindustrie.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

AEM, Neuilly s.S.: Herstellung eines Kleinwagens 1925 bis 1927 in unbekannter Anzahl. Ich bin angesichts des für damalige Zeit sehr kleinen Hubraumes von einer sehr geringen Anzahl ausgegangen.

AJAM, Neuilly s.S.: Ein Cyclecar, das entweder ein Prototyp blieb oder 1921-22 in ganz geringer Stückzahl gefertigt wurde.

Alba, Suresnes: Fertigung von Automobilen 1913 bis 1928, mehrere Typen vom Klein- bis Mittelklassewagen „in geringer Anzahl“, ich bin daher von einer Produktion von max. 50 Autos pro Jahr ausgegangen, vielleicht waren es auch weniger.

Alcyon, Courbevoie: Motorradhersteller, der zunächst ab Ende 1921 bis 1923 einen Zweiliter-Wagen und ab 1923 bis 1927 (oder 1928 oder 1929) einen 500 ccm-Kleinstwagen herstellte, beide in unbekannter, vermutlich nur in ganz geringer Anzahl.

ALDA, Courbevoie: Herstellung von großen Wagen 1912(?) bis 1922. in geringer Anzahl, ich bin von bis zu 15 Stück pro Jahr ausgegangen.

Allain & Niguet, Kremlin-Bicètre: Herstellung eines Cyclecar 1921 bis 1923 oder 1922 bis 1924 in unbekannter Anzahl, ich bin von einer rasch steigenden und nach Ende des Cyclecar-Booms ebenso rasch sinkenden Stückzahl ausgegangen.

ALMA(Automobiles Legeres et Moteurs de Avion), Courbevoie: Fertigung eines Mittelklassewagens: 1926 3 Stück, 1927 unter 10 Exemplare, 1929 noch ein Prototyp, dessen Serienfertigung unterblieb.

ALPHI (Automobiles Louart, Poniatowski, Hougardy Ingenieurs), Paris: Herstellung von 5 Rennwagen von 1928 bis 1931.

ALVA, Courbevoie: Herstellung eines Mittelklassewagens 1913 bis 1923, vermutlich in geringer Anzahl: Ich bin von bis zu 15 Stück pro Jahr ausgegangen.

Amedee Bollée, Le Mans: Bis 1921 (oder 1922) wurden noch einige Wagen der auf Fahrzeuge der Oberklasse spezialisierten Firma aus Teilen zusammengeschraubt: Viele werden es nicht gewesen sein, zumal der Wagen auf eine Käuferschicht zielte, die üblicherweise keine Restbestände aufkauft.

Amilcar, St.Denis: Produktion von Autos ab 1921. Amilcar machte anfänglich sein Geschäft mit Cyclecars und entwickelte sich daraus zum Hersteller kleiner Autos mit sportlichem Charakter. Die Wirtschaftskrise überstand Amilcar noch halbwegs unbeschadet, geriet dann aber Mitte der Dreißigerjahre in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten, von denen die Firma sich nicht mehr erholte.
Es gibt zwar Firmengeschichten, die aber alle kaum Stückzahlen enthalten. Die Angaben zu Stückzahlen, die ich gefunden habe, habe ich sehr mühsam aus verschiedenen Quellen des Weltnetzes zusammengeklaubt. Bei einigen Typen habe ich Schätzungen vorgenommen:
Typ CC: war so hoch zu schätzen, sonst wären nicht 3.755 Stück bis anf.1925 zusammengekommen
Typ J,G,L: waren so hoch zu schätzen, anderenfalls wäre die Zeit von 1926 bis 1928 nicht Amilcars „beste Jahre“ (Nicholson) gewesen.
Typ C8, CS8: Je nach Quelle (von der dann jeweils abgeschrieben wird) 350 oder 800 Fahrzeuge, 350 Stück erscheinen mir realistischer angesichts der Tatsache, daß der Schwerpunkt der Fa. Amilcar immer bei kleineren PKW lag und der Motor über 8 Zylinder verfügte – bei Wagen dieser Hubraumklasse eher ungewöhnlich.

AN: Siehe Allain & Niguet

Antony, Douai: Herstellung von Autos 1923 bis 1931, Einzelexemplare auf Bestellung, insgesamt ca.60 Stück.

Aries, Courbevoie: Automobilproduktion 1903 bis 1937 in unbekannter Anzahl. Ich bin zu guten Zeiten von etwa 300 Stück im Jahr ausgegangen, in mageren Zeiten weniger.

Arzac, Paris: Herstellung eines Kleinstwagens 1926 bis 1927 in unbekannter Anzahl, wegen des für damalige Verhältnisse sehr kleinen Hubraumes bin ich von einer sehr geringen Anzahl ausgegangen.

AS, Courbevoie:  Fertigung eines kleinen Sportwagens von 1924 bis 1927 (oder 1928?), einige Dutzend Exemplare.

ASS, Lyon: Automobilproduktion 1919 bis 1920, nur wenige Stück.

Aviation Michel, Straßburg: Fertigung eines kleinen Sportwagens von 1925 bis ca. 1929 in unbekannter Anzahl. Es werden nur sehr wenige gewesen sein: Die Firma wird nicht in allen Standardwerken erwähnt.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Ballot, Paris : Vor dem 1.Weltkrieg fertigte die Firma nur Motoren. Ab 1919 auch Herstellung ganzer Autos in teilweise beachtlichen Stückzahlen, die im erschienenen Schrifttum beziffert sind. Ich habe einen Höhepunkt der Produktion 1925 und von da ab rückläufige Zahlen angenommen, bis die Firma schließlich 1932/3 von Hispano-Suiza übernommen wurde.

Barré, Niort: Produktion von Autos 1899 oder 1900 bis 1930 in unbekannten Stückzahlen, die Produktion war ab der zweiten Hälfte der Zwanzigerjahre stark rückläufig. Dementsprechend habe ich meine Schätzungen vorgenommen.

Barron-Vialle, Lyon: Fertigung von Automobilen der gehobenen Mittelklasse 1923 oder 1924 bis 1929, nicht über 50 bis 60 Stück im Jahr. Ich bin von einer zunächst bis 1925 ansteigenden und dann allmählich wieder sinkenden jährlichen Stückzahl ausgegangen.

Bechereau, Paris: Automobilproduktion von 1923 bis 1924 oder 1924 bis 1925 in unbekannter Stückzahl, ich habe etwa 25 Stück in den zwei Jahren geschätzt.

Beck, Lyon: Nur zwei Prototypen zwischen 1920 und 1924.

Bédélia, St.Denis: Bau von Cyclecars 1910 bis 1925, die Firma blühte und starb offensichtlich mit diesem Automobiltyp. Insgesamt etwa 3.000 Stück, die sich relativ schlüssig zur Hälfte auf die Vorkriegs- und zur Hälfte auf die Nachkriegszeit verteilen lassen.

Bell, Choisy-le-Roi: Fertigung eines Kleinwagens mit luftgekühltem Motor 1924 (oder 1924/5?) in unbekannter, aber wohl geringer Anzahl, ich habe 10 Stück geschätzt, da Luftkühlung damals noch sehr problematisch war.

Belladeux: Siehe Ispano-Francia

Bellanger, Neuilly s.S.: Herstellung von Autos der Oberklasse von 1912 bis 1923. Die Stückzahl des Typs AI 17CV ist überliefert, ich bin von einem Höhepunkt der Fertigung 1920 bis 1921 ausgegangen. Ich habe weiter unterstellt, daß die großen Typen 30CV und 50 CV nur in wenigen Stücken gebaut wurden.

Benjamin/Benova, Asnières: Prototyp 1921, unter dem Namen Benjamin Herstellung von Cyclecars 1923 bis 1926, dann unter dem Namen Benova verschiedene Typen bis 1930, alle in unbekannter Anzahl. Ich bin von einer während des Cyclecar-Booms (1923/4) starken Produktion, danach sehr schnell schrumpfend, ausgegangen.

Bergé, St. Gervais: Fertigung einer „kleinen Anzahl“ von Kleinwagen 1921 bis 1924 in zwei Typen. Ich habe für 1921 die Fertigung jeweils nur eines Prototyps und anschließend eine Serienfertigung in geringem Ausmaß angenommen; vielleicht war die Produktion auch doppelt oder nur halb so hoch.

Berliet, Lyon: Fertigung von Automobilen seit 1895, Schwerpunkt in der Zwischenkriegszeit bereits LKW, daneben PKW der Mittelklasse in unbekannten Stückzahlen, in den Dreißigerjahren sollen es jährlich im Schnitt etwa 3.000 Stück oder weniger gewesen sein. Angesichts dieser Vorgaben ist und bleibt jeder Versuch einer zahlenmäßigen Schätzung der Produktion höchst spekulativ.

Bertrand, Poitiers: Fertigung von etwa 30 Kleinwagen 1921 bis 1924 mit unterschiedlichen Fremdmotoren von jeweils etwa 1 Liter Hubraum.

Bignan, Courbevoie: Fertigung von Automobilen mit sportlichem Charakter seit 1919, 1926 Konkurs, danach bis etwa 1930 noch Lagerverkäufe und Zusammensetzen einzelner Exemplare aus Teilen, ferner Neuentwicklungen unter Verwendung des alten Namens. Ich bin von einer 1926 stark reduzierten Jahresproduktion ausgegangen (sonst wäre der Konkurs nicht erklärlich) und habe danach noch eine ganz geringe Produktion bis 1930 unterstellt.

Bleriot, Suresnes: Produktion eines Cyclecar von 1920 oder 1921 bis 1922. Ich bin angesichts des damaligen Cyclecar-Booms von einer relativ hohen Produktion ausgegangen: Viel höher hätte sie nicht sein können, sonst wäre das Unternehmen fortgeführt worden, viel geringer auch nicht, sonst wäre die Fertigung bereits früher wieder eingestellt worden.

BNC (Bollak, Netter & Cie.), Levallois:  Ab 1920 unter dem Namen Jacques Muller, ab 1923 unter dem Namen BNC gefertigte Sportwagen und PKW sportlichen Charakters in unbekannter Stückzahl. Ich bin von während des Cyclecar-Booms hohen Stückzahlen, danach rasch sinkender Produktion ausgegangen. 1931 meldete die Firma Konkurs an, die Firma Sirejols kaufte die Lagerbestände auf und fertigte aus Teilen „bis zum Vorabend des 2.Weltkrieges“ (also bis etwa 1938/9) noch einige wenige Fahrzeuge, von mir mit 10 Stück pro Jahr angenommen. Die Fertigung der erfolglosen Achtzylinder-Wagen mit Continental-Motor auf dem Chassis von Delaunay-Belleville habe ich sehr gering geschätzt, den 1,5-Liter 8CV des Jahres 1930, der offenbar auch kein Erfolg war (sonst wäre er nicht nur ein Jahr gebaut worden) habe ich etwas höher geschätzt – vielleicht waren es auch weniger.

Bobrie: Siehe La Torpille

Brasier, Ivry-Port: Fertigung von Automobilen 1905 bis 1932/3 in unbekannter Stückzahl, die Quellen sprechen von spätestens ab 1927 sinkenden Stückzahlen und ab 1929 geringer Jahresproduktion, ich habe entsprechend geschätzt.

Breese, Paris: Produktion von Autos 1911 und 1921 bis 1925, nach anderer Ansicht nur 1911. Auf dem Pariser Salon stellte jedenfalls Breese in der Nachkriegszeit nicht aus. Wenn es überhaupt eine Produktion nach 1918 gab, war sie also völlig unbedeutend.

Bucciali, Courbevoie: Extravagante Einzelexemplare etwa 1923 bis 1933, um die viel Pressewirbel gemacht wurde, die aber alle nie in Serie gingen. Die Angaben zur Gesamtproduktion schwanken zwischen 14 und 38 Stück, ich habe mich für einen Kompromiß zwischen beiden Angaben entschieden.

Buchet, Billancourt: Fertigung von Motoren ab 1900, von Autos ab 1911 bis Ende 1929 oder Anf. 1930 in unbekannter Stückzahl. Es handelte sich um ein Modell der unteren Mittelklasse mit allmählich wachsendem Hubraum, 1926 kam ein Kleinwagen dazu. Die Anzahl ist angesichts der Tatsache, daß das Handbuch von Mossner die Gesamtproduktion der Jahre 1924 bis 1926 enthält, einigermaßen zu schätzen. Das Hauptgeschäft blieb wohl immer die Motorenproduktion.

