Großbritannien – PKW bis 1918

Allgemeine Gesamtstatistik:

Eine offizielle Statistik aller produzierten Kraftfahrzeuge gibt es für Großbritannien offenbar erst ab 1923. Für die Zeit davor gibt es nur Schätzungen.
Dungs veröffentlicht für die zeit 1898 bis 1906 Zahlen, die nicht den Charakter von Schätzungen tragen, allerdings sehr hoch erscheinen: Möglicherweise sind es Zulassungszahlen: Großbritannien fertigte vor 1914 viele Autos nicht im Lande, sondern importierte sie – vor allem aus Frankreich.
Einen schlüssigen Eindruck machen die bei Wyatt, Austin für die Zeit ab 1906 bis 1913 veröffentlichten Zahlen, die aber alle Schätzungen sind. Allerdings standen Wyatt, als er 1981 die Schätzungen veröffentlichte, teilweise die mittlerweile zusätzlich gewonnenen Erkenntnisse nicht zur Verfügung, sodaß diese Zahlen in meinen Augen zu korrigieren sind. Ich hae daher eine eigene Schätzung versucht,

Literatur: Siehe Großbritannien, Einführung. Spezielle Literatur zur Geschichte einzelner Marken findet sich in der Spalte „Bemerkungen“.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Die einzelnen Automobilmarken:

Angesichts der sehr detaillierten Beschreibung bei Culshaw/Horrobin dürften alle PKW-Marken typenmäßig erfaßt sein, das schließt nicht aus, daß auch Culshaw und Horrobin den einen oder anderen Typ übersehen haben. Hinzu kommt, daß die Typenbezeichnung häufig wechselt: Es gibt mehrere Bezeichnungen für einen Typ, eine Typenbezeichnung kann mehrere Typen umfassen – letzteres ist vor allem dem Umstand geschuldet, daß in vielen Fällen vor 1914 noch keine Serienfertigung stattfand, sondern der Kunde sich sein Auto nach Wunsch und individuell zusammenstellte: In einem zweiten Schritt ordnete der Hersteller das nach Kundenwunsch gebaute Auto einem seiner Typen zu, weil es mit diesem die meisten Übereinstimmungen aufwies. Darauf hinzuweisen ist, daß nach dem britischen Kraftfahrzeugsteuergesetz lediglich die Bohrung als Bemessungsgrundlage der Steuer-PS verwendet wurde, nicht jedoch der Hub: Es sprach also nichts dagegen, Kraftfahrzeuge mit unterschiedlichem Hub dem gleichen Steuer-PS-Typ zuzuordnen.

Aberdonia, London: Produktion eines Typs 16/20 HP von 1911 bis 1915 in unbekannter Anzahl.

Abingdon, Birmingham: Herstellung von Automoblen 1902 bis 1903 in unbekannter wohl sehr geringer Anzahl.

AC, Thames Ditton: Fertigung von Automobilen von 1904 bis 1962. Im hier behandelten Zeitraum waren es nur Kleinwagen: 1907-14 ca.1.800 Stück des 5/6 HP Sociable, 1913-16 ca. 100 Stück des 10 HP. Informationen vom Club: http://www.acownersclub.co.uk/

Accless-Turrell, Birmingham: Herstellung von Autos von 1899 bis 1902, verschiedene Typen als Kleinstserie oder Einzelstücke in unbekannter Zahl.

Ace: Siehe Baguley

Achilles, Frome, Som: Fertigung von Automobilen 1903 bis 1908 in geringen Stückzahlen für den lokalen Markt.

Adams-Hewitt, Bedford: Zusammenschluß von Arthur H.Adams und Edward R.Hewitt zur Herstellung von  Autos ab 1905, wobei Adams als Chefkonstrukteur wirkte. Etliche Typen von 9 bis 35 HP in unbekannter Anzahl. Neben PKW- auch LKW-Bau. Als Adams 1912 beim Titanic-Unglück ums Leben kam, wurde der Automobilbau 1914 eingestellt.  Der Umfang der Produktion scheint nicht völlig unbedeutend gewesen zu sein, umso bedauerlicher ist es, daß es derzeit eigentlich keinerlei Veröffentlichungen zur Firmengeschichte gibt.

Adamson, Enfield Highway: Produktion von Cyclecars 1912 bis 1924 in unbekannter Anzahl.

A.G.R., Camberwell: Händler für Importfahrzeuge der französischen Firma Hurtu, der 1911-12 wohl teilweise Hurtu-Fahrzeuge mit eigenen Karosserien versah. Insoweit daher keine eigenständige Produktion.

Ailsa-Craig, London: Fertigung von 12 Automobilen von 1902 bis ca.1912, Einzelanfertigungen auf Bestellung.

Albany, London: Herstellung eines Einzylinders Typ „Silent“ von 1903 bis 1905 in unbekannter Zahl. Danach nur noch Handel und Herstellung von Zubehör.

Albion, Glasgow: Produktion von PKW von 1900 bis 1913/4, danach nur noch LKW, die schon früh den Schwerpunkt der Produktion bildeten, bis 1972. Leider wird in der vorhandenen Literatur nur spärlich zwischen PKW und LKW getrennt, sodaß ich auf Schätzungen angwiesen war.
Von 1900 bis Juli 1903 entstanden knapp 160 PKW, 1912 waren es ca. 150 Stück von 553 Kraftfahrzeugen insgesamt. andere Quellen nennen genau die gleiche Zahl für 1913, woraus ich (wie auch aus der ersten Angabe: „bis Juli 1903“) schließe, daß hier nach Geschäftsjahren abgerechnet wurde, und daß das Geschäftsjahr von Juli bis Juli ging. Der letzte PKW wurde im Nov.1913 gebaut. Bei meinen Schätzungen der gesamten PKW-Produktion habe ich die bis 1903 gebauten Autos als rasch ansteigende Produktionskurve seit 1900 verteilt, anschließend einen gleichmäßigen Anstieg bis etwa 1908 angenommen und dann die PKW-Produktion bei 140 bis 150 Fahrzeugen im Jahr bis 1912 stagnieren lassen, 1913 stark abfallende Tendenz.

Albruna, London: Fertigung von Automobilen von 1907/08 bis 1912 in unbekannter Stückzahl. Nach 1912 nur noch Motorenbau.

Alesbury, Edenderry, Irl.: Produktion von Autos 1907 bis 1908. Wenn mehr als wein Prototyp gebaut wurde, wrfolgte di Produktion in geringer Anzahl.

Alexis, Alexandria, Dumbartonshire: Automobilproduktion von etwa 1905 bis 1906 in vermutlich geringem Umfang.

Allard, Coventry: Fahrradhersteller. Fertigung von Autos von 1899 bis 1902, mehrere Typen als Einzelstücke oder Kleinstserie, in unbekannter Zahl, dann von Rex übernommen.

Alldays ( & Onions), Birmingham: Maschinenbau, Produktion von Autos von 1898 bis 1918, etliche Typen  in unbekannter Anzahl. 1908 wurde der Automobilbau der Firma Enfield hinzuerworben, seither etliche gemeinsame Entwicklungen, die sich nur geringfügig unterschieden. Ab 1916 bis 1918 auch Fertigung des Ackerschleppers G.P. Tractor.

Arbee, London: Produktion von Kleinwagen 1904 in unbekannter Zahl.

Arden, Coventry: Fertigung von kleineren Automobilen von 1912 bis 1916, mehrere Typen in unbekannter Stückzahl.

Argon, London: Produktion von einiger weniger Sechszylinder 1908.