Bugatti, Molsheim i.E.: Von dieser Firma mit Weltruhm gibt es zahlreiche Monographien, in allen wird aber nur die Gesamtproduktion der einzelnen Typen, nie indessen die Jahresproduktion aufgeführt, sodaß ich bei der Frage, in welcher Weise sich die Typen auf die einzelnen Jahre verteilten, auf Mutmaßungen angewiesen war. Ich habe mich daher von der Regel leiten lassen: Im ersten Jahr läuft die Produktion an, ist also noch gering; im zweiten Jahr ist die Produktion hoch, da das Käuferpublikum ein möglichst neues Auto haben will und die bei Erscheinen des Modells ausgelösten Bestellungen abgearbeitet werden, danach sinkt die Produktion, bis sie unrentabel wird. Auch ohne Angabe der Gesamt-Jahresproduktion wird deutlich: Die Blütezeit von Bugatti lag in der zweiten Hälfte der Zwanzigerjahre, in den Dreißigerjahren sind ständig schwindende Stückzahlen zu verzeichnen: Parallelen zu Hispano-Suiza oder Voisin drängen sich auf.

Butterosi, Boulogne: Fertigung eines Kleinwagens von 1919 oder 1920 bis 1924. Ich bin von relativ geringen Stückzahlen ausgegangen, wobei ich unterstellt habe, daß das in Boulogne gefertigte Auto nur lokale Verbreitung erfuhr. Vielleicht habe ich zu niedrig geschätzt.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

CAB/Automobilette, Bellevue (Seine etOise): Fertigung von Kleinwagen von 1911 bis 1924 in unbekannter Anzahl.
Der Typ F2 wird bei Bellu ab 1921 nicht mehr erwähnt, offenbar wurde sein Bau aufgegeben. Ab 1923 wird die Firma bei Bellu nicht mehr erwähnt, sie stellte also auf dem Pariser Salon nicht mehr aus. Hieraus schließe ich zumindest für 1923 und 1924 auf eine geringe Produktion. Auch vor 1923 wird die Produktion dieser doch eher unbedeutenden Firma nicht allzu hoch gewesen sein.

Caban, Boulogne:  Fertigung von Autos 1926 bis 1932, insgesamt 28 Stück, was einer Jahresproduktion von etwa 5 Stück entspricht.

Cadix, Cadix b. Epinal :Produktion von Autos 1920 bis 1923 in unbekannter Anzahl. Angesichts des Produktionsstandortes (Cadix b. Epinal) bin ich davon ausgegangen, daß die Firma nur einen regionalen Markt hatte, und habe eine recht niedrige Produktion geschätzt.

Caffort, Paris: Herstellung von Autos 1920 bis 1923 in unbekannter Stückzahl. Ich habe wie angegeben geschätzt, vielleicht war die Produktion niedriger.

Carteret, Courbevoie: Fertigung eines Cyclecar 1921 bis 1922 oder nur 1922. Die Anzahl dürfte –trotz Cyclecar-Booms- gering gewesen sein, sonst hätte man die Fertigung nicht so schnell wieder eingestellt.

Causan, Levallois-Perret: Herstellung eines Cyclecar 1923 bis 1924. Wegen des ungewöhnlich keinen Hubraums habe ich –trotz Cyclecar-Booms- eine relativ geringe Fertigung angenommen, zumal man sonst die Fertigung nicht so schnell wieder eingestellt hätte.
Ab 1924 Fortsetzung der Produktion in Reims unter dem Namen D’Aux, siehe dort.

Celtic, Courbevoie: Herstellung eines Kleinwagens 1926 bis 1928, möglicherweise vor allem als Taxi. vielleicht war die Produktion deutlich höher als von mir geschätzt.

Chaigneau-Brasier: Siehe Brasier

Charron, Puteaux: Produktion von Autos 1907 bis 1930 in unbekannter Anzahl. Wie in ähnlichen Fällen, habe ich eine gleichbleibende Jahresproduktion von 100 bis 200 Stück unterstellt, zum Schluß rasch abfallend.

Chenard-Walcker, Gennevilliers: Fertigung von Automobilen 1901 bis 1946 in völlig unbekannter Anzahl. Jegliche Schätzungen sind daher sehr spekulativ und beruhen auf der Überlegung, daß die Produktion einigen Umfang gehabt haben muß, sonst wäre sie irgendwann in den Zwanziger- oder Dreißigerjahren beendet worden, andererseits nicht zu groß gewesen sein kann, sonst gäbe es über die Firma und ihre Autos mehr Informationen.

Classic, Paris: Fertigung eines im wesentlichen als Taxi eingesetzten Mittelklasse-Wagens von 1922 (oder 1924?) bis 1928. Vielleicht habe ich die Produktion zu niedrig geschätzt.

Claveau, Paris: Futuristische Prototypen und Versuchsfahrzeuge mit stromlinienförmiger Karosserie und teilweise Heckmotor von 1926 bis 1932, keine Serienfertigung.

Clement-Bayard, Levallois-Perret:  Automobilproduktion von 1901 (oder 1903) bis 1922 (oder 1923?) in unbekannter Anzahl.. Wagen der oberen Mittelklasse, der Versuch im Jahr 1920, kleinere Wagen zu konstruieren, war offenbar nicht von Erfolg gekrönt, ich habe für diese beiden Modelle nur sehr kleine Stückzahlen angenommen, für den großen Wagen mehr, vielleicht habe ich hier indessen zu hoch geschätzt.

Clement & Rochelle, Clamart: Produktion von 100 Sportwagen von 1928 bis 1930.

Charles Mochet, St.Ouen: Fertigung eines Cyclecar mit sehr kleinem Motor von 1924 bis 1930. Die Literatur spricht von einer kleinen Serie, ich habe daher jährlich nur mäßige Stückzahlen angenommen, zumal bei Erscheinen des Fahrzeuges der Cyclecar-Boom sich dem Ende zuneigte und der Motor ungewöhnlich klein war.

Cognet-de Seynes, Lyon: Herstellung von Autos 1912 bis 1926, angeblich 20 bis 30 Stück pro Jahr.

Colda, Paris: Produktion eines Mittelklassewagens von Ende 1921 bis 1922. Er entsprach in Aussehen und Leistung etwa dem Citroen B2, konnte aber preislich als Einzelanfertigung mit dem auf dem Fließband produzierten Citroen nicht mithalten. Mehr als die von mir geschätzten 12 Stück können daher eigentlich nicht gebaut worden sein.

Colin, Gennevilliers: 1932 ein Prototyp, 1933 zwei Serienfahrzeuge eines Cyclecar mit 500 ccm Zweitakt-Motor.

Colombe, Colombes: Die Firma beschäftigte sich 1920 bis 1925 mit der Montage eines wohl in irgendeiner Weise abgeänderten Ford Mod. T (die eigentliche Montage geschah in einem von Ford gesondert errichteten Werk in Bordeaux, das bis zur Fertigstellung des Werkes in Asnières betrieben wurde), daneben gab es von 1923 bis 1925 ein Cyclecar. Die von mir geschätzten Zahlen sind rein spekulativ.

Corre / Licorne, Neuilly s.S.: Produktion von Automobilen von 1901 bis 1949. Die Gesamtjahresproduktion (allerdings incl. der zahlenmäßig geringen Nutzfahrzeugproduktion) wie auch teilweise Chassisnummernserien für einzelne Typen können dem Weltnetz (www. corre-lalicorne.com.) entnommen werden. Im übrigen wurde die Produktion der einzelnen Typen von mir geschätzt, wahrscheinlich zu hoch, da ich die Nutzfahrzeugproduktion unberücksichtigt gelassen habe.

Cottin & Desgouttes, Lyon: Herstellung von Automobilen –meist der Mittel und Oberklasse- von 1905 bis 1931. Ich bin –wie in vergleichbaren anderen Fällen auch- von einer Jahresproduktion von 100 bis 200 Stück ausgegangen, gegen Ende der Firma schnell absinkend.

COVA, Paris: Fertigung von Rennwagen 1926, von mir auf 5 Stück geschätzt – es mögen auch weniger gewesen sein.

Crespelle, Paris: Produktion von Automobilen von 1906 bis 1923 in unbekannter Stückzahl, ab 1919 nur noch wenige veraltete Vorkriegsmodelle. Möglicherweise liegen meine Schätzungen zu hoch.

Croissant, Paris: Produktion von Automobilen von 1920 bis 1922, ein Vier- und ein Achtzylinder, jeweils mit Scap-Motor mit gleichen Zylindermaßen. Vom Achtzylinder dürften kaum Fahrzeuge gebaut worden sein, vom Vierzylinder auch nur wenige, sonst wäre das Unternehmen länger betrieben worden.

Cyclauto, Suresnes: Produktion von Cyclecars 1919 bis 1922/23 in unbekannter Anzahl. Da das Auto sich schlecht verkaufte (Bellu), bin ich von einer relativ geringen Stückzahl ausgegangen.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Dalila, Courbevoie: Produktion von Cyclecars 1923 bis 1924 oder 1922 bis 1923 in unbekannter Anzahl, angesichts des Cyclecar-Booms von mir auf insgesamt 60 Stück geschätzt, vielleicht war die Zahl geringer.

Darmont Morgan, Paris:: Produktion von Cyclecars 1920 bis 1939  in unbekannter Anzahl, Lizenz des britischen Morgan. Ich bin von einer während des Cyclecar-Booms hohen Produktion ausgegangen, ab 1926 von etwa 100 Autos im Jahr (+/- 50%), ab 1936 ständig stark sinkend, letzteres bestätigt Bellu.

D’Aux, Reims: Fortsetzung der Produktion des Causan in Reims 1924, wahrscheinlicher 1924/5.in unbekannter Anzahl: Ich bin angesichts der geschätzten Causan-Produktion von 10 Stück je Jahr 1924 bis 1925 ausgegangen.

De Bazelaire, Paris: Fertigung von Autos 1907 bis 1924, eher nicht bis 1928, da bei Bellu ab 1925 nicht mehr erwähnt, in unbekannter Anzahl. Zunächst handelte es sich um einen 10CV-Wagen und einen 14CV-Typ, wobei ersterer als „meistgebauter“ bezeichnet wird, indessen bei Bellu überhaupt nicht erwähnt wird. Ich habe geschätzt wie angegeben.

De Césac, Perigueux: Produktion von Autos 1922 bis 1927 in unbekannter Anzahl, von mir auf etwa 30 bis 40 Stück im Jahr geschätzt, an Anfang und Ende der Produktion weniger. Eine niedrigere Produktion hätte in meinen Augen ein schnelleres, eine höhere ein späteres Ende der Fertigung bedeutet.

De Dietrich: Siehe Lorraine-Dietrich

De Dion Bouton, Puteaux: PKW-Frtigung 1893 bis 1933. Die Kleinwagen-Produktion, für die De Dion berühmt wurde, war 1919 bereits aufgegeben, stattdessen kaprizierte man sich auf den Typ 10CV ID, der bis 1928 in über 20.000 Stück entstand. Sein Nachfolger LA/MA (12 CV) war weniger erfolgreich, ebenso scheinen alle anderen kurzfristig gebauten und daher wohl nur wenig erfolgreichen De Dion nur in relativ geringer Zahl hergestellt worden zu sein.

Deguingand, Puteaux: Bau eines Kleinwagens 1928/9 in unbekannter geringer Anzahl.

Defrance: Fertigung eines Cyclecar 1923, Produktionsstandort unbekannt, nur bei Bellu erwähnt, ich gehe daher von einer unbedeutenden (wenn überhaupt!) Produktion aus.

Delacour, Paris: Automobile 1913 bis 1920 in unbekannter Menge mit unbekannten Daten, offen ist, ob überhaupt eine Serienproduktion anlief.

Delage, Courbevoie: Automobilproduktion seit 1905, 1935 Konkursverfahren, Delahaye übernahm die Werksanlagen und fertigte weiterhin Delage-Wagen bis etwa 1950 in bescheidenen Zahlen. Gesamtstückzahlen der einzelnen Typen bis 1933 überliefert, nicht jedoch die Jahresproduktion, sodaß ich die Verteilung der jeweiligen Modelle auf mehrere Jahre nach meinem Gutdünken vornehmen mußte (ähnlich Bugatti). Die für 1928 und 1930 angegebenen Zahlen sind nur „Verkäufe“, haben also mit der tatsächlichen Produktion zunächst nichts zu tun. Für die Zeit ab 1933 mußte ich die Produktion schätzen, wobei ich von einem Tief 1935 (Konkurs) und einer anschließenden Erhöhung und dann erneuter Abwärtsbewegung ausgegangen bin.

delage-d8s

Delage Sport (vermutlich D8S) im Dienst der Wehrmacht als Fahrzeug des Kommandeurs der Nachrichten-Abt. 1016 (16.VGD), Elsaß Winter 1944/5, links im Bild der AbtKommandeur, Hptm. Lipp

Delahaye, Paris: Automobilproduktion seit 1895. Von etlichen Typen sind Stückzahlen überliefert, von anderen (meist wohl weniger bedeutenden) nicht. Soweit Zahlen zur Jahresproduktion angegeben sind, umfassen diese auch LKW, sind also wenig aussagekräftig. Die Verteilung der jeweiligen Modelle auf mehrere Jahre habe ich wie bei Bugatti vorgenommen, die Anzahl der zahlenmäßig nicht bezifferten Modelle nach freiem Gutdünken geschätzt, wobei ich mich meist von der Menge des Vorgänger- oder Nachfolgermodells inspirieren ließ.

Delaugère Clayette, Orleans: Automobilproduktion seit 1898 oder 1901 bis 1926 in im wesentlichen unbekannten Stückzahlen. Ab 1923 bis zum Produktionsende 1926 sollen etwa 300 Stück hergestellt worden sein, was etwa 100 Stück pro Jahr entspricht. Für die Zeit davor bin  ich von einem etwas höheren Jahresdurchschnitt (ca.150/Jahr) ausgegangen, was vielleicht auch in etwa der Jahresproduktion der letzten Vorkriegsjahre entsprach (vielleicht auch etwas darunterlag).

Delaunay-Belleville, St.Denis: Fertigung von Automobilen, vor allem der Luxus-Klasse, seit 1904 in unbekannten Stückzahlen. Für die Jahre 1931 bis 1933 ist die Gesamtjahresproduktion angegeben und gibt einen Einblick in die Jahresproduktion während der Wirtschaftskrise. Für die Zeit davor und danach bin ich von höheren Stückzahlen ausgegangen, habe allerdings für die Dreißigerjahre einen allgemeinen Trend zur Abkehr von Luxusautos, wie bei Bugatti und Hispano-Suiza nachgewiesen, unterstellt. Vielleicht habe ich in einzelnen Fällen zu hoch geschätzt.

De Lavaud, Paris: Mindestens zwei Autos 1927 bis 1928.

Delfosse, Cambrai: Fertigung von Automobilen 1922 bis 1926, die Anzahl ist vollständig für jeden Typ überliefert, sodaß sich ein vollständiges Bild ergibt.

Delpeuch, Neuilly s.S.: Herstellung von Autos 1922 bis 1925, sehr wenige, von mir mit insgesamt 10 Stück geschätzt, nach anderer Ansicht nur 1 Prototyp in 1924.

De Marcay, Paris:: Fertigung eines Cyclecar von 1920 bis 1921 oder 1922 in unbekannter Stückzahl, ich bin von insgesamt recht wenigen Exemplaren ausgegangen.

Derby, Courbevoie: Automobilherstellung 1921 bis 1936, für etliche Jahre ist die ungefähre Jahresproduktion angegeben, sodaß die Schätzung ein einigermaßen realistisches Bild der Produktion ergeben dürfte..

Desmoulins, Paris:: 1920 bis 1923 Bau eines PKW mit zwei Vierzylinder-Motoren hintereinander, Serienherstellung fraglich.

Dewald, Boulogne: Die auf schwere LKW spezialisierte Firma baute von 1922 bis 1926 insgesamt 6 Stück eines Achtzylinder-Wagens.

DFP (Doriot, Flandrin, Parant), Courbevoie: Automobilproduktion 1906 bis 1926 oder 1927 in unbekannter Anzahl, ich bin wie in anderen ähnlichen Fällen von durchschnittlich etwa 150 PKW pro Jahr ausgegangen.

Donnet, Nanterre: Die Firma entstand 1925 aus der Umfirmierung von Zedel (s.d.) und fertigte Autos bis 1936. Die Fertigung dieser relativ unbekannten Marke hatte erheblichen Umfang: Allein vom Zedel/Donnet CI6 (11CV) entstanden 1923 bis 1928 15.000 Stück, die ich wie angegeben auf die einzelnen Jahre verteilt habe. Im übrigen fehlen Zahlenangaben, wir erfahren lediglich, daß die Firma1927 und 1928 Frankreichs viertgrößter Automobilhersteller war: Für 1927 stimmt dies auch nach meiner Aufstellung, 1928 produzierte indessen Mathis nach meinen Unterlagen über 1.000 PKW mehr als Donnet.
Angesichts der hohen Produktionszahlen des Typs CI 6 habe ich auch relativ hohe Fertigungszahlen für seinen Nachfolger Donnet CI 10 unterstellt, ebenso für den kleineren Typ G bzw. seinen Nachfolger CI 7. Lediglich für den großen Typ K (14CV) habe ich geringere Stückzahlen angesetzt, zumal der Typ 1933/4 ohne Nachfolger aus dem Programm verschwand, die Fertigung eines Autos in dieser Größenklasse sich also für Donnet offenbar nicht mehr lohnte. Die Stückszahlen ab etwa 1931/2 für die einzelnen Modelle sind stark spekulativ, vielleicht war bis zum Schluß die Produktion in diesen Jahren höher.

D’Yrsan, Asnières: Produktion von Cyclecars 1923 bis 1930, die auf jeden der drei gebauten Typen entfallende Anzahl ist überliefert, nicht jedoch die konkrete Produktion jeden Jahres. Ich habe während des Cyclecar-Booms eine relativ hohe Produktion unterstellt, später langsam auslaufend.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

EHP (Etablissement Henri Precloux), Garenne-Colombes: Produktion von Cyclecars 1921 bis 1929 in unbekannter Anzahl, Ich habe während des Cyclecar-Booms 1922 bis 1925 eine relativ hohe Jahresproduktion geschätzt, später langsam auslaufend.

ELFE, Vierzon: Fertigung von Autos 1919 bis 1921 oder 1922 in unbekannter Zahl. Fraglich ist, ob irgendeiner der gebauten Typen überhaupt in Serie gefertigt wurde, ich habe daher eine sehr niedrige Stückzahl angenommen.

Emile Pilain, Levallois-Perret: Herstellung von Autos 1930 bis1931/2, insgesamt unter 100 Stück. Ich habe angesichts der kurzen Produktionszeit etwa 70 Stück geschätzt.

Exau, Paris:: Produktion eines Cyclecar von Ende 1922 bis1923 oder 1924 in unbekannter Anzahl, ich habe geschätzt wie geschehen, vielleicht waren es mehr.

Fama: Siehe Six

Farman, Billancourt: Flugzeughersteller, der sich 1919 bis 1931 auch der Automobilproduktion zuwandte, Fertigung eines Luxuswagens in unbekannter Anzahl, ich bin von 10 bis 20 Stück pro Jahr ausgegangen.

Fasto, St.Ouen: Automobilproduktion 1925 bis 1929, der Haupttyp A3 wurde von 1926 bis 1928 in 100 Stück gefertigt, dementsprechend habe ich die Produktion der übrigen Typen geschätzt.

Fonlupt, Levallois: Automobilproduktion 1920 bis1921/22 in unbekannter Anzahl, ein Vier- und ein Achtzylinder mit gleichen Zylindermaßen. Bellu nennt Fertigung in geringem Umfang, ich habe entsprechend geschätzt.

Ford/Matford, Bordeaux, sp.Asnieres: Die Geschichte von Ford France ist –im Gegensatz zur Geschichte anderer Ford-Werke- erstaunlich lückenhaft und widersprüchlich:
Zunächst gab es ein Montagewerk in Bordeaux, in dem der Ford T montiert (und nicht produziert) wurde. 1925 entstand ein neues Werk in Asnieres bei Paris, hier wurde weiterhin der Ford T gebaut (unklar, ob produziert oder montiert), gefolgt 1927 bis 1931 vom Ford A in unbekannter Anzahl (Beaulieu Encyclopaedia spricht von Produktion, nicht von Montage).
Ab 1932 wurde bis 1934 der britische Ford Y gefertigt, verkaufte sich indessen schlecht (Beaulieu Encyclopaedia), ferner der britische Ford AF.
Zumindest 1934 gab es auch den Ford AN, der wohl dem amerikanischen Ford B entsprach.
1932 erschien der Ford V8 mit 3,6-Liter-Motor, der in verschiedenen Varianten bis 1939 (oder 1940?) gebaut wurde, daneben ab 1936 auch mit dem 2,23-Liter-Motor. Stückzahlen sind leider kaum vermerkt: 1935 sollen 1.049 Autos insgesamt gebaut worden sein, 1938  insgesamt. 8.898 Stück und 1939 etwas über 4.000 Stück. Wie diese sich auf die einzelnen Typen verteilten, bleibt offen.
Nach dem Zusammenschluß mit Mathis hieß die Firma Matford. Ab 1938 begann man in Poissy bei Paris eine neue Fabrik  zu errichten, die im Frühjahr 1940 mit der Produktion begann, aber wegen des mittlerweile erfolgten Kriegseintritts Frankreichs zunächst nur LKW herstellte. Emile Mathis war inzwischen bei Ford mehr oder weniger ausgebootet worden, ab 1940 hießen die Produkte aus Poissy wieder Ford, wenn auch die Firma Matford –ursprünglich auf 50 Jahre angelegt- offiziell erst am 10.6.41 beendet wurde (Bellu 40-46, S.44).

Ford-Mortier, Paris: Von 1912 bis 1933 wurden über 50 Ford Mod.T, später Mod. A von dieser Firma umgebaut – also etwa 2 – 4 pro Jahr.

Fournier, Levallois-Perret: Automobilproduktion 1913 oder 1909  bis 1924 in unbekannter Anzahl, meist Cyclecars. Angesichts des Cyclecar-Booms wäre man geneigt, eine recht hohe Produktion zu schätzen, könnte dann aber nicht erklären, warum die Produktion auf der Höhe des Booms (1924) eingestellt wurde. Möglicherweise hatte zumindest der Typ Baby Silvestre Mängel, die seinen Verkauf hinderten.

Fox, Puteaux: Automobilproduktion 1912 bis1923 in unbekannter Anzahl, wohl vor allem für den englischen Markt. Ich habe eine Jahresproduktion von 15 bis 20 Autos unterstellt, vielleicht ist diese Schätzung zu gering.

Francon, Rueil-Malmaison: Herstellung von Kleinwagen 1921 bis 1925 (oder 1926?). Dem Wagen war kein Erfolg beschieden, ich habe daher entsprechend niedrig geschätzt.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Galba, Corbevoie: Herstellung von Kleinwagen: 1929 ein Prototyp, 1930 Serie in unbekannter Höhe, 1931 Weiterbau als Huascar. Ich habe für 1930 und 1931 die Stückzahl geschätzt.

Gamma, Corbevoie: Fertigung von Automobilen 1914 (oder erst 1921?) bis 1922 in unbekannter Anzahl, mehrere Modelle. Ich habe angesichts der kurzen Fertigungsdauer die Jahresproduktion recht niedrig geschätzt.

GAR(Gardahaut), Asnières: Fertigung von Autos 1922 bis 1931 (oder 1933?) in unbekannter Anzahl. Die Autos waren im wesentlichen Cyclecars, entsprechend habe ich für die Zeit 1923 bis 1925 sehr hohe, danach abfallende Produktion geschätzt.