Argyll, Glasgow: Herstellung von Autos von 1899 bis ca. 1930, etliche Typen. Die Aussagen zum Produktionsumfang gehören zum Widersprüchlichsten überhaupt:  Klar ist lediglich, daß im Jahr 1906 das Unternehmen in eine neue Fabrik umzog, die -für bis zu 2500 Autos pro Jahr ausgelegt- damit völlig überdimensioniert war und infolgedessen 1914 bereits wieder aufgegeben wurde. Zum Umfang der Produktion liegen höchst widersprüchliche Antworten vor: So sollen 1906 über 1.000 Stück gebaut worden sein und 800 im Jahr 1907 (was die Firma neben Wolseley und Humber zum größten brit. Automobilbauer gemacht hätte), bereits 1908 ging das Unternehmen indessen bereits in Liquidation. 1910 begann man wieder mit einer Produktion, nach „Lost causes of Motoring“ wurden aber auch 1909 immerhin 240 Autos produziert. 1914 sollen 500 Autos gebaut worden sein, nach anderer Quelle ruhte die Produktion seit Anfang Mai, nachdem die Fabrik an die britische Marine verkauft worden war, die dort eine Torpedowerkstätte einrichtete.
Insgesamt sollen bis 1914 angeblich ca. 3.000 Stück produziert worden sein, unterstellt man indessen die oben genannten Zahlen als halbwegs wahr, so müßten es erheblich mehr gewesen sein.  Eine Firmengeschichte, die Klarheit in den Zahlensalat bringt, bleibt derzeit ein Desiderat. Informationen vom Club: http://www.argyllmotors.co.uk/

Ariel-Simplex, Birmingham: Fahrrad- und Motorradhersteller, Produktion von Autos von 1898 bis 1915 und erneut von 1922 bis 1925, zahlreiche auch sehr große Typen in unbekannter Anzahl. Die Automobil-Produktion ist ganz schwer zu schätzen, sie war wohl immer sehr gering, der Ariel Owners Club beschäftigt sich offenbar nur mit Motorrädern: Hier lag immer der Produktionsschwerpunkt, die PKW-Fertigung war immer nur Nebenerwerb. Der Automobilbau der Matrke ist etwa wie folgt festzustellen:

1898 ein Dreirad, das auch bis mindestens 1901 angeboten worden zu sein scheint
ab 1902 diverse Vierradtypen, Verkaufszahlen gering.
1906 Reorganisation: Mercedes-Simplex- und Lorraine-Dietrich-Lizenzen, also Luxus- und Rennwagen mit sehr großen Motoren (Für einen Motorrad-Hersteller eine seltene Kombination), 1908 wöchentlich etwa 3 Stück, woraus ich auf eine Jahresproduktion von etwa 50 Stück schließe.
1909/10: Aufgabe der großen PKW
1911: Receivership, Verkauf der Autoproduktion an Coventry Ordnance Works, Produktion nach Coventry verlagert: Wagen der Mittelklase bis 1915/6, kurzzeitig ein 8HP-Kleinwagen, dem wohl kein Erfolg beschieden war. Die Produktion von Autos wird nach dem Krieg erst 1922 wieder aufgenommen, war also auch seit 1911 generell kein allzu großer Erfolg. Darauf beruhen meine Schätzungen – vielleicht wissen wir eines Tages Genaueres.

Armadale, Northwood, Mddx: Automobilproduktion 1906 bis 1907 in unbekannter Anzahl.

Armstrong, Birmingham: Herstellung von Cyclecars von 1913 bis 1914 in unbekannter Zahl.

Armstrong-Whitworth, Coventry: Fertigung von Automobilen von 1902 bis etwa 1915 in unbekannter Stückzahl, zunächst Fertigung fremder Marken in deren Auftrag (Roots & Venables, Wilson-Pilcher) bis 1907, dann eigene üblicherweise recht große Wagen. 1914 wurden im Schnitt 10-12 Chassis pro Woche von 750 Arbeitern gefertigt, also etwa 500 im Jahr. Daran orientiert sich die von mir vorgenommene Schätzung.
1919 (oder schon 1911? ) Zusammenschluß mit Siddeley-Deasy zu Armstrong-Siddeley, unter diesem Namen Automobilproduktion bis 1960.

Arrol-Johnston, Pasley, Sc.: Produktion von Autos von 1897 bis 1931, meist größere Typen, in unbekannter Anzahl. 1907 sollen es 700 Stück gewesen sein, ich habe dies als Höhepunkt der Vorkriegsproduktion unterstellt und bis dahin regelmäßig steigende, danach langsam sinkende Produktion geschätzt.

Atalanta, Grreenwich, London: Produktion von Kleinwagen Sommer 1916 bis Febr.1917 in  geringer Zahl.

Athmac, Leyton, Essex: Herstellung von Cyclecars 1913 in unbekannter Zahl.

Austin, Longbridge, Birmingham: Fertigung von Automobilen seit 1906. Zahlreiche Typen, jährliche Gesamtproduktion bis 1913 überliefert, danach von mir (vielleicht zu niedrig?) geschätzt.

Autocrat, Birmingham: Herstellung von Cyclecars bzw. Kleinwagen von 1913 bis 1926 in unbekannter Zahl, wohl nur wenige (10-20 Stück jährlich).

Averies, Englefield Green: Produktion von Autos von 1911 bis 1915 in unbekannter Anzahl, französische Konstruktionen, unklar ist, ob diese tatsächlich in England gebaut oder nur aus Frankreich importiert und unter eigenem Namen verkauft wurden.

Aviette, London: Fertigung von Cyclecars von 1914 bis 1916 in unbekannter Stückzahl.

Avon, Keynsham, Bristol: Herstellung von Automobilen 1903 bis 1912 in unbekannter Zahl.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Baguley, Burton-upon-Trent: Herstellung von Autos von 1911 bis 1921, bis 1916 84 Stück, im Schnitt also 10 bis 15 pro Jahr. Zusätzlich wurden die Kleinwagen ACE und Salmon gebaut, wohl ebenfalls nur in kleinen Stückzahlen.

Bat, Penge, Surrey: Herstellung von Automobilen 1903 bis 1909 in unbekannter Zahl.

Beacon, Hindhead: Produktion von Cyclecars von 1912 bis 1914 in unbekannter Anzahl.

Beaufort, London: Entgegen einigen Sammelwerken handelt es sich nicht um eine eigene Automarke, sondern um den deutschen Bergmann „Orient-Expreß“ aus Gaggenau in Baden, der in Großbritannien unter dem Namen „Beaufort“ vertrieben wurde. Dies wird spätestens deutlich, wenn man vergleicht, daß nicht nur Bauzeit und Modelle sich ähneln, sondern auch sowohl Beaufort wie Bergmann sich rühmen, als erste die Auffahrt des Runden Turmes in Kopenhagen hinaufgefahren zu sein (vgl. wiki.en, vF. S.355, Schrader S.301). Mithin: Die Marke Beaufort basierte auf „Badge engineering“: also den Fall, in dem sich die Ingenieurleistung (engineering) auf Schaffen eines eigenen Markenzeichens (badge) beschränkt.

Bedford, Bedford: Fertigung von Autos 1904  in unbekannter wohl sehr geringer Anzahl.

Beeston, Coventry: Produktion von Kraftwagen von um 1899 (genauer Produktioonsbeginn und -ende unbekannt) in unbekannter wohl geringer Anzahl.

Bell, Ravensthorpe: Herstellung von Autos von 1905 bis maximal 1926 in unbekannter, jedoch sehr geringer Zahl. Die bei Culshaw-Horrobin genannten Typen sind anhand der übrigen Literatur (Red Book) teilweise nicht nachvollziehbar. Insgesamt sollen bis zum Ende der Firma ca. 500 Autos gebaut worden sein, was ich, wenn man die nach 1919 gebauten Nutzfahrzeuge hinzuzählt, für eine realistische Angabe halte.