Gauthier, Blois: Herstellung von Automobilen 1904 bis 1937, insgesamt etwa 350 Stück (also im Schnitt ca.10 / Jahr), demnach Einzelexemplare auf Wunsch. Für die Zeit nach 1919 wird ein Typ „Avionette“ genannt, der alle Merkmale eines Cyclecar hat, es gab vermutlich noch weitere Modelle. Ich habe unterstellt, daß die Firma auch am Cyclecar-Boom irgendwie partizipierte und daher 1920 bis 1925 für ihre Verhältnisse relativ viele Autos jährlich produzierte.

Genestin, Fourmies (Nord): Fertigung von 15 Autos im Jahr 1919 und erneut 1926 bis 1929 in unbekannter Anzahl, für letzteren Zeitraum habe ich insgesamt etwa 100 Stück geschätzt.

Georges Irat, Chatou: Fertigung von Autos 1921 bis 1939, für 1922 bis 1928 gibt es Schätzungen der Jahresproduktion. Danach bis etwa 1934 muß die Produktion sehr kümmerlich gewesen sein, zumal die angebotenen Sechs- und Achtzylinder-Wagen in der Wirtschaftskrise kaum Käufer gefunden haben dürften. Durch Erscheinen eines kleinen Sportwagens, der von 1935 bis 1939 in ca. 1.500 Stück gebaut wurde, belebte sich die Produktion wieder, hinzu kam 1938 der Typ 11CV mit Citroen-Motor, der bis 1939 in 45 Exemplaren gebaut wurde.

Georges Roy, Bordeaux: Fertigung von Autos 1906 bis 1928 (oder 1929?) in unbekannter Anzahl. Es gab nach 1918 zwei Typen: OBD 14 CV von 1919 bis1926 und SBD 10CV von 1921 bis 1928. Für den 14CV habe ich eine ab 1921 schwindende Produktion unterstellt, für den 10CV eine ab 1921 steigende und schließlich ab 1926 einen raschen Produktionsrückgang bis zum Produktionsende 1928.

­GM(Gendron et Michelot), Paris: Fertigung von Autos 1924 bis 1928 in unbekannter Anzahl. Der 10CV-Typ scheint sich schlecht verkauft zu haben, er wurde nur 1925 angeboten. Der 7CV-Typ blieb dagegen bis zum Ende in Produktion, hier habe ich eine höhere jährliche Stückzahl angenommen. Der 1,2Liter-Sechszylinder dürfte nur in ganz wenigen Exemplaren gefertigt worden sein.

Gnome-Rhone, Paris: Der Flugmotorenhersteller baute 1919/20 drei Luxuswagen, siehe auch Piccard-Pictet.

Gobron, Levallois: die seit 1898 existierende Firma baute Autos 1919 bis 1929. Vom 7,5Liter-Wagen mit Gegenkolben-Motor existierte nur ein Prototyp, von dem von 1919 bis 1921 gebauten 20/30CV ist die gebaute Zahl unbekannt, viele werden nicht gefertigt worden sein. Der 10CV und 8CV wurden in zusammen 150 Stück bis 1927 gefertigt, die ich wie angegeben auf die einzelnen Jahre verteilt habe, und 1928 erschienen noch zwei Autos des Typs CA4 Turbo Sport.

Gregoire, Poissy: Fertigung von Autos 1903 bis 1923 in unbekannter Anzahl. Angesichts des baldigen Endes der Firma 1923 habe ich bereits vom 15CV-Typ wenige geschätzt, vom Typ 1100 sollen es ohnehin wenige gewesen sein.

Griffon, Courbevoie: Herstellung eines Cyclecar von 1921 bis 1924. Aufgrund des Cyclecar-Booms wäre man geneigt, eine recht hohe Produktion zu schätzen, kann dann aber nicht erklären, warum die Fertigung auf der Höhe des Booms (1924) eingestellt wurde. Möglicherweise hatte der Typ unbehebbare Mängel, die schließlich zum Ende der Firma führten.

GRP, Paris: Fertigung eines Mittelklassewagens 1924 bis 1928, der hauptsächlich als Taxi Verwendung fand, in unbekannter Anzahl. Da insoweit ein fest umrissener und kalkulierbarer Absatzmarkt vorhanden war, habe ich eine vergleichsweise für die vier Produktionsjahre hohe Jahresproduktion geschätzt.

Guilick, Maubeuge: Die Firma existierte von 1919 bis 1928 und fertigte Autos mit verschiedenen Fremdmotoren von 1924 bis 1925 in unbekannter Anzahl, ich habe geschätzt wie angegeben, möglicherweise zu hoch.

Guyot, Orleans oder Clichy?: Produktion eines Wagens der gehobenen Mittelklasse 1925 bis 1931 in unbekannter Anzahl. Angesichts der Exklusivität des Fahrzeuges bin ich von einer sehr geringen Jahresproduktion ausgegangen.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Harris-Leon-Laisne: Siehe Leon-Laisne

Heinis, Neuilly s.S.: Automobilproduktion in sehr geringem Umfang 1925 bis ca.1930. Die Firma ist bei Bellu nicht erwäht, sie stellte wohl nie auf dem Pariser Salon aus. Bekannt sind mindestens vier Typen, was darauf hindeutwen könnte, daß es sich mehr oder weniger um Einzelanfertigungen auf besonderen Kundenwunsch hin handelte, nicht um Serienproduktion. Von einer Schätzung habe ich abgesehen.

Helica, Paris: Herstellung eines durch einen Propeller angetriebenen Autos 1919 bis 1923. Der Typ ging offenbar nie in Serie, es blieb bei mehreren Versuchsmodellen.

Hinstin, Cons-la Granville: Produktion von Autos 1919 bis 1931 unter dem Namen SUP und dann als Hinstin 1921 bis 1926 in unbekannter Anzahl. Die Fertigung des 1,8Liter-Modells erfolgte offenbar nur bis 1921, die Behauptung, es wären 5 Stück pro Tag gefertigt worden (bei 300 Werktagen also 1.500 Stück im Jahr) scheint völlig überzogen: Anderenfalls wäre die Produktion nicht 1921 wieder eingestellt worden. Bei meinen Schätzungen der Fertigung dieses Typs habe ich mich an der Obergrenze der von mir vorstellbaren Menge gehalten.
Nachdem der 1,8Liter-Typ offenbar kein dauerhafter Erfolg war, wandte man sich einem Kleinwagen/Cyclecar zu, von dem angeblich 700 Stück im Jahr 1921 bestellt und bis 1923 ausgeliefert wurden: Auch das erscheint ausgesprochen hoch, wurde hier mangels anderer Zahlen zunächst einmal als wahr unterstellt und entsprechend eingetragen, bleibt aber fraglich (oder erfolgte die Auslieferung bis 1926? Das wäre halbwegs schlüssig). Hinstin, der Konstrukteur, ging später zu Citroen und konstruierte dort zusammen mit Kégresse Halbkettenfahrzeuge.

Hispano-Suiza, Bois-Colombes: Fertigung von Luxusautos 1911 bis 1938. Die Produktionszahl der meisten Typen ist angegeben, eine Jahresproduktion nur für 1931.
H6: Ich bin von einer bis 1925 langsam steigenden und dann rasch wieder fallenden Kurve ausgegangen.
Monza: Nur 6 Stück im Jahr 1922.
H6B und H6C: Ich bin von einer quasi gleichmäßigen Verteilung der insgesamt produzierten 260 Stück über die gesamte Produktionszeit ausgegangen, am Anfang und am Ende weniger.
I-6: Produktion von 1924-26, keine Zahlen. Waren es besonders viele, weil der Wagen relativ klein war (ähnlich dem Maybach SW 35/38/42)? Oder waren es besonders wenige, weil ein Hispano-Suiza in dieser Größenordnung sich nicht verkaufte? Ich habe daher von einer Schätzung abgesehen.
HS 26: 200 (oder nur 124?) Stück 1931 bis 1933. Der Wagen wurde mit der Firma Ballot 1931 übernommen, taucht aber auch bei Ballot als 1931/2 gebaut auf. Bleibt alles unklar.
T68: 76 Stück von 1932 bis 1937, ich bin von einer mehr oder weniger gleichmäßigen Verteilung über die 6 Produktionsjahre ausgegangen.
J12: 110 Stück im Jahr 1937 (oder 1935 bis 1937?)
K6: 1.070 Stück von 1934 bis 1938.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß diese Nobelmarke mit Weltruhm eine detailliertere Firmenchronik verdient hätte, die die oben aufgezeigten offenen Fragen klärte.

H.L.,St.Cloud: Produktion eines Mittelklassewagens 1924 in unbekannter Anzahl.

Hotchkiss AM 80 (1928), Louwman-Museum

Hotchkiss, St.Denis: Rüstungskonzern, Automobilproduktion 1903 bis 1952. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, fehlen Angaben zur Produktionshöhe der einzelnen Typen, für etliche Jahre ist die Gesamtproduktion angegeben. Insgesamt sind die Schätzungen der Produktionshöhe recht spekulativ. Eine Firmengeschichte, die die Produktionsstatistik aufarbeiten würde, wäre wünschenswert. Einige hübsche Photos hier.

Huascar: siehe Galba.

Hurtu, Rueil: Fertigung von Automobilen bis 1930 in unbekannter Stückzahl. Wie bei ähnlichen Firmen auch, bin ich von einer stagnierenden Produktion von 100 bis 150 Autos pro Jahr ausgegangen, zum Ende hin rasch absinkend.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Impar, Le Havre: Fertigung der Typen A4 und HB4 von 1924 bis 1925 in unbekannter (vermutlich sehr geringer) Anzahl.

Induco: Fertigung eines Kleinwagens 1927 in unbekannter Anzahl.

Ispano-Francia, Biarritz: Produktion von Automobilen 1913 bis 1920, auch unter dem Namen „Belladeux“, in unbekannter Anzahl. Viele können es nicht gewesen sein.

Jack Enders, Asnières: Fertigung von Automobilen1914 bis 1920 in unbekannter Stückzahl

Jacquemont, Paris: Herstellung eines Cyclecar 1922/3 (oder bis 1925?) in unbekannter Stückzahl, fraglich ist, ob überhaupt eine Serienproduktion erfolgte oder es nicht bei einem oder mehreren Versuchsmodellen blieb. Die Firma wird nach 1923 bei Bellu nicht mehr erwähnt, stellte also zumindest nicht mehr auf dem Pariser Salon aus.

Janemian, Bièvres: Fertigung von Automobilen 1920 bis 1923 in unbekannter Stückzahl, ich bin angesichts der Tatsache, daß es meist Cyclecars waren, von einer für die kurze Zeit der Produktion recht hohen Stückzahl ausgegangen, vielleicht liege ich mit meinen Schätzungen zu hoch.

Jean Gras, Lyon: Herstellung von Autos 1924 bis 1930 in unbekannter Stückzahl: der Typ 8CV wurde 1926 aufgegeben, war also offenbar kein Erfolg, der Typ 10 CV durch den 9CV Six abgelöst, dürfte also in etwas größeren Stückzahlen gefertigt worden sein.

Jean Groupy, Paris: Produktion von 3 Cyclecars 1923.

Jacques Muller: Siehe BNC

Jou, Suresnes: Fertigung von Automobilen 1913 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, ich habe die Fertigung gering geschätzt wie angegeben.

Jouffret, Colombes: Herstellung von Automobilen 1920 bis 1928 in unbekannter Stückzahl. Der erst 1924 angebotene 7CV scheint kein Erfolg gewesen zu sein, seine Fertigung wurde 1926 schon wieder aufgegeben. Vom Typ 10CV habe ich angesichts der doch achtjährigen Produktionsdauer eine höhere jährliche Produktionsrate, am Ende schwächer werdend, unterstellt.

Jousset, Bellac (Haute Vienne): Fertigung von Automobilen 1924 bis Ende 1927 (oder 1928?),   insgesamt 12 Stück.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Kevah, Paris: Fertigung von Cyclecars 1920 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, ich bin angesichts des Cyclecar-Booms von einer für die kurze Zeit recht hohen Produktion ausgegangen, vielleicht war sie niedriger.

La Licorne: Siehe Corre

La Buire, Lyon: Fertigung von Automobilen 1904 bis 1929 oder 1930 in unbekannter Stückzahl, ich bin –wie in etlichen ähnlichen Fällen- von einer bei etwa 100 bis 150 Stück jährlich stagnierenden Produktion bis kurz vor Produktionsende ausgegangen.

Lafitte, Gennvilliers: Fertigung von Cyclecars 1924 bis 1928 in unbekannter Stückzahl, angesichts der Tatsache, daß 1924 der Cyclecar-Boom schon fast vorbei war, bin ich von einer niedrigen durchschnittlichen Produktion pro Jahr ausgegangen.

La Gazelle, Neuilly: Fertigung von Automobilen 1913 bis 1920 in unbekannter Stückzahl, wie auch in anderen ähnlichen Fällen, habe ich eine sehr geringe Produktion unterstellt.

Lancia-France, Bonneuil s.M.: Lizenzproduktion des Lancia Augusta und des Lancia Aprilia  1934 bis 1938 in insgesamt bekannten Stückzahlen.

La Panthére, Paris: Herstellung eines Cyclecar 1922/3 oder 1921/2 oder 1922 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, nicht in allen Sammelwerken erwähnt: Angesichts der unterschiedlichen Angaben zu Produktionszeiträumen und fehlender Erwähnung war die Firma vermutlich unbedeutend, dementsprechend niedrig die Produktion.

La Perle, Boulogne s.S.: Fertigung von Automobilen 1913 bis 1927, vom Typ 9CV liegen Stückzahlen vor, zu schätzen war lediglich ein Kleinwagen/Cyclecar mit V2-Motor: Angesichts der Tatsache, daß die Produktion bereits nach einem Jahr wieder eingestellt wurde und auch sonst der Produktionsumfang jährlich eigentlich maximal 15 bis 20 Autos umfaßt haben kann, habe ich entsprechend niedrig geschätzt.
Zu schätzen war weiterhin der Produktionsumfang des 1,5-Liter-Sechszylinder: Auch hier bin ich von ganz wenigen Stück pro Jahr ausgegangen, da sechs Zylinder für einen wagen mit 1,5 Litern Hubraum eigentlich ungewöhnlich sind und waren und das Käuferpublikum derartige Ungewöhnlichkeiten nicht honoriert. Vielleicht habe ich indessen zu niedrig geschätzt: Immerhin wurde der Typ über vier Jahre produziert, und derart kleine Sechszylinder waren in den Zwanzigerjahren häufiger auf dem Markt.

La Ponette, Clichy: Fertigung von Automobilen 1909 bis 1925 in unbekannter Stückzahl. Die Produktion des 1,5-Liter-Vorkriegsmodells und seines Nachfolgers 8CV habe ich vielleicht teilweise etwas hoch geschätzt. Der 2,9-Liter-Typ ist bei Bellu nicht nachgewiesen, seine Existenz daher fraglich. 1923 begann man mit einer „Neukonzeption“ des Programms, war aber damit offensichtlich nicht erfolgreich, denn 1925 kam die Pleite: Vielleicht hätte man sich bei Neukonzeption besser auf einen Typ statt auf drei konzentriert. Die Produktionsschätzungen für 1924 und 1925 sind rein spekulativ: Vielleicht sind sie für 1924 zu hoch.

La Torpille, Saumur: Motorradhersteller, der von 1919 bis 1923 auch insgesamt 12 Autos verschiedener Typen baute, also im Durchschnitt etwa 2 pro Jahr.

Le Méhari, Charleville-Mezieres: Fertigung eines Cyclecars mit zwei Motoren 1924 (Bellu) oder 1927 in unbekannter Stückzahl: In jedem Fall werden von diesem ungewöhnlichen Gefährt nicht viele gefertigt worden sein, wenn es überhaupt zu einer Serienfertigung kam.

Léon Bollée, ab 1926 Morris-Léon-Bollée, Le Mans: Fertigung von Automobilen bis 1933 in unbekannter Stückzahl. Für die Jahre vor 1926 war ich auf Schätzungen angewiesen: Nach Laux betrug vor 1914 die Jahresfertigung 150 bis 350 Stück pro Jahr, ich habe diese Größenordnung daher auch für die frühe Nachkriegszeit unterstellt. Etwa 1924/5 müssen die Geschäfte schlecht gelaufen, die Produktionsziffern also gesunken sein, sonst hätte nicht Morris als Retter in der Not auftauchen können. Für die Zeit nach Übergang auf die Firma Morris gibt es zwar Angaben zu Stückzahlen der einzelnen Typen, offen bleibt jedoch, wie sich diese Stückzahlen auf die einzelnen Jahre verteilten. Klar ist lediglich, daß gegen Ende der jährliche Ausstoß an Autos immer geringer wurde.

Léon Laisne, ab 1927 Harris-Léon-Laisne, Nantes: Fertigung von Automobilen 1910 bis 1933 in unbekannter Stückzahl, ab 1927 bis zum Konkurs 150 Stück. Für die Zeit davor habe ich Anfang der Zwanzigerjahre etwas höhere, dann geringere und nach dem Einstieg von Harris zunächst erneut steigernde Stückzahlen unterstellt, gleichwohl bleibt die Verteilung auf die einzelnen Modelle stark spekulativ.

Léon Paulet, Marseille: Fertigung von Automobilen der gehobenen Mittelklasse von 1921 bis 1925 in ca. 20 Stück.

Licorne: Siehe Corre

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Kühler La Licorne, Motor-Museum Saumur

Lombard, Argenteuil: Fertigung von Rennwagen von 1927 bis 1929, nach Bellu bis 1932, meist mit 1,1-Liter-Motor. Mehr als die von mir angenommenen etwa 20 Stück können es eigentlich nicht gewesen sein (vg. die Fußnoten zu den einzelnen Jahren).

Lorraine-Dietrich, Argenteuil: Schwerpunkt der Fertigung waren seit dem 1. Weltkrieg die Flugmotoren, hier war Lorraine-Dietrich mit dem Typ 12 E Anfang der Zwanzigerjahre führend. Daneben nahm man 1920 die Fertigung von Automobilen der gehobenen Mittel- und Oberklasse wieder auf und hatte damit ein Warenangebot (Flugmotoren und Luxusautos), das in den Zwanzigerjahren häufig war (Rolls-Royce, Hispano-Suiza, Isotta-Frascini). Haupttyp war der Typ 15CV mit 3,5-Liter-Motor, gebaut bis 1933, von diesem gab es ab 1925 auch eine Sport-Variante mit etwas gehobener Leistung. Genaue Stückzahlenangaben fehlen meist, für Febr. 1921 ergibt sich aus Unterlagen der Hausbank ein Auftragsbestand von 832 Stück, die (neben einigen weiteren später bestellten) alle im gleichen Jahr fertiggestellt wurden, sodaß von einer Gesamtfertigung von ca. 1000 Stück ausgegangen werden kann (also ähnlich hoch wie die Produktion in den letzten Vorkriegsjahren). 1927 bis 1929 wird eine geschätzte Stückzahl von ca.360 bis 300 im Jahr vermerkt, die ich mit 360 für 1927, 300 für 1929 und 330 für 1928 angenommen habe: Seit 1921 habe ich ein gleichmäßiges Sinken der jährlichen Produktion unterstellt und die jährliche Produktion durch Interpolation geschätzt. Ab 1931 liegen jährlich gebaute Gesamtstückzahlen vor, danach war zu diesem Zeitpunkt die Produktion minimal. Die Aufteilung auf Limousine und Sporttyp ist stark spekulativ und folgt der allgemeinen Regel, daß etwa 10 bis 20% eines Autos auf eine Sportvariante entfallen. Die Gesamtzahl der gebauten 15CV soll 5000 bis 8000 Stück (Faures) oder „mehrere tausend“ (Beaulieu Encyclopedia) umfaßt haben, ich selber komme auf knapp 6.000 Stück, das Ergebnis liegt also im Rahmen der übrigen Schätzungen.

Vom 15CV gab es ab 1922 eine Vierzylinder-Ausführung (den 12CV) bis zumindest 1926, für die Jahre 1927 und 1928 wird er zwar bei Bellu noch erwähnt, wurde also wohl im jährlichen Pariser Salon ausgestellt, indessen ist er in der Werkschronik von Faures nicht mehr aufgeführt: Ob es noch unverkaufte Restexemplare gab oder ob er in der Hoffnung auf neue Bestellungen ausgestellt wurde, bleibt offen. Die von mir angenommenen Stückzahlen sind höchst spekulativ.

Gleiches gilt für den ab 1920 bis 1926 gebauten und bis 1928 angebotenen 30CV, einen Wagen der Luxusklasse mit 6-Liter-Motor, der in geringen Stückzahlen in letztlich unbekannter Höhe gefertigt wurde.

Der von 1931-35 gebaute Typ Lorraine-Dietrich 20CV kann angesichts der für diese Zeit bekannten Gesamtstückzahlen in nur unbedeutenden Mengen hergestellt worden sein. Er erschien 1931 mitten in der Weltwirtschaftskrise, von der sich Frankreich eigentlich bis 1939 nicht richtig erholt hat, und die auch zum Untergang der meisten anderen französischn Luxusmarken führte, die eintweder den Bau von PKW der Oberklasse gänzlich einstellten (Farman, Hispano-Suiza, Rochet-Schneider) oder  aber 1939 quasi nur noch auf dem Papier existierten (Bugatti, Delage, Delaunay-Belleville, Voisin).

Nach Einstellung des Baus von Luxusautos wandte sich Lorraine-Dietrich der Produktion von Militärfahrzeugen zu, wobei man sich auf Lizenzproduktion beschränkte. Für die PKW zu erwähnen ist  der etwa 1938 noch 12 Stück des Tempo G 1200 sowie der nur als Prototyp gebaute Tatra 75.

Louis Chenard, Colombes: Fertigung von Automobilen 1920 bis 1932 in unbekannter Stückzahl. Nachdem die Firma bei Bellu mehrfach als „kleine Marke“ beschrieben wird, bin ich von einer geringen, aber stetigen Jahresproduktion von etwa 20 Stück im Jahr ausgegangen.

LUC Court, Lyon: Fertigung von Automobilen 1899 bis 1936 in unbekannter Stückzahl, Schwerpunkt lag immer bei der Nutzfahrzeugproduktion. Daneben gab es PKW in geringer schwer zu schätzender Anzahl, ich habe eine geringere Jahresproduktion entsprechend geschätzt.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Madou, Paris: Fertigung von Automobilen von Ende 1922 bis 1925 in unbekannter Stückzahl, angesichts des kurzen Produktionszeitraumes von rund drei Jahren bin ich von einer relativ geringen Produktion ausgegangen.

Majola, Paris: Fertigung von Automobilen 1911 bis 1928 in unbekannter Stückzahl, Die Dauer der Fertigung sowohl des Typs 6CV bzw.7CV einerseits und 10 CV andererseits deutet darauf hin, daß die Produktion beider Modelle nicht ganz unbedeutend war. ich bin daher von einer Jahresproduktion von insgesamt etwa 100 Stück ausgegangen, vielleicht waren es auch mehr.

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Majola-Motor, Motor-Museum Saumur

Major, Paris: Herstellung eines Cyclecar von 1919 oder 1920 bis 1921 (oder 1923?)  in unbekannter Anzahl. Nach Bellu Ausstellung auf dem Pariser Salon 1920, danach nicht mehr, dies spricht gegen eine Fertigung nach 1920. Nachdem weder das Anfang noch das Ende der Fertigung genau feststeht, schätze ich die Produktion eher gering ein. 1932 erschien unter dem Namen Major nochmals ein offenbar nie in Serie gegangener Prototyp eines Kleinwagens.

Marguerite, Courbevoie: Fertigung von 450 Cyclecars von 1922 bis 1928. Ich bin während des Cyclecar-Booms (bis 1925/6) von einer relativ hohen, danach langsam auslaufenden Jahresproduktion ausgegangen.

Marlborough, Aubervillers: Fertigung von Automobilen 1906 bis 1926 in unbekannter Zahl, verschiedene Modelle mit Fremdmotoren, meist Kleinwagen, möglicherweise Herstellung nur auf Wunsch. Bellu erwähnt die Firma nicht, sie stellte offenbar nie im Pariser Salon aus. Ich bin von einer sehr geringen Jahresproduktion ausgegangen.