Belsize, Manchester: Fertigung von Automobilen seit 1897 zunächst unter dem Namen Marshall, von 1901 (oder 1897?) bis 1925 als Belsize, zahlreiche Typen von 10 bis 60 HP in unbekannter Stückzahl. Unmittelbar vor dem 1.Weltkrieg sollen 1200 Arbeiter bis zu 50 Autos pro Woche gefertigt haben: Hier dürfte es sich um kurzzeitige Spitzenleistungen handeln, die irgendwann als große Erfolgsmeldung in die Presse gelangt sind und seither von jedem, der etwas zum Umfang der Produktion sagen will, hemmungslos abgeschrieben wurden. In der damaligen Zeit kann man etwa 0,5 bis 1 Auto pro Arbeiter pro Jahr rechnen, wenn die 1200 Arbeiter also wirklich ganzjährig beschäftigt worden wären, wären es maximal 1200 Autos im Jahr gewesen, vermutlich waren es aber erheblich weniger: Auch aus der Zahl „50 pro Woche“ kann nicht auf 2.600 Autos im Jahr (bei 52 Wochen) geschlossen werden, sondern etwa auf 1/3 dieser Summe, dann wären es 800 Stück gewesen – das deckt sich auch mit der geschätzten Produktion der Nachkriegszeit. Unterstellt man ein Anwachsen der Produktion der Firma seit 1897 bis 1914 analog zum Ansteigen der Gesamtproduktion, so errechnen sich etwa die angegebenenjährlichen Stückzhlen. Bei der  Schätzung der jährlich gebauten einzelnen Modelle bin ich davon ausgegangen, daß kleinere Wagen in größeren Stückzahlen gefertigt werden als große  (immerhin werden der 10/12 HP und der 14/16 hp in der Beaulieu Encyclopaedia als Haupttypen genannt), dennoch bleibt vieles reine Spekulatoion.

Bentall, Maldon: Produktion von Autos von 1906 bis 1913, insgesamt ca. 100 Stück.

Bifort, Fareham: Fertigung von Automobilen von 1914 bis 1915 (oder 1916?) in unbekannter, jedoch wegen Kriegsausbruches geringer Stückzahl. Der Motor kam aus Belgien, die Fahrgestelle aus Maubeuge (Frankreich), lediglich die Karosserien stammten aus England – letztlich war Bifort ein reiner Karosseriebauer. Wegen der Besetzung von Belgien wie auch von Maubeuge können eigentlich nach September 1914 keine neuen Einzelteile mehr geliefert worden sein, der Bau der Autos mußte also eingestellt werden, sobald die auf Lager liegenden Motoren und Fahrgestelle aufgebraucht waren.

Bijou, Eccles: Herstellung von Autos von 1901 bis 1904, auch Lieferwagen, in unbekannter Zahl, ferner 1901 ein Feuerwehrauto.

Billings, Coventry: Produktion von PKW mit De-Dion-Motor 1900 in unbekannter wohl geringer Zahl.

Blake, London: Motorenhersteller, 1900 und 1901 je 1 Automobil.

Bowen, London: Produktion von Kleinwwagen 1906 bis 1908 in unbekannter Anzahl.

Bowen, Didsbury: Fertigung von Automobilen von 1905 bis 1906 in unbekannter wohl eher geringer Stückzahl, sofern überhaupt mit einer Serienproduktion des 1905 gezeigten Prototyps begonnen wurde.

Bradbury, Oldham, Lancs.: Von 1902 bis 1925 existierender Motorradhersteller, der ab 1904 bis max. 1906 auch ein auf einem Motorrad basierendes Dreirad zum Personen- und Lastentransport anbot und in unbekannter Anzahl herstellte.

Bridgewater, Bridgewater, Som.: Reparaturwekstätte und Autohandel. Ab 1905 bis 1908 daneben Fertigung von Automobilen aus borgefertigten Teilen anderer Fabriken („collected car“), insgesamt 11 bis 12 Stück.

Bristol, Bristol: Herstellung von Autos von 1907/08 bis 1912, insgesamt etwa 20 Stück.

Brit, Bridport, Dorset: Motorenbau- Daneben Fertigung von Automobilen von 1902 bis 1905, wenige Einzelstücke, wohl speziell auf Kundenwunsch.

Britannia, Colchester: 1896 bis 1899 Bau von elektrisch angetriebenen Autos, Produktion von benzingetriebenen großen Autos von 1906 bis 1908 in unbekannter wohl sehr geringer Anzahl.

Britannia, Nottingham: Fertigung von Cyclecars mit 2-Zyl.-Zweitakt- und anderen Motoren 1913 bis 1914 in unbekannter Stückzahl.

British, London: Fertigung von Automobilen von 1905 bis 1907 mit deutschen Fafnir-Motoren  in unbekannter geringer Stückzahl.

British Ensign, London: Gegründet 1913, vor 1919 aber nur Prototypen, der Ausbruch des Weltkrieges verhinderte wohl eine Serienfertigung. Nach der Beaulieu Encyclopedia entstanden daneben vor 1919 Nutzfahrzeuge.

British Ideal, Birmingham: Produktion von Autos ab 1901 in unbekannter Anzahl, Ende der Produktion, Typen, Stückzahl unbekannt: Vielleicht wurde nur ein Prototyp gebaut?

Briton, Wolverhampton, Staffs.: Die Firma produzierte zunächst als Schwesterbetrieb von Star unter em Namen Starling und Stuart von 1905 bis 1909 Kleinwagen, ab 1909 Mittelklassewagen zunächst bis 1916, dann wurde kriegsbedingt die Produktion von Automobilen eingestellt und erneut von 1919 bis 1928 betrieben. Bis 1918 ist die Stückzahl nicht beziffert. Orientiert man sich an der Nachkriegsproduktion, wäre die Vorkriegsproduktion auf maximal etwa 100 Stück pro Jahr zu schätzen. Die Kleinwagenproduktion als Starling muß ebenfalls einigen Umfang gehabt haben, sonst hätte sie sich überhaupt nicht rentiert. Auf diesen Überlegungen beruhen meine Schätzungen der Vorkriegsproduktion, möglicherweise war sie höher als von mir geschätzt.

Broadway, Coventry: Fertigung von Cyclecars mit Fafnir-Motor aus Deutschland im Jahr 1913 in unbekannter Stückzahl.

Brooke, Lowestoft: Bau von Schiffsmotoren. Herstellung von Autos seit 1901, mehrere meist große Typen in unbekannter Zahl. Die Automobilproduktion war seit 1908 rückläufig und wurde spätestens 1913, möglicherweise schon früher, zugunsten des Schiffsmotorenbaus eingestellt.

Booke & Woollan, Reading, Berks.: Fertigung von Einzelexemplaren auf Wunsch 1907 bis 1910 in unbekannter, aber wohl sehr geringer Anzahl.

Brotherhood, London: Produktion von großen Autos von 1904 bis 1907 in unbekannter Anzahl, Nachfolger wurde der Sheffield Simplex (s.dort).

Brown, Wolverhampton: Teilehersteller, -lieferant und -händler. Fertigung von Automobilen von 1901 bis 1911 (oder 1913?), etliche Typen mit Motoren und Krosserien diverser anderer Hersteller in unbekannter Stückzahl.Offen bleibt, inwieweit teilweise ganze Autos von anderen Firmen gekauft und mit eigenem Firmenlogo versehen wurden („badge-engineering“).

Brush, London: Maschinenbau, daneben Herstellung von Autos von 1902 bis 1904 in unbekannter Zahl.

BSA (Birmingham Small Arms), Birmingham: Waffen, dann auch Motorräder. Produktion von Autos ab 1907 in unbekannter Anzahl. Informationen vom Club: http://www.bsafwdc.co.uk/page11.php

Buckingham, Coventry: Fertigung von Cyclecars von 1913 bis 1923 in unbekannter Stückzahl. Anfang 1914 sollen 15 Autos pro Woche fertiggestellt worden sein: Derartige Zahlen stellen immer Spitzenwerte dar, die tatsächliche Jahresleistung liegt etwa bei einem Drittel bis der Hälfte dieser aufs Jahr hochgerechneten Wochenproduktion, hier also bei etwa 300 Stück. Unterstellt man für 1913 die Hälfte der Jahresproduktion 1914, so wurden 1913 bis 1914 zwischen 400 und 500 Autos gefertigt, im 1. Weltkrieg scheint die Produktion geruht zu haben.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Calcott, Coventry: Motorradproduktion, Herstellung von ca. 2.500 Autos von 1913 bis 1926. Von diesen wird man etwa 300 für die Zeit bis 1918 rechnen können (die Produktion hatte kaum begonnen, da brach der 1. Weltkrieg aus, in dessen Verlauf ich von einer stark gedrosselten Fertigung ausgehe), sodaß sich etwa de von mir vorgenommenen Schätzungen ergeben.