Mase, St.Etienne: Produktion von Cyclecars und Kleinwagen 1921 bis 1924. Unter Berücksichtigung des Cyclecar-Booms bin ich von einer recht steil steigenden und dann wieder fallenden Produktionskurve ausgegangen.

Mass, Courbevoie: Fertigung von Autos 1903 bis 1923. Aus dem vor dem Kriege recht reichhaltigen Angebot der Firma blieb nach 1918 nur der Typ 15,9HP übrig, der –wie die Typenbezeichnung nahelegt- wohl vor allem nach England exportiert wurde. Das Geschäft war 1923 zu Ende: Sei es aufgrund angehobener Importzölle in Großbritannien, sei es, daß Großbritannien in der Lage war, in der entsprechenden Größenklasse genügend eigene modernere Autos zu produzieren. Von einer Schätzung habe ich abgesehen.

Mathis, Straßburg: Produktion von Autos als Mathis bis 1934/5. Dank des sehr rührigen Mathis-Clubs konnte ich die Stückzahlen der einzelnen Modelle dieses zeitweise viertgrößten französischen Automobilproduzenten erfahren, leider jedoch nicht die Anzahl der jährlich gebauten Fahrzeuge – hier liegen nur aus Einzelquellen teils ungenaue, teils widersprüchliche oder auch größenordnungsmäßig nicht nachvollziehbare Angaben vor: So soll 1926 der 20.000. Mathis gefertigt worden sein, die Summe aller 1919 bis 1925 produzierten Mathis beträgt aber bereits 25.000 Stück, hinzu kommen etwas über 1000 Stück, die vor dem 1.Weltkrieg gefertigt wurden. Ende 1924 soll die tägliche Fertigung 100 Stück betragen haben, man würde also im Jahr mindestens 50 pro Tag vermuten: Das wären aber bei 300 Werktagen 15.000 Autos im Jahr, während tatsächlich nur etwa 4.000 bis 5.000 gefertigt worden sein können.
Trotz fehlender Jahresstückzahlen bleibt als Faktum bestehen: Wenn die Stückzahlen für die einzelnen Typen stimmen (und ich habe zunächst keinen Grund, sie anzuzweifeln), lag die Blütezeit von Mathis kurz vor dem Ende der Firma mitten in der Weltwirtschaftskrise. Es war also keinesfalls so, daß ab 1930 die Verkaufszahlen sanken, wie z.B. in der Beaulieu Encyclopaedia nachzulesen. Die Gründe des Scheiterns und des Zusammenschlusses mit Ford liegen offenbar tiefer, sie zu klären ist hier nicht Zeit noch Raum: Dies ist Aufgabe einer besonderen Firmengeschichte, derzeit noch ein Desiderat.

Matthey & Martin, Paris: Fertigung eines Cyclecar 1923 bis Ende 1924 in unbekannter Stückzahl, ich bin von einer recht geringen Zahl ausgegangen, da sonst das Unternehmen nicht nach so kurzer Zeit wieder eingestellt worden wäre: Vielleicht habe ich zu niedrig geschätzt.

Mauve, Levallois: Produktion eines Cyclecar 1923 /4 mit unbekannten Daten, wahrscheinlich nur ein nie in Serie gegangener Prototyp.

Max, Billancourt: Produktion von Kleinstwagen 1925 bis 1929 in unbekannter Stückzahl, ich bin wegen des sehr kleinen Motors von einem relativ geringen Fertigungsumfang ausgegangen, vielleicht lag die Produktion höher.

Maximag, Lyon: Fertigung von Kleinwagen 1924 bis 1928 in unbekannter Stückzahl, offenbar Lizenzbau des gleichnamigen Schweizer Automobils, bei dem möglicherweise nur die Karosserie in Frankreich hergestellt und der Rest aus der Schweiz importiert wurde.

Messier, Montrouge: Propellerhersteller, der sich im Automobilbau 1925 bis 1931 versuchte:
Zunächst ein angeblich auf der Basis des Rolland-Pilain 10CV in offenbar nur wenigen Exemplaren gebauter Mittelklasse-Wagen, hierbei allerdings das Problem, daß der Rolland-Pilain 10CV einen 1,9-Liter-Motor hatte, während der Messier einen 1,6-Liter-Motor aufwies.
1928 erschien ein Sechszylinder-Wagen, dessen Motor auch dem Hause Rolland Pilain entstammt sein konnte, dieser Wagen wurde nur ein Jahr lang angeboten, war also offenbar kein Erfolg.
Ebenfalls 1928 erschienen die Typen 20 CV und 30 CV mit Achtzylinder-Lycoming-Motor, von denen bis 1931 zusammen etwa 50 Stück gebaut worden sein sollen, im Jahresdurchschnitt also etwa 15 bis 20 Stück.

Michel Un, Paris: Ein 1926 vorgestellter Mittelklasse-Wagen auf Basis des Donnet 10/12CV mit automatischem Getriebe, Serienproduktion fraglich.

Michel Irat, Paris: Fertigung eines vom Brasier TE4 abgeleiteten Kleinwagens von 1928 oder 1929 bis 1930 in unbekannter Stückzahl. Nachdem ich die Fertigung des Brasier mit maximal 50 Stück pro Jahr geschätzt habe, muß die Produktion des Michel Irat erheblich geringer gewesen sein.

Micron, Toulouse: Produktion von einzylindrigen Kleinstwagen (keine Cyclecars!) 1925 bis 1930 in unbekannter Stückzahl, ich bin angesichts des ungewöhnlichen Erscheinungsbildes der Fahrzeuge von einer  geringen jährlichen Produktion ausgegangen.

MJ, Neuilly: Fertigung von Automobilen 1919 bis 1922 in unbekannter Stückzahl. Viele werden von der „obskuren“ (Beaulieu Encyclopaedia) Firma nicht gebaut worden sein.

Monet-Goyon, Macon: Fertigung von Cyclecars 1921 bis 1926 in unbekannter Stückzahl, ich bin angesichts des Cyclecar-Booms von einer relativ hohen Produktionszahl ausgegangen.

Monitor, Suresnes: Herstellung von Cyclecars 1920 und 1922 in unbekannter Stückzahl, ich bin angesichts der Tatsache, daß jeweils die Fertigung binnen Jahresfrist wieder eingestellt wurde, von einer geringen Produktion ausgegangen.

Monotrace, Courbevoie: Lizenzbau des Mauser Einspur (Deutschland) von 1925 bis 1928 in unbekannter Stückzahl, ich bin von einer geringen Produktion dieses in seiner Form ungewöhnlichen Fahrzeugs ausgegangen.

Morain-Silvestre (MS), Sèvres: Fertigung von Cyclecars: 1919/20 wohl nur ein Prototyp, 1923 bis 1925 Serienbau in unbekannter Stückzahl, die Produktion erfolgte bei der Fa. Marguerite. Angesichts des gleichzeitigen Cyclecar-Booms bin ich von einer relativ hohen Stückzahl ausgegangen.

Morris-Léon-Bollée: Siehe Léon-Bollée

Mors, Paris: Fertigung von Automobilen 1895 bis 1924 in unbekannter Stückzahl. Die Firma, die vor dem 1.Weltkrieg zu den bedeutenderen in Frankreich zählte, fertigte ab 1919 nur noch Autos mit aus Belgien importierten Minerva-Schiebermotoren. Angesichts des Endes bereits 1924 kann ich mir nicht vorstellen, daß mehr als die von mir geschätzten Autos gebaut wurden.

mors-sss-1923

Mors SSS 1923

Motobloc, Bordeaux: Fertigung von Automobilen 1902 bis Ende 1930 in unbekannter Stückzahl. Die in Bordeaux ansässige Firma hatte wohl in der Gascogne noch recht lange einen regionalen Markt, ich bin bei meinen Schätzungen von etwa 200 bis 300 Autos pro Jahr ausgegangen. Das Jahr 1928 wird bei Bellu als „difficile“ bezeichnet, ab diesem Zeitpunkt scheint es definitiv bergab gegangen zu sein.

Motosacoche, Lyon: Motorradbau, zumindest 1927 auch Fertigung von Automobilen in unbekannter wohl sehr geringer Anzahl, vielleicht nur ein Prototyp

Mouette, Paris: Fertigung von Automobilen 1922 bis 1924 in unbekannter Stückzahl. Wahrscheinlich habe ich die Produktion zu hoch geschätzt.

Mourre, Paris: Fertigung von Cyclecars 1921 bis 1923 in unbekannter Stückzahl, ich habe angesichts des Cyclecar-Booms eine relativ hohe Fertigung unterstellt.

M.S.: Siehe Morain-Silvestre

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Noel, Courbevoie: Herstellung eines Cyclecars 1919 bis 1921 in unbekannter Stückzahl, angesichts des Produktionsraumes von zwei Jahren werden es nicht allzu viele gewesen sein.

Octo, Courbevoie: Fertigung von Automobilen 1920 bis 1928 in unbekannter Stückzahl:
Zunächst der Typ 10CV mit zahnradlosem Getriebe bis 1922, der sich nicht bewährte und daher wohl nur in wenigen Stücken gefertigt wurde, ab 1923 Cyclecars, hier habe ich entsprechend dem Cyclecar-Boom eine relativ hohe jährliche Produktion bis 1925/6, danach auslaufend, angenommen.

Omega Six, Bourlogne s.S.: Herstellung von Automobilen 1922 bis 1930 in unbekannter Stückzahl: Vom Typ 10CV sollen 1.000 Stück bis 1924 gefertigt worden sein, für die anschließende Zeit habe ich eine ebenso rasch fallende wie vorher ansteigende Kurve angenommen: Vielleicht sind für die Jahre 1925-28 die von mir geschätzten Zahlen zu niedrig.

Panhard X77 Dynamic

Panhard, Paris: Durch die Firmengeschichte von Vermeylen ist die Produktion in einer für Frankreich einzigartigen Weise vollständig aufgearbeitet, sodaß die hier vorgelegte Tabelle keiner Erläuterung mehr bedarf. Etliche Photos zur Marke hier.

Patri, Paris: Fertigung von Cyclecars 1923 bis 1924 in unbekannter Stückzahl. Angesichts der nur einjährigen Produktionsdauer werden es trotz des Cyclecar-Booms nicht allzu viele gewesen sein.

Pestourie & Planchon, Paris: Fertigung eines Cyclecar-Prototyps 1922, der vermutlich nie in Serie ging und, wenn überhaupt, nur 1922 produziert wurde.

Philos, Lyon: Fertigung von Wagen der unteren Mittelklasse 1919 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, meine Schätzungen liegen möglicherweise zu hoch. Daneben gab es nach wikipedia einen 1,1-liter- Kleinwagen, der bei Bellu nicht erwähnt wird.

Phrixus, Levallois-Perret: Fertigung von Cyclecars 1921 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, angesichts des gleichzeitigen Cyclecar-Booms habe ich eine relativ hohe Produktion unterstellt.

Piccard-Pictet, Paris: Die gleichnamige Firma .in der Schweiz (kurz: PicPic) mußte im Februar 1920 Konkurs anmelden. Der französische Flugmotorenhersteller Gnome-Rhone, der sich schon vorher mit Luxusautos versucht hatte (siehe oben), baute die Autos in Lizenz in unbekannter Stückzahl 1920 bis 1923 weiter: Ich bin von einer relativ geringen und langsam sinkenden Produktionsziffer ausgegangen: Zwar war die Marke vor 1914 als Nobelmarke bekannt, indessen ließen sich nach 1918 ihre Modelle schon in der Schweiz nicht mehr verkaufen, und bei der anspruchsvollen Käuferschicht, auf die die Marke zielte, werden die teilweise noch aus der Vorkriegszeit stammenden Typen ab 1920 nicht allzu viel Anklang gefunden haben.

Pilain: Siehe SLIM, Emile Pilain, Rolland Pilain

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Radior, Bourg (Ain): Fertigung eines 10/12 CV-PKW in wenigen Stücken 1921.

Rally, Colombes: Fertigung eines Cyclecar von 1921 bis 1928, dann von Automobilen der unteren Mittelklasse bis 1933. Stückzahlen für die Jahre 1919 bis 1926 im Handbuch von Mossner überliefert, wobei lediglich unklar ist, warum Mossner bereits für 1919 und 1920 Produktionszahlen nennt, andererseits nach allen anderen Quellen die Produktion erst 1921 begann.

Ratier, Montrouge: Propeller-Hersteller, Fertigung von Automobilen 1926 bis 1928 in unbekannter, wahrscheinlich sehr geringer Zahl.

Ravel, Besancon: Fertigung von Automobilen der Mittelklasse Ende 1922 bis Jan.1929 in unbekannter Stückzahl. Bei meinen Schätzungen bin ich davon ausgegangen, daß die in Besancon ansässige Firma über einen gewissen regionalen Markt verfügte, weiter, daß die Produktion eine gewisse Größe gehabt haben muß, sonst hätte die Marke nicht sieben Jahre überdauert.

Regina, Paris: Fertigung eines dreirädrigen Kleinautos 1921/2 bis 1924 in unbekannter Anzahl. Ich bin von einer geringen jährlichen Anzahl ausgegangen.

René Fonck, Paris: Fertigung von 12 Autos der Oberklasse: Vier-, Sechs- und Achtzylinder mit gleichen Zylindermaßen, von 1920 bis 1924.

Reyrol Levallois-Perret: Fertigung von Automobilen 1901 bis 1930 in unbekannter, wahrscheinlich sehr geringer Zahl. Als Reparaturbetrieb existierte die Firma bis in  die Fünfzigerjahre. Die Firma wird bei Bellu nur 1919 und 1920 erwähnt, stellte also danach auf dem Pariser Salon ab 1921 nicht mehr aus. Neben dem CR 12CV gab es irgendwann auch einen kleineren Wagen mit 1.243 ccm Hubraum, ferner einen „Passepartout“ genannten Frontantriebswagen mit 1,5 Liter oder 1,1 Liter Hubraum. Vielleicht bestand bereits während der Zwanzigerjahre das Hauptgeschäft aus Autoreparaturen, und die gefertigten Automobile waren Einzelbestellungen auf Wunsch.

Robert Serf, Colombey-les-Belles: Bau von Cyclecars von 1927 bis 1932 (also recht spät) in überlieferter Anzahl.

Rochet-Schneider, Montplaisir b. Lyon: Neben LKW Bau von PKW (meist mit großem Hubraum) bis 1933, danach nur noch Nutzfahrzeuge. Den PKW-Bau habe ich zwischen 100 und 150 Autos jährlich geschätzt, gegen Ende schwächer werdend.

Rolland-Pilain, Tours: Automobilbau 1905 bis 1931/2 in unbekannter Anzahl, bis Juni 1927 in Tours, wo die Firma wohl über einen gewissen regionalen Markt verfügte und ich eine etwas höhere jährliche Produktion (vielleicht zu hoch?) geschätzt habe, ab 1926 schwächer werdend. Ab Juni 1927 in Paris ging es der Firma offenbar schlecht: 1928 begann ein Konkursverfahren, das in einem Vergleich endete, während der Dauer dieses Verfahrens habe ich nur eine geringe Produktion unterstellt. Ich bin davon ausgegangen, daß 1929 sich die Firma etwas erholte, um dann 1931/2 endgültig die Tore zu schließen.

Rosengart, Neuilly s.S.:  1928 – also etwa zeitgleich mit dem Dixi bzw. BMW 3/15 PS in Deutschland-  begann auch Rosengart in Frankreich mit der Lizenzfertigung des Austin 7. Während allerdings der Nachbau in Deutschland 1932 endete, wurde er in Frankreich bis 1939/40 (und dann wieder nach dem zweiten Weltkrieg) fortgesetzt.
Es folgten ab 1932 die Typen LR 62, 64, 70 (Supersept) 6CV mit einem um zwei Zylinder (mit gleichen Maßen) vergrößertem Motor (also das Gegenstück zum deutschen BMW 303), allerdings nur in relativ wenigen Exemplaren; hierbei ist unklar, inwieweit der Wagen bereits ab 1932 oder erst 1934-35 oder auch noch 1938/9 gebaut wurde.
Ab 1933 folgte der Typ Supertraction LR500 mit 1,7-Liter-Adler-Motor und Frontantrieb, auch hier sind die Angaben zur Bauzeit teilweise widersprüchlich.
Der  Supertraction LR539 mit 11CV-Citroen-Motor löste 1938 den Supertraction LR500 ab.

Rossel, Sochaux: Automobilbau 1903 bis 1926 in unbekannter Anzahl, Modelle unvollständig. Ich bin von einer von 1920 bis 1926 ständig sinkenden Stückzahl ausgegangen.

Rovin, Colombes: Bau von 3 Kleinstwagen-Prototypen 1927, der Typ ging wohl nicht in Serie. Erst ab 1948 baute Rovin Kleinstwagen bis 1954 in Serie.

Ruby, Levallois-Perret: Hauptsächlich Herstellung von Motoren, daneben Automobilbau 1919 bis 1922 in unbekannter Anzahl.

Ryjan, Chatou: Automobilbau 1920 bis 1925 in unbekannter Anzahl, ich bin von einer ab 1921 ständig sinkenden Stückzahl ausgegangen.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Salmson, Billancourt: Herstellung von Cyclecars ab 1920, ab 1929 auch von größeren Autos mit sportlichem Charakter. Die Stückzahlen der einzelnen Typen sind überliefert, die Anzahl der jährlich gebauten Fahrzeuge leider nicht. Gleichwohl läßt sich feststellen, daß der Höhepunkt der Firma zu Zeiten des Cyclecar-Booms lag, während ab etwa 1926 die Jahresproduktion bei durchschnittlich 1.000 Autos lag.

Sandford, Paris: Automobilbau 1923 bis 1936 (oder 1839?) in unbekannter Anzahl, ich bin von einer relativ hohen Stückzahl zur Zeit des Cyclecar-Booms, danach indessen ständig sinkenden Stückzahlen ausgegangen.

Santax, Paris: Herstellung von Kleinstwagen 1922 bis 1924 oder 1923 bis 1926 in unbekannter Anzahl, ich bin angesichts des ungewöhnlich kleinen Hubraums von einer recht geringen Jahresproduktion ausgegangen.

SARA (Société des Applications à Refroidissement par Air), Courbevoie: Bau von Autos mit Luftkühlung Ende 1923 bis 1930 in unbekannter Anzahl, zunächst ein 7CV-Cyclecar, von dem ich recht hohe Stückzahlen bis 1925/6 angenommen habe, ab 1928 auch (oder nur?) ein 10CV-Sechszylinder, von dem ich geringe Stückzahlen geschätzt habe.

SCAP (Société de Construction Automobile Parisienne), Billancourt: Motorenbau 1912 bis 1929, dazu ab 1923 ca. 300 Autos: Der vor 1923 bereits gefertigte 2,4Liter-Typ L 12CV scheint kaum produziert worden zu sein, ich habe eine relativ hohe Produktion des 7CV und eine niedrigere des 1,8Liter-12CV angenommen, bei den übrigen Typen habe ich nur geringe Stückzahlen unterstellt.

Secqueville-Hoyau, Gennevilliers: Automobilbau 1919 bis 1924, angeblich 600 Stück bis Ende 1923,  1924 noch einige aus Ersatzteilen.

Sénéchal, Courbevoie: Automobilbau Ende 1923 bis 1928/9 in unbekannter Anzahl. Ich bin bei dem zunächst produzierten Cyclecar von einer relativ hohen Stückzahl ausgegangen, habe den nach Bellu 1923 einsetzenden Produktionsrückgang auf die Abkehr vom Cyclecar-Bau zu anderen weniger erfolgreichen Typen zurückgeführt (die ich infolgedessen mit geringerer Stückzahl geschätzt habe). Ergänzend ist anzumerken, daß die Beaulieu-Encyclopaedia teilweise völlig andere Typen aufführt als Bellu.

SICAM, Pantin:  Bau eines Cyclecar 1919 bis 1922 in unbekannter Anzahl. Ich bin von einer recht geringen Stückzahl ausgegangen, da die Produktion bereits vor Einsetzen des großen Cyclecar-Booms (1923-6) endete.

SIDEA (Société Industrielle des Établissements Automobiles HV), Charleville-Mezieres: Automobilbau 1921 bis 1923 in unbekannter Anzahl, mehrere Typen, ich habe vielleicht die Gesamtzahl angesichts der kurzen Produktionsdauer zu hoch geschätzt.

Sigma, Levallois-Perret: Automobilbau 1913 bis 1928 in unbekannter Anzahl, in den frühen Zwanzigerjahren angeblich etwa 200 pro Jahr, danach infolge der Konkurrenz durch kostengünstigere Fließband-Autos von Jahr zu Jahr weniger, ich habe die Zahlen anhand der Angaben für 1921 bis 1923 geschätzt.

Sima-Violet (Société Industrielle de Matériel Automobile), Courbevoie: Fertigung eines Cyclecar Ende 1924 bis 1929, von Kleinwagen 1930 bis 1932 in unbekannter Anzahl. 1924 wurden wohl nur Prototypen fertiggestellt, ich bin für 1925 und 1926 von relativ hohen Stückzahlen ausgegangen (Cyclecar-Boom), 1927 bis 1929 allmählich weniger werdend.
Vom 5CV, der immerhin 3 Jahre in Produktion blieb, habe ich die angegebenen Stückzahlen geschätzt, vom 7CV sollen nur wenige gebaut worden sein.

Simca (Société Industrielle de Mécanique et Carrosserie Automobile), Nanterre: Zunächst Lizenzbau des Fiat Ballila 1932 bis 1934 in 29.000 Stück in verschiedenen Werken in bei Paris (GBE), ab 1935 bis 1937 in unbekannter Stückzahl in der ehemaligen Donnet-Fabrik in Nanterre: Ich habe angenommen,  daß die 29.000 Stück oder sich auf alle 1932 bis 1937 gefertigten Fiat Ballila beziehen – alles andere wäre mir zu hoch geschätzt und würde mit der Gesamtzahl aller 1933-34 gebauten PKW nicht zusammenpassen.
Simca 11CV: Lizenzbau des Fiat Ardita 1934 bis 1937 in unbekannter Anzahl, von mir wie angegeben geschätzt (geringere Fertigung dürfte sich kaum gelohnt haben).
Simca 8: Nachfolger des 6CV, gebaut ab 1937: Die Produktionszahlen für 1939, 1940, 1943 und 1944 sind angegeben, für 1941/2 die Gesamtzahl für beide Jahre – die exakten Zahlen ergeben sich daraus, indem man von der bei Rousseau angegebenen Jahres-Gesamtzahl die Zahl der jeweils gefertigten Simca 5 abzieht. Entsprechend kann man auch die 1938 gebaute Stückzahl ermitteln. Die Gesamtfertigung des Simca 8 betrug bis 1949: 65.451 Stück, davon sind lediglich die im Jahr 1936 produzierten nirgendwo erwähnt: Diese errechnen sich also durch Subtraktion aller übrigen Jahresstückzahlen von der Gesamtzahl.
Simca 5: alle Jahresproduktionszahlen sind überliefert.

Sirejols: Siehe BNC

Six, Straßburg: Vermutlich nur Prototypen 1923 bis 1924, keine Serienfertigung.

Sizaire-Berwick, Courbevoie: Herstellung von Oberklasse-Limousinen 1913 bis 1928 in unbekannter Stückzahl, ich bin von ca.100 Stück pro Jahr ausgegangen und habe ab 1926 einen starken Produktionsrückgang bis zum Ende der Produktion 1928 unterstellt.

Sizaire & Naudin, Sizaire-Frères, Paris: Produktion von Autos vor dem 1.Weltkrieg in beachtlichen Stückzahlen, Neubeginn Dez.1920 bis ca. Ende 1921 in unbekannten Stückzahlen, viele werden es nicht gewesen sein, da die Produktion nicht fortgeführt wurde.
Als Sizaire Frères Prototyp 1923, Serie ab ca.10.24 in angegebenen Stückzahlen

SLIM (Société Lyonnaise d‘ Industrie Mécanique), Lyon: Fertigung unter dem Namen Pilain bis 1920, dann als SLIM bis 1925 oder 1927 oder 1928 in unbekannter Stückzahl. Anhand der Vorkriegsproduktion von bis zu 400 Autos pro Jahr habe ich etwa die Hälfte davon für 1920 geschätzt, Produktion danach abfallend.