Caledonian, Aberdeen: Fertigung von Automobilen auf Kundenwunsch als Einzelstücke von 1899 bis ca. 1906 in unbekannter wohl geringer Stückzahl.

Caledonian, Edinburgh: Produktion von Taxis von 1910 bis 1911, nach Beaulieu Encyclopedia von 1912 bis 1914. Über Stückzahlen ist nichts bekannt: Angesichts der Tatsache, daß nicht einmal die Produktionszeit eindeutig frststeht, war der Umfang dieser Produktion sicher sehr gering.

Calthorpe, Birmingham: Fahrradhersteller, Fertigung von Automobilen von 1904 bis 1928 (oder 1905-26), vor 1918 etliche Typen in unbekannter Stückzahl. Im 1. Weltkrieg kaum oder wenig Automobilfertigung, stattdessen Minen und Granaten.

Canterbury, Canterbury: Herstellung von Autos von 1903 bis 1906 mit verschiedenen Fremdmotoren in unbekannter Zahl.

Capel, London: 1900 Vorstellung einer Voiturette, von der 1901 einige Stück hergestellt worden sein sollen.

Carden, Teddington, Mddx.: Produktion von Cyclecars von 1913 bis 1923, bis 1916 in unbekannter Anzahl. Orientiert man sich an den Produktionszahlen ab 1919, so kann die Produktion bis 1916 nicht viel höher gewesen sein als von mir geschätzt.

Carpeviam, London: Der Name,ist lateinischen Ursprungs und heißt, ins Deutsche übersetzt soviel wie „Nutze den Weg“. Er ist damit eine Abwandlung des Horaz-Zitates „Carpe diem“ (Nutze den Tag). Die Firma betrieb Automobilhandel und baute von 1903 bis 1905 einen dreirädrigen PKW. Inwieweit es sich dabei um eigene Fahrzeugproduktion handelte oder vielleicht auch nur fremde Kraftfahrzeuge mit eigenen Firmenzeichen versehren wurden („badge-engineerng“), ist nicht klar.

Cassell, Glasgow: Fertigung von Automobilen von 1900 bis 1903, verschiedene Typen mit Fremdmotoren in unbekannter Stückzahl.

Cavedish, Sheffield, Yorks.: Produktion von Automobilen mit verschiedensten technischen Daten in geringer Stückzahl von etwa 1903 bis 1905. In Sheffield waren 7 Stück registriert, unterstellt man ledglich einen lokalen Markt, wäre dies die Gesamtproduktion gewesen. Vermutlich handelt es sich in allen Fällen um Einzelstücke auf Kundenwunsch.

C.C.C. (Classic Construction Co.), Taunton, Som.: Von 1906 bis 1907 stellte diese Firma Teile, insbesondere Fahrgestelle, für andere Firmen (z.B. Bridgewater) her, die mit von anderswo bezogenen Motoren bestückt werden konnten. Diese Teile sind indessen in den Produktionsziffern anderer Marken bereits erfaßt, sodaß C.C.C. in der Tabelle keine eigene Zeile erhalten hat, um Doppelzähungen zu vermeiden.

Celer, Nottingham.: Der Name ist Latein und bedeutet „Schnell“. Einziger Nachweis für die Existenz dieser Firma ist ein auf die heutige Zeit überkommenes Exemplar aus dem Jahr 1904. Von wann bis wann die Firma existierte und ub sie vielleicht nur dieses eine Auto baute, bleibt im Dunkeln.

Celtic, Bradford, Yorks.: Produktion von 8 Automobilen von 1904 bis 1908, Einzelstücke auf Kundenwunsch.

Centaur, Coventry: Fahrradhersteller. Produktion von Automobilen 1900 bis 1901 in unbekannter Stückzahl.

Century, Altrincham bzw. London.: Fahrradhersteller, Produktion von Dreirädern ab 1899. Im Mai 1901 zog die Firma nach London um, der Chefkonstrukteur R. Jackson blieb in Altrincham und setzte den Dreiradbau unter dem Namen Eagle (s.d.) fort .In London baute die Firma weiter Drei- und ab 1903 auch vierrädrige Fahrzeuge bis 1907, Anfang und Ende der Produktion der einzelnen Typen sowie ihre trechnischen Daten sind nicht genau zu ermitteln. Über Stückzahlen ist nichts bekannt.

Certus, London: Produktion von Automobilen (mindestens 2 Typen) von 1907 bis 1908 in unbekannter Stückzahl.

C.F.L., London: Fertigung von ganz wenigen Cyclecars 1913.

Chambers, Belfast: Herstellung von Autos von 1904 bis 1926. Die Gesamtproduktion wird von der Beaulieu Encyclopedia mit 500 Stück angegeben, dvon die Nachkriegsproduktion mit 60 Stück. woraus sich für die Vorkriegszeit 440 Stück errechneten. Andere Quellen nennen 100 Stück für die Vorkriegszeit, dazu im Krieg Sanitätsfahrzeuge für die Ulster Division: Diese mag etwa 10 Sanitätswagen gehabt haben, vermutlich Kastenaufbauten auf PKW-Fahrgestell. Ich halte insgesamt 100 Stück für realistischer als 500: Danach wären bis 1916 im Schnitt etwa 10 Autos pro Jahr entstanden, wobei es sich angesichts der zahlreich angebotenen Typen um Spezialanfertigungen nach Kundenwunsch gehandelt haben dürfte. Hauptgeschäft blieb wohl immer der Automobilhandel und nicht die Fertigung. Offenbar 1916 kriegsbedingter Produktionsstop.

Channon, Dorchester: Produktion von Autos von 1903 bis 1907 in unbekannter Anzahl, wohl nur wenige.

Chater-Lea, London: Motorradfabrik, Fertigung von Automobilen 1907/08 und erneut von 1913 bis 1922, Kleinautos und Cyclecars in unbekannter Stückzahl.

Cheswold, Doncaster: Herstellung von Autos von 1911 bis 1915/6 in unbekannter Zahl.

Chriton, Saltburn-by-the Sea, Yorks.: Produktionvon Automobilen 1904 in unbekannter Zahl – nur Einzelstück?

Clarendon, Coventry: Fertigung von Automobilen ca- 1902 bis 1904, Anzahl unbekannt.

Clement, Coventry: Produktion von Autos von 1907/08 bis 1914 in unbekannter Anzahl, es handelte sich um Typen der Firma Swift auf verlängertem Fahrgestell mit luxuriöserer Ausstattung.

Climax, Coventry: Fertigung von Automobilen mit Fremdmotoren von 1905 bis 1907 (oder 09?) in unbekannter Stückzahl.

Clyde, Leicester: Fahrräder und Motorräder, dazu Herstellung von ca. 250 Autos von 1901 bis 1930, im Schnitt also etwa 8 pro Jahr. Unterstellt man ein sehr langsames Anlaufen der Produktion und ab 1914 kriegsbedingt einen starken Rückgang, so kommt man in etwa auf die Zahlen, die ich für die Zeit 1901 bis 1918 als jährliche Produktionsziffer geschätzt habe.

Coltman, Loughborough: Produktion von Autos von 1907 bis 1914 in unbekannter Anzahl, zwei weitere Chassis entstanden noch 1920.

Cone, Leyton, Essex: Fertigung von Kleinwagen 1914 in unbekanter Zahl.

Cooper, King’s Lynn: Fertigung von 6 Automobilen von 1909 bis 1910/11 mit 3,2-Liter-Zweitakt-Motor.

Coronet, Coventry: Herstellung von Autos von 1904 bis 1906, verschiedene Typen in unbekannter Zahl.

County, Halifax, Yorks.: Fertigung sehr weniger Automobile 1907.

Courier, London: Produktion von Autos von 1906 bis 1908, Einzelteile aus Frankreich, Zusammenbau und Karosserie in England, verschiedene Typen in unbekannter Anzahl.

Coventry Motor Co., Coventry: Die Firma wird nur in der englischen wikipedia-Enzyklopädie, aber sonst in keinem Werk (auch der Beaulieu Encyclopedia nicht) erwähnt. 1898 stellte sie ein von Léon Bollèe beeinflußtes Dreirad her, wovon sich ein Stück im Coventry Mortor Museum befindet (und dieses Museum hat wohl auch für den wikipedia-Artikel gesorgt). Ob es sich um ein Einzelstück handelte, ob noch mehr Fahrzeuge gebaut wurden oder man sich eher auf Handel konzentrierte, bleibt offen, festzustehen scheint jedenfalls, daß die Firma 1903 die Tore schloß und spätestens damit eine Produktion endete.

Coventry-Premier, Coventry: Siehe Premier, Coventry

Cowey, Kew Gardens: Fertigung von Automobilen von 1910/11 bis 1915 in unbekannter Stückzahl, 1910 wohl nur Prototypen.

Cox, Glasgow: Eigene Fertigung im Jahr 1914, oder nur Handel mit ausländischen Fahrzeugen?

Crampin-Scott, London: Fertigungvon Automobilen 1900 bis 1901 in unbekannter Stückzahl.

Crawshay-Williams, Astead: Herstellung von Autos mit Fremdmotoren von November 1904 bis 1906 in unbekannter Zahl.

Crescent, Wallsall: Produktion von Cyclecars von 1911 bis 1915 in unbekannter Anzahl.

Cripps, London: Fertigung sehr weniger Automobile 1913.

Critchley-Norris, Preston: Neben LKW und Bussen Fertigung von luxuriösen PKW mit Crossley-Motoren von 1906 bis 1908 in unbekannter vermutlich geringer Stückzahl.

Crossley, Manchester: Herstellung von PKW von 1904 bis 1937, danach nur noch LKW. Stückzahlen (mehrere Typen zusammengefaßt) der einzelnen Typen überliefert. 1913 wurden insgesamt 650 Stück produziert, das dürfte wohl der Höhepunkt der Vorkriegsproduktion gewesen sein. Darauf basieren meine Schätzungen für die übrigen Jahre der Zeit bis 1918.

Crouch, Coventry: Produktion von Automobilen von 1912 bis 1928, bis 1918 zwischen 300 und 400 Stück. Ich habe eine dazwischen liegende Zahl und eine bis 1914 steigende, danach kriegsbedingt  sinkende Produktionskurve angenommen.
Carette Dreirad: mit 740 und 904 ccm, nach Grace’s Guide, RedBook bis 1913.
Vierrad: ab 1913, zunächst mit 904 ccm, dann 994, dann 1018 ccm. Der 1115ccm-Motor wurde wohl (entgegen Culshaw-Horrobin) erst ab 1919 eingebaut. Nach Grace’s Guide, RedBook Produktion zumindest bis 1917.

Crowdy, London: Fertigung von Automobilen von 1909 bis 1912, meist große Wagen in unbekannter Stückzahl. Die Firma kaufte 1909 die Konkursmasse der Fa. Weigel auf und baute Weigel-Typen weiter.

Crown, London: Fertigungvon (oder nur Handel mit?) Dreiradfahrzeugen im Jahr 1903.

Cumbria, Cockemouth: Herstellung von Cyclecars von 1913 bis 1914 in unbekannter Zahl.

Cummicar, ?: Unter diesem Namen wurde ab 1913 eine kleinere Version des französischen Kleinwagens Ronteix in unbekannter Anzahl verkauft, unklar ist, ob es sich um reinen Verkauf eines in Frankreich gefertigten Autos handelte, oder ob irgendeine Fertigung auch in Großbritannien (wenn ja, wo?) stattfand.

Cundall, Shipley, Yorks.: Motorenbau, daneben im Jahr 1902 einige Automobile.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Daimler, Coventry: Fertigung von Automobilen seit 1896 in unbekannter Stückzahl. die Autos hatten außer dem Namen nichts mit den deutschen Daimler-Fahrzeugen gemeinsam, sondern basierten auf eigenen ursprünglich auf Panhard-Technik aufbauenden Entwicklungen. Zumindest vor dem ersten Weltkrieg, aber auch noch einige Zeit danach, fuhr die britische Aristokratie Daimler (und nicht Rolls Royce): „The real people had Daimlers, Rolls-Royces were for people who had made their money in jam and pickles and things like that!“ Umso bedauerlicher ist es, daß es offenbar über gebaute Stückzahlen fast gar keine Unterlagen gibt. Ich habe anhand der Tatsache, daß mir für die Jahre 1897, 1900 und 1910 Stückzahlen vorlagen, eine Schätzung versucht, wobei ich davon ausgehe, daß die für 1910 genannten 2000 Verkäufe einen Höhepunkt darstellen und die Fertigung danach wieder leicht sank. Danach wäre die Firma neben Wolseley und Humber nach Ford eine der bedeutendsten der englichen Vorkriegszeit gewesen. Umso bedauerlicher ist es, daß es bis heute keine brauchbare Firmengeschichte gibt. Daten zu einzelnen Typen unter http://www.dloc.org.uk/cars/datasheets.php. Offen bleibt, inwieweit in den Stückzahlangaben auch LKW und Busse eingeschlossen sind.

Dalgleish-Gullane, Haddington, East Lothian: Fertigungvon 10 Automobilen 1907 bis 1908.

Dalhousie, Carnoustie, Angus: Fertigung von Automobilen 1906 bis 1910 in unbekannter geringer Anzahl.

Davy, Manchester: Herstellung von Autos von 1909 bis 1911 in unbekannter Zahl.

Day-Leeds, Leeds, Yorks.: Produktion von Autos von 1912 bis 1924, bis 1915 etwas über 100 Stück verschiedener Kleinwagen, dann kriegsbedingte Unterbrechung der Produktion bis 1919.

Deasy, Coventry: Fertigung von meist großen Automobilen von 1906 bis 1919, ab 1911 durch Einstieg von J.D. Siddeley Umfirmierung zu Siddeley-Deasy. Für die Jahre 1907, 1910 und 1913 liegen jährliche Gesamtstückzahlen als Schätzung aus verschiedenen Quellen vor, die Stückzahlen für die dazwischenliegenden Jahre habe ich durch Interpolation geschätzt. Danach war ein regelmäßiger Produktionsanstieg bis Kriegsbeginn im August 1914, danach ein starkes Absinken. Automobilproduktion nach 1916 wird zwar teilweise behauptet, ist indessen sehr unsicher: Die Firma widmete sich ab 1915 schwerpunktmäßig dem Flugmotorenbau und war in der Folgezeit eines der größten Flugmotorenwerke in Großbritannien. Es blieben daher in Kriegszeiten eigentlich keine Kapazitäten für die Herstellung von PKW. 1919 wurde die Frma vom Rüstungsgiganten Armstrong gekauft und hieß ab jetzt Armstrong-Siddeley.

Deemster, London: Herstellung von Autos ab April 1914 in unbekannter Stückzahl gebaut, aber wohl nur recht wenige. Ab 1915 kriegsbedingt stattdessen Herstellung von Feldküchen, erst 1919 Wiederaufnahme der Automobilproduktion.

Dennis, Guildford: Fahrradfabrik, Produktion von PKW ab 1899 oder 1898 bis 1915 in unbekannter Anzahl. 1902 sollen 200 Stück verkauft worden sein, was mir sehr hoch erscheint – oder ist es die Gesamtproduktion 1898/9 bis 1902? Erster LKW 1904, seit 1905 mehr Nutzfahrzeuge als PKW. Damit muß der PKW-Bau der Firma völlig unbedeutend gewesen sein und sich maximal im zweistelligen Bereich jährlich bewegt haben. Die PKW der späten Jahre hatten meist größere Motoren, die wohl dem Nutzfahrzeugprogramm (LKW, Busse, Feuerwehren) entstammten. Einstellung des PKW-Baues beschlossen 1913 und durchgeführt spätestens 1915. Zur Geschichte der Firma siehe http://www.dennissociety.org.uk/history.html

Dennis, Harrow, Middx.: Fertigung von Cyclecars 1911 in unbekannter Stückzahl.

De P (De Peyrecave), London: Herstellung von Cyclecars von 1914 bis 1916 (und nochmals 1921?) in unbekannter Zahl.

Dewcar, Eynsford: Produktion von sehr kleinen Cyclecars von 1913 bis 1914 in unbekannter Anzahl, ab 1914 Weiterbau als Victor (s.dort).

Dickinson-Morette, Birmingham: Herstellung von Dreirädern von 1903 bis 1905 in unbekannter Stückzahl.

DL/Dalziel, Motherwell: Fertigung von Kleinwagen von Dez.1913 bis 1920 in unbekannter Stückzahl.

D.M.C. (Dukeries Motor Co.), Worksop, Notts.: Herstellung von kleinen Dreiradfahrzeugen 1913 bis 1914 in unbekannter Anzahl.

Dodson, Shoreham: Herstellung von Autos von 1910 bis 1914 in unbekannter Zahl, Renault-Kopien.

Dolphin, Shoreham: Produktion von Autos von 1906 bis 1909, maximal 12 Stück.

Dorwald, London: Siehe Ailsa-Craig

Dougill, Leeds, Yorks.: siehe Frick

Douglas, Kingswood: Fertigung von Kleinwagen von 1913 bis 1922 in unbekannter Stückzahl.

D.P. (Dawfield, Philips), West Ealing: Herstellung von Autos von 1907 bis 1910 in unbekannter Zahl, meist als Taxi genutzt.

Drummond, Drumfries: Produktion von Autos von 1907 bis 1909 in unbekannter Anzahl, lokaler Markt.

Duo, London: Fertigung von Cyclecars von 1912 bis 1914 in unbekannter Stückzahl.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Eagle, Altrincham: Herstellung von Autos von 1901 bis 1908 in unbekannter Zahl, seit 1907 unter dem Namen New Eagle.

Eagle, London: Produktion von Cyclecars von 1912 bis Juni 1914 in unbekannter Anzahl.

Eastbourne, Eastbourne, Sussex: Herstellung einiger weniger Automobile von 1905 bis 1906.

Eastmead & Biggs, Frome, Som: Bau von  3 Autos (Einzelstücke) von 1901-04.

Eclipse, London: Herstellung von eoinigen wenigen Automobilen 1901 bis 1906.

Edwards, King`s Norton, Works.: Produktion von Cyclecars in unbekannter Anzahl 1913.

Elswick, Newcastle-upon-T.: Fertigung von Automobilen von 1903 bis 1907, mehrere Typen in Einzelstücken oder Kleinserien, in unbekannter Stückzahl.

Emerald, West Norwood, London: Bau von Kleinwagen 1903 bis 1904 in unbekannter Stückzahl.

Empress, Manchester: Herstellung von Autos von 1907 bis 1910 in unbekannter Zahl.

Endurance, Coventry: Automobilbau von 1899 bis 1901 in unbekannter Stückzahl.

Enfield, Redditch: Produktion von Autos als Royal Enfield 1901-05, als Enfield von 1906 bis 1915/6 in unbekannter Anzahl. 1908 kam die Firma zu Alldays,  es wurden aber weiterhin Autos unter dem Namen Enfield hergestellt, wenngleich diese bis auf einen anderen Kühlergrill den Typen von Alldays entsprachen. 1918 Zusammenschluß zu Enfield-Alldays.

Ensign, Willesden, London: Gegründet 1913, ursprünglich wohl Import des italienischen Florio, spätestens ab 1914 auch dessen Bau, bis 1915 in unbekannter Stückzahl.

Eric, Northampton: Herstellung von Cyclecars 1911 bis 1914 in unbekannter Zahl.

Evelyn: Produktionsstandort unbekannt, vertrieben durch Fa. Carette, London, Kleinwagen, gebaut 1913 bis 1914 in unbekannter Stückzahl.

F.D.(Front Drive), Shepherd`s Bush, London: Eines der erstzen Autos mit Frontantrieb, 1 bis 2 Prototypen (oder mehr?) im Jahr 1911.

Ferox, Paisley, Renfrewshire: Herstellungvon Kleinwagen 1914 in unbekannter Zahl.

Finola, Dublin: Produktion von Automobilen, vielleicht aber auch nur Verkauf irgendwo gebauter Autos (Lacoste & Battman?) unter eigenem Namen im Jahr 1904.

Firefly, Croydon: Fertigung von Automobilen von 1901 bis 1903, zahlreiche Modelle in unbekannter Stückzahl, meist wohl Einzelstücke.

Ford, Manchester: Herstellung des Modell T als Lizenzbau seit 1911, jährlich gebaute Zahl bekannt. Seit 1913 größter britischer PKW-Produzent (bis 1921).

Formen, Coventry: Maschinenbauer, nebenher Produktion von Autos von ca.1904 bis ca.1907 in unbekannter sehr geringer Anzahl.

Forrest, Liverpool: Fertigung von Automobilen von 1907 bis 1916 in unbekannter Stückzahl. Problematisch sind bei dieser Firma die gebauten Typen: Culshaw-Horrobin wie auch das Red Book nennen für die Zeit bis 1911 keine konkreten Typen, nach der Beaulieu Encyclopedia befand sich der Typ 8 HP schon seit 1908 in Produktion, nach den anderen Quellen erst seit 1911. Die Beaulieu Encyclopedia erwähnt auch einen „später“ (wann?) gebauten kleinen Vierzylinder, der in keiner anderen Quelle zu finden ist. Die Bohrung des 1911 gebauten Vierzylinders beträgt nach Culshaw-Horrobin 85 mm, ausweislich des Red Book 84 mm, nach Culshaw-Horrobin läuft dessen Produktion von 1911 bis 1916 durch, nach Red Book  wird sie von 1912 bis 1914 unterbrochen und erst 1915 wieder aufgenommen

Foy-Steele, Willesden: Herstellung von Autos von 1913 bis 1916 in unbekannter Zahl.

Frick, Leeds: Zunächst unter dem Namen Dougill einige Versuchsmuster 1896 bis 1899. Dann Produktion von Autos von 1904 oder 1905 bis 1906 in unbekannter Anzahl, Nutzfahrzeuge noch bis 1907.

Friswell, London: Handel mit französischen Delage-Automobilen von 1906 bis 1907, wohl keine Produktion!

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Gainsborough, Gainsborough: Herstellung von Autos von 1902 bis 1903 in unbekannter Zahl.

Gamage, London: Großes Warenhaus. Automobilhandel 1903 bis 1904 mit Autos aus Frankreich (höchstwahrscheinlich Lacoste & Battmann) Produktion von Autos von 1914 bis 1915 in unbekannter geringer Anzahl. Gamage stellte die Autos nicht selber her, war nur Händler. Wo konkret der Gamage 10 HP hergestellt wurde, konnte noch nicht ermittelt werden.

General, London: Fertigung von Automobilen von 1902 bis 1905, verschiedene Modelle und Einzelstücke in unbekannter Stückzahl.

Gibbons, Chadwell Heath, Essex: Herstellung von Cyclecars ab 1917, nach anderer Ansicht erst ab 1921, bis 1929.

Gilburt, London: Gründung der Firma Oktober 1904. Herstellung von Autos von Februar 1905 bis 1906 in unbekannter, aber geringer Zahl.

Gilyard, Bradford: Produktion von Cyclecars von 1912 bis 1916 in unbekannter Anzahl.

Girling, Bedford: Produktion von dreirädrigen Cyclecars 1913 bis 1914.

Globe,Accrington, Lancs.: Herstellung von Autos von 1904 bis 1906/07, von den Typen 9HP und 12/14 HP je 12 Stück, vom Typ 22HP wohl nur ein Prototyp.

Globe, Tottenham, London: Fertigung von Cyclecars von 1913 bis 1916 in unbekannter Stückzahl.

Glover, Coventry: Produktion von 9 Cyclecars von 1912 bis 1913.

GN, Hendon, Mddx.: Produktion von Cyclecars von Dez.1910 bis 1925, 200 Stück seit Gründung der Firma bis August 1914. Für 1915 mußte ich die Produktion schätzen, und dann ruhte die Fertigung wohl kriegsbedingt bis 1919.

Gordon, London: Fertigung von Kleinwagen von 1903 bis 1904 in unbekannter wohl geringer Stückzahl.

Gordon, Eastgade, Beverley, Yorks.: Fertigung von Cyclecars von 1912 bis 1914 oder 1916 in unbekannter Stückzahl.

Granta, London: keine Produktion, nur Handel 1906.

Grose, Northampton: Produktion von 6 Autos mit Benz-Motor 1899 bis 1900.

GWK (Grice, Wood, Keiller), Maidenhead, Berks.: Herstellung von Cyclecars von 1911 bis 1931, 1.069 Stück bis 1914. Unklar ist, ob diese bis zum Kriegsausbruch August 1914 (Beaulieu Encyclopaedia spricht von „before World War One“), bis Dezember 1914 oder bis zum kriegsbedingten vorläufigen Produktionsende 1915 (Baldwin) gefertigt wurden. Die Fertigung ruhte wohl 1916-18 kriegsbedingt (auch das ist nicht ganz klar).

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Hallamshire, Sheffield, Yorks. : Produktion von nicht über 40 Autos von 1901 bis 1906, mehrere Typen.

Hamilton, Edinburgh: siehe Stirling

Hampton, Dudbridge, Strout, Gloucs.: Fertigung von Automobilen von 1911 bis 1933 in unbekannter Stückzahl, eigentlicher Produktionsbeginn 1912, kriegsbedingte Unterbrechung spätestens ab 1915 bis 1919. Da nach dem Krieg völlig andere Typen (Klein- statt Mittelklassewagen) angeboten wurden, ist eine Schätzung der Vorkriegsproduktion sehr schwierig. Ich bin von langsamem Anlaufen der Produktion ausgegangen, möglicherweise habe ich zu gering geschätzt.

Haynes & Bradshaw, Manchester: Produktion von dreirädrigen Cyclecars von 1912 bis 1924 in unbekannter Stückzahl.

Harper, Aberdeen: Produktion von Cyclecars von 1905 bis 1906 in unbekannter geringer Stückzahl.

H.C.E., London: Produktion von Cyclecars von 1912 bis 1913 in unbekannter Stückzahl.

Herbert, London: Produktion vonAutomobilen von 1916 bis 1917 in unbekannter, aber wegen des Krieges geringer Stückzahl.

Heron, Birmingham: Herstellung von Autos von 1904 bis 1906 in unbekannter Zahl, Culshaw-Horrobin nennt für diese kurze Zeit 10 verschiedene Typen von 780 – 4.942 ccm: Entweder waren das alles Einzelstücke oder Kleinstserien, oder ein Teil der Typen wurden nur angeboten, aber nie gebaut.

Heybourn, Maidenhead, Berks.: Produktion von Cyclecars von 1914 in unbekannter Stückzahl.

Highgate, London: Produktion von Automobilen 1903 bis 1904 in unbekannter Stückzahl.

Hillman, Coventry: Fahrradfabrik. Produktion von Autos seit 1907. Wer heute den Namen Hillman hört –die Firma ist bekannt für Kleinwagen und Wagen der unteren Mittelklasse- wird nicht glauben, daß am Anfang der Firma ein großer Sport- und Rennwagen mit wahlweise 6 oder 9 Litern Hubraum stand: Typ 25HP und 40 HP, von denen „sehr wenige“ gebaut wurden, von mir entsprechend geschätzt. Zu diesen kam ab 1909 der Typ 12/15HP, ferner 1912 ein Zweizylinder Typ 10HP. Von beiden zusammen fertigte Hillman um 1911 -13 im Schnitt 50 Stück pro Jahr.
Erstes Erfolgsmodell war ab 1913 bis 1915 der Hillman 9, dessen Stückzahlen überliefert sind. Sein Nachfolger 11HP wurde von 1915 bis 1917 kriegsbedingt in nur kleinen Stückzahlen gebaut, ich habe entsprechend (vielleicht zu niedrig?) geschätzt. Der Sechszylinder Hillman 13/25 mit gleichen Zylindermaßen wie der Hillman 9 blieb wohl ein Prototyp. Weitere Informationen unter http://www.hillmanownersclub.co.uk/

H.M.C., Hendon, Middx: Produktion von Cyclecars  1913 in unbekannter Stückzahl.

Holbrow, Fairfield, London: Produktion von Autos 1903 in unbekannter Stückzahl.

Holcar/Holroyd-Smith, London: Fertigung von Automobilen von 1897/8 bis 1905 in unbekannter wohl sehr geringer Stückzahl, vermutlich nur Einzelexemplare, keine Serienfertigung

Holdsworth, Earlsfield, London: Produktion von Automobilen 1903 bis 1904  in unbekannter Stückzahl.

Horbick (Horsfall & Bickham), Manchester: Textilmaschinen. Herstellung von Autos von 1902 bis 1909, etliche Typen in unbekannter Zahl, nach Aufgabe der Automobilproduktion wieder nur Textilmaschinen.

Horley, Horley, Surrey: Produktion von Kleinwagen von 1904 bis 1909 in unbekannter Anzahl.

Hornet, London: Fertigung von Automobilen von 1905 bis 1907 in unbekannter wohl recht geringer Stückzahl.

Horstmann, Bath, Som.: Herstellung von einigen Kleinwagen 1914, von mir anhand der Produktion ab 1919 geschätzt, dann kriegsbedingte Produktionsunterbrechung bis 1919.

Howard, Sutton, Surrey: Produktion von Cyclecars 1913  in unbekannter Stückzahl.

Howett, Birmingham: Produktion von Cyclecars 1912 bis 1913  in unbekannter Stückzahl.

H.S.M., London: Produktion von Cyclecars 1913  bis 1918 in unbekannter Stückzahl.

Hudlass, Southport, Lancs.: Produktion von 12 Automobilen 1897 bis 1902, Fortsetzung der Produktion in unbekanntem Umfang unter dem Namen Phoenix von 1902 bis 1904 und Barcar von 1904 bis 1906.

Humber, Coventry: Automobilbau seit 1896, zunächst Versuchs- und Einzelstücke, Serienproduktion seit 1901. Ab 1915 sind die jährlich von jedem Typ gebauten Stückzahlen überliefert, ferner gibt es die Jahresproduktion für 1906 und 1913, für die dazwischen liegenden Jahre habe ich die Jahresproduktion durch Interpolation geschätzt.
Humber dürfte bis 1918 hinter Ford die zweitgrößte britische Automarke gewesen sein.

Hurlincar, Hackney, London: Fertigung von Kleinwagen von 1913 bis 1916 in unbekannter Stückzahl.

Hurst/Hurmid, London: Herstellung von Autos seit 1897 unter dem Namen Hurst & Lloyd, von 1900 bis 1906 als Hurst und 1906-07 als Hurmid, verschiedenste Modelle, meist wohl Einzelstücke, geringe Jahresproduktion.

Hutton, Thames Ditton, Surrey: Produktion von Autos von 1900 bis 1905 in unbekannter Anzahl. Zunächst gab es einen Kleinwagen mit verschiedenen Motoren, gebaut in nur geringer Anzahl. 1903 kamen ein 12HP und ein 20HP-Typ dazu, von denen jedoch jegliche Daten fehlen, ich gehe daher auch hier von sehr kleinen Stückzahlen aus.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Iden, Coventry: Fertigung von Automobilen von 1904 bis 1907/08 in unbekannter Stückzahl. Ein Teil der Modelle wird nur bei Culshaw-Horrobin erwähnt, hierbei dürfte es sich lediglich um Prototypen gehandelt haben, zumal die technischen Daten teilweise auf ungewöhnliche Konstruktionen schließen lassen, die sich wohl nicht bewährten, zumindest aber beim Käuferpublikum auf keine Resonanz stießen.

Imperial, Manchester: Herstellung von Autos von 1901 bis ca.1906 in unbekannter Zahl.

Imperial, London: Produktion von 12 Cyclecars 1914.

International, Charlotte: Fertigung von Automobilen von 1898 bis 1904, einige Typen in unbekannter Stückzahl.

Invicta, London: Herstellung von Autos nur 1900 oder von 1901 bis 1906 (je nach Quelle)  in unbekannter Zahl.

Invicta, Leamington Spa, Warwicks.: Herstellung von Cyclecars von 1913 bis 1914 in unbekannter Zahl.

Iris, London: Produktion von Autos von 1905 bis 1915, nach anderen Quellen bis 1925. Große Wagen  in unbekannter (wohl recht geringer) Anzahl.

Ivanhoe: Siehe Mercury (Cricklewood)

Ivel, Biggleswade: Fertigung von Automobilen von 1899 bis 1906 in unbekannter, jedoch geringer Stückzahl. Daneben Traktoren bis 1921.

Jackson, Bradford: Herstellung von Autos von 1899 bis 1915/6, etliche Typen in unbekannter Zahl, Fremdmotoren meist aus Frankreich.

James & Browne, Hammersmith, London: Produktion von Autos von 1901 bis 1910 in unbekannter Anzahl.

JBS, Batley: Fertigung von Cyclecars von 1913 bis 1915 in unbekannter Stückzahl.

Jennings, Birmingham: Herstellung von Kleinwagen von 1913 bis 1915 in unbekannter Zahl.

Jowett, Bradford, Yorks.: Produktion von Kleinwagen mit Zweizylinder-Motoren ab 1906, bis 1919 ca.150 Autos: Bis 1910 nur Prototypen und Versuchsexemplare, ab Oktober 1916 bis Anfang 1919 kriegsbedingt keine Automobilproduktion. Nur geringe Informationen bietet die Seite http://jowett.org/

Kendall, Birmingham: Produktion von Cyclecars 1912 bis 1913  in unbekannter Stückzahl.

Kennedy, Glasgow: Produktion von Automobilen 1906 bis 1910  in unbekannter Stückzahl.

Kennedy, Leicester: Produktion von Autos 1914 bis 1916  in unbekannter Stückzahl.

Kestrel, Gloucester: Produktion von 15 Cyclecars 1914.

King, Leicester: Produktion von Automobilen 1904 bis 1905 in unbekannter Anzahl.

King & Bird, Mansfield, Notts.: Produktion von Automobilen ca.1903  in unbekannter Stückzahl.

Knight (of the Road), Chelmsford: Fertigung von Automobilen von 1913-14 oder 1914-15 in unbekannter Stückzahl.

K0orte, Leeds, Yorks.: Produktion von Automobilen 1903 bis ca.1905  in unbekannter Stückzahl.

Kyma, London: Produktion von Autos 1903 bis 1905  in unbekannter Stückzahl.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Lacre, London: Herstellung von Nutzfahrzeugen, insbes. Kommunalfahrzeugen, PKW nur kurzzeitig 1910 auf Bestellung in unbekannter wohl geringer Zahl.

LAD, Farnham: Produktion von Cyclecars von 1913 bis 1914 in unbekannter, aber wohl geringer Anzahl, nach dem ersten Weltkrieg erneut von 1923-26 gefertigt.

Lagonda, Staines, Mddx.: Fertigung von Automobilen von 1906 bis 1964 in teils bekannter, teils unbekannter Stückzahl. Einige Typen werden vorgestellt unter http://www.lagondaclub.com/cars/

Lambert, Thetford, Norf: Produktion von Autos 1911 bis 1912  in unbekannter Stückzahl.

Lambert-Herbert, ?: Produktion von Autos 1913  an unbekanntem Ort mit im wresentlichen unbekannten Daten in unbekannter Stückzahl.

Lancaster, Sunderland, Durham: Nur Montage 1902 bis 1903.

Lanchester, Birmingham: Gründung 1895, Herstellung von Autos in Serie seit 1901, große Wagen in meist unbekannter Zahl. Ich habe anhand der Tatsache, daß auch noch bis etwa 1925 die Zahl der jährlich gefertigten Fahrzeuge immer bei etwa 50 Stück lag, auch für die Zeit vor 1914 ähnliche Zahlen angenommen und entsprechend eine Schätzung gewagt. Daten zu einzelnen Typen unter http://www.dloc.org.uk/cars/datasheets.php

La Plata, Sheffield, Yorks.: Nur Montage 1903 bis 1906.

(New) Leader, Nottingham: Produktion von Autos von 1905 bis 1909, zahlreiche Typen in unbekannter Anzahl.

Lea-Francis, Coventry: Fahrradhersteller, Fertigung von 3 Automobilen des Typs 15HP zwischen 1903 bis 1906, später  erneut ab 1920.

L.E.C., Southall, Middx.: Produktion von Cyclecars 1912 bis 1913  in unbekannter Stückzahl.

Leo, ?: Produktion von Cyclecars 1913  in unbekannter Stückzahl an unbekanntem Ort.

Leonard, London: Herstellung von Autos von 1903/4 bis 1906 in unbekannter Zahl.

Lester, Shepherd`s Bush, London: Produktion von Cyclecars 1913  in unbekannter Stückzahl.

Lindsay, Woodbridge: Produktion von Dreiradfahrzeugen 1902 bis 1905/6, von Autos von 1906 bis 1908 in unbekannter Anzahl.

Lipscomb, London: Produktion von Automobilen 1903 bis 1905  in unbekannter Stückzahl.

Liver, London: Produktion vonAutos 1900 bis 1901  in unbekannter Stückzahl.

Lloyd & Plaister, Wood Green, London: Produktion von Automobilen 1900 bis 1909  in unbekannter Stückzahl.

LM (Little Midland), Clitheroe: Fertigung von Kleinwagen und später Cyclecars von 1905 bis 1922, kriegsbedingt unterbrochen 1917-18,  in unbekannter Stückzahl.

Loidis, Leeds, Yorks.: Nur Importe, keine Produktion.

Lonsdale, Brighton, Sussex: Produktion von Autos 1900  in unbekannter Stückzahl.

Lotis, Coventry: Herstellung von Autos von 1908 bis 1912, zahlreiche Typen, wohl alle mit Fremdmotoren,  in unbekannter Zahl.

Lucar, Brixton, London: Produktion von Automobilen 1914  in unbekannter Stückzahl.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Manchester, Manchester: Produktion von Autos 1904 bis 1905  in unbekannter Stückzahl.

Marshall: Siehe Belsize

Marshall Arter, Hammersmith, London: Fertigung von Kleinwagen von 1912 bis 1914/5 in unbekannter Stückzahl.

Martin, Croydon, Surrey: Autohändler, einige Eigenbauten 1904 bis 1905  in unbekannter Stückzahl.

Mascot: Eine Firma, von der nicht einmal der Sitz bekannt ist. Herstellung (?) von Autos von 1906 bis 1907 (oder länger?) in unbekannter Zahl.

Matchless, Woolwich, London: Produktion eines dreirädrigen Cyclecar von 1913 bis 1915 in unbekannter Anzahl.

Maudslay, Coventry: Produktion von großen Autos von 1902 bis 1915, danach nur noch LKW. Überliefert sind die Jahresproduktion für 1905 und 1909. Die übrigen Jahre habe ich durch Interpolation geschätzt, nach 1909 zunächst ein Stagnieren, dann einen langsamen Abwärtstrend angenommen, der sich zu Beginn des Weltkrieges sehr beschleunigte, als Maudslay nur noch LKW in großen Mengen für das Militär herstellte.

Maxim, London: Waffenhersteller (MG!), daneben Produktion von Automobilen 1902 bis 1905  in unbekannter Stückzahl.

Mayfair, London: Fertigung von Automobilen 1901 und möglicherweise von 1906 bis 1907 in unbekannter (wohl geringer) Stückzahl.

McKenzie, Birmingham: Herstellung eines Kleinwagens von 1913 bis 1916, unklar ist, ob er überhaupt vor Kriegsausbruch zur