Soriano-Pedroso, Biarritz: Herstellung von Autos 1919 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, ich habe eine recht niedrige Jahresproduktion geschätzt.

SPAG, Asnières: Fertigung kleiner Sportwagen 1927 bis 1928 in 26 Stück mit verschiedenen Motoren.

Sphinx, Puteaux: Herstellung von Kleinwagen 1920 bis 1925 in unbekannter Stückzahl, von mir wie angegeben geschätzt.

Spidos, Lyon: Produktion von Autos etwa 1921 bis 1925 in unbekannter sehr geringer Stückzahl, 1922 war ein Prototyp fertig, der anschließend vermutlich in Kleinserie gebaut wurde.

Stabilia, Neuilly s.S.: Herstellung von Autos 1907 bis 1928 (oder 1930?) in unbekannter, aber immer geringer Stückzahl, ich habe ca. 20 pro Jahr angenommen.

Suère, Paris: Produktion von Autos 1909 bis 1930 in unbekannter Stückzahl:
Der 1919-20 angebotene Typ C 8/10CV mit seinem 1,4Liter-V8-Motor kann nur in ganz wenigen Stücken gefertigt worden sein.
Der ab 1921 gebaute Typ D blieb bis Ende des Unternehmens in Produktion, war also erfolgreich: Gleichwohl dürfte seine Produktion nicht allzu hoch gewesen sein: Eine Firma, die 1919-20 nur wenige Autos pro Jahr produzierte, hatte nicht die Kapazität für größere Stückzahlen, außerdem stellte die Firma nicht immer auf dem Pariser Salon aus, war also klein. Dementsprechend habe ich die Anzahl der übrigen Typen geschätzt, möglicherweise ist hierbei die Anzahl der 1200 ccm-Typen zu gering ausgefallen.

SUP: Siehe Hinstin

SWAN, Neuilly: Produktion von Autos 1922 bis 1923 in unbekannter Stückzahl: nach der Beaulieu Encyclopaedia zwei Typen, nach Bellu nur eine Vorserie in 1923.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Talbot, Suresnes b.Paris: Produktion von Autos etwa 1903 bis 1957 in unbekannter Stückzahl, Schwerpunkt Wagen der gehobenen Mittel- bis Oberklasse. Die Gesamtzahl einiger Typen (vermutlich der bedeutenderen) ist angegeben, in keinem Fall jedoch die jährliche Produktion, sodaß insoweit vieles offenbleibt. Eine Firmengeschichte mit Angaben zur jährlichen Produktion der einzelnen Typen ist derzeit noch ein Desiderat.

TAM (Societe des Travaux d‘ Automobiles et de Mecanique), Boulogne: Produktion von Autos 1907 bis 1926 in unbekannter Stückzahl, zumindest 1925 und 1926 nur sehr wenige, ich habe auch für die Zeit davor zwar etwas mehr, jedoch nicht allzu viele jährlich geschätzt.

Tholomé, Saint-Ouen: Produktion von Cyclecars 1920 bis 1922 in unbekannter Stückzahl.

Thomson, Bordeaux: Produktion von Autos 1913 bis 1928 in unbekannter sehr geringer Stückzahl, Typenliste möglicherweise nicht vollständig: 10 CV und 12 CV sind nur für 1920 bei Bellu erwähnt, danach stellte Thomson am Pariser Salon nicht mehr aus, und es ist unklar, ob sie später noch gebaut wurden. Der Typ 40 CV wurde noch bis mindestens 1926 angeboten, unklar ist, inwieweit er auch tatsächlich noch gebaut wurde

Th.Schneider, Besancon: PKW-Produktion von 1910 bis 1929/30 in unbekannter Stückzahl, ferner LKW. Typen möglicherweise unvollständig. Widersprüchliche Angaben zu den Typen in Beaulieu Encyclopaedia einerseits und bei Bellu andererseits. Haupttyp soll der 10CV Zweiliter-Wagen gewesen sein, gebaut ab 1922, nach Bellu aber bis 1923 mit 1,8-Liter-Motor. Möglicherweise hatte dieser den 1919 gebauten 10CV mit 1,7-Liter-Motor zum Vorgänger: Es ist nicht nachvollziehbar, warum dessen Produktion 1919 ohne Nachfolger abgebrochen worden sein soll, andererseits erwähnt Bellu für die Jahre 1920-1922 einen 10CV nicht.
Ich gehe davon aus, daß zumindest bis 1926 die Jahresproduktion bei 100 bis 200 Autos lag und dann geringer wurde. Das Ende der Produktion steht nicht genau fest, da noch bis weit in die Dreißigerjahre verschiedene PKW-Typen von der Firma, die mittlerweile nur noch Traktoren herstellte, vermutlich als Restbestände, angeboten wurden.

Tom Pource, Puteaux: Produktion von Cyclecars 1920 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, ich habe geschätzt wie angegeben.

Tracfort, Gennevilliers: Produktion des auf Vorderradantrieb umgerüsteten Ford Y 1934 bis 1935 in unbekannter Stückzahl: Viele werden es nicht gewesen sein, sonst wäre die Produktion nicht nach einem Jahr wieder aufgegeben worden.

Tracta, Asnières: Produktion von Autos mit Vorderradantrieb 1927 bis 1934, insgesamt etwa 250 Stück, davon 90 Sechszylinder.

Tuar, Thouars: Produktion von Autos 1913 bis 1926, insgesamt etwa 800 Stück: Unterstellt man eine Vorkriegsproduktion von 150 Autos, so betrüge die Nachkriegsproduktion etwa 650 Stück. Typenliste möglicherweise unvollständig. 1922 war das beste Jahr, angeblich jeden Tag ein Auto (also etwa 300 Stück im Jahr): Dies dürfte aber (wie immer bei Tages- und Wochenproduktionszahlen) ein nur kurzzeitig erreichter Spitzenwert sein, die Jahresproduktion 1922 schätze ich auf die Hälfte, also etwa 150 Stück – sonst wären bei der angegebenen Gesamtzahl in den anderen Jahren quasi nichts produziert worden.

Turcat-Méry, Marseille: Fertigung von Autos 1899 bis 1928 in unbekannter Stückzahl. Die in Marseille ansässige Firma stellte Fahrzeuge der gehobenen Mittelklasse her und hatte wohl einen regionalen Markt in Südfrankreich. In der Nachkriegszeit gab es mehrere Krisen, verursacht wohl dadurch, daß die Firma gegenüber billigerer Fließbandfertigung zu teuer arbeitete.
Es scheint in der Nachkriegszeit einen Haupttyp gegeben zu haben: PG 15/25 CV, 1923 abgelöst vom 15CV und 1925 vom UG (12CV). Die 1926/7 erschienenen Klein- und Mittelklassewagen 8CV und 10 CV konnten sich nicht durchsetzen. Ich habe eine Jahresproduktion von insgesamt 100 bis 150 Autos geschätzt, ab 1926 rasch weniger werdend. Wann die Produktion endete, ist nicht ganz klar, die Fahrzeuge (offen, ob Ladenhüter oder aus Restteilen zusammengebaute) wurden bis 1933 angeboten.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Unic, Puteaux: Herstellung von PKW 1904 bis 1938 oder 1939 in unbekannter Stückzahl, danach nur noch Nutzfahrzeuge. Für die Höhe der Produktion gibt es leider keinerlei Anhaltspunkte, andererseits kann die Fertigung nicht viel höher gewesen sein als von mir geschätzt, da sonst die Gesamtzahl aller französischen PKW zu niedrig wäre; sie kann auch nicht viel geringer gewesen sein, da die Produktion sonst mit Sicherheit schon früher aufgegeben worden wäre.

Utilis, Paris: Produktion von Cyclecars 1921 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, die Variante mit Zweizylinder-Motor wird bei Bellu nicht erwähnt, weswegen ich hier von geringerer Stückzahl ausgegangen bin.

Vagova, Levallois-Perret: Fertigung von Rennwagen 1924 bis 1926 in unbekannter, vermutlich sehr geringer  Stückzahl

Vaillant, Lyon: Produktion eines Cyclecar1922 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, angesichts der kurzen Produktionszeit werden es nicht allzu viele gewesen sein.

Vermorel, Villefranche s.Saone: Herstellung von Autos 1908 bis 1930 in unbekannter Stückzahl. Die besten Jahre der Firma lagen vor dem 1. Weltkrieg. In den Zwanzigerjahren betrug die jährlich gefertigte Stückzahl 350 bis 400 Fahrzeuge. Unklar ist, inwieweit die bei Bellu erwähnten Typen mit 1603 bzw.1843 ccm nur 1919 oder bis etwa 1921 gefertigt wurden, um dann vom 10 CV, der in der Folgezeit offenbar der Haupttyp blieb, abgelöst zu werden.

Victrix, Lilas b.Paris: Fertigung von Autos der oberen Mittelklasse 1921 bis 1923 in unbekannter Stückzahl. Ich bin angesichts der kurzen Produktionsdauer und der Tatsache, daß die Firma in der Beaulieu Encyclopaedia als „obscure“ beschrieben wird, von recht wenigen Fahrzeugen ausgegangen.

Villard, Janville (Oise): Produktion von Dreirädern 1923 bis 1935 in unbekannter Stückzahl, meist Lieferwagen. Ich bin daher von einer recht niedrigen jährlichen Stückzahl für die PKW-Variante ausgegangen und habe nur während des Cyclecar-Booms höhere Stückzahlen geschätzt.

Vinot-Deguingand, Puteaux u. Nanterre: Herstellung von Autos 1901 bis 1924 (oder 1926?) in unbekannter Stückzahl. Die Vorkriegstypen 9CV und 11CV wurden nach 1919 nicht mehr gefertigt, Haupttyp blieb der ebenfalls aus der Vorkriegszeit stammende 12CV, 1922 durch einen 10CV ergänzt und bis 1924 in sinkenden Stückzahlen gefertigt. Die Fertigung endete wohl mit Verkauf der Firma an Donnet-Zedel, die Restbestände bis 1926 anbot.

Voisin C23, Louwman-Museum Den Haag

Voisin, Issy-les Moulineaux: Fertigung von Autos 1919 bis 1939 in unbekannter Stückzahl. Insgesamt sollen etwa 17.000 bis 27.000 der teilweise sehr extravaganten Autos gebaut worden sein, nach anderen Quellen nur 7.000, nach meinen Zusammenstellungen ist auch dies vermutlich zu hoch geschätzt – der Lebemann Voisin neigte offenbar zum Aufschneiden.

Frankreich, PKW 1919 – 1945, Tabelle

Weler, Levallois-Perret: Produktion von Autos 1920 (oder 1921?) bis 1922 (oder 1923?) in unbekannter wahrscheinlich sehr geringer Stückzahl; fraglich ist, ob überhaupt eine Serienfertigung erfolgte.

Zèbre, Paris: Herstellung von Autos 1909 bis 1929 in unbekannter Stückzahl

Zedel, Pontarlier: Fertigung von Autos 1906 bis 1924 in unbekannter Stückzahl, 1923 an Donnet verkauft. Vom 10/12 CV sollen (meist als Donnet ab 1925) 15.000 Stück gebaut worden sein, vielleicht habe ich die Zahlen für seinen Vorgängertyp 10CV zu niedrig geschätzt.
Der „große“ Zedel 13/18 CV bzw. 15CV scheint nicht so erfolgreich gewesen zu sein, sein Bau wurde 1923 eingestellt.

Zeiller & Fournier: Siehe Fournier

Zénia, Paris: Herstellung von Autos 1913 bis 1924 in unbekannter geringer Stückzahl, die Beaulieu Encyclopaedia erwähnt für die Nachkriegszeit nur den Typ mit 1775ccm-Motor, der damit zumindest wohl das meistgefertigte Modell war.

ZevacoEaubonne (Seine-et-Oise): Fertigung von Autos 1923 (oder 1922?) bis 1925 in unbekannter geringer Stückzahl.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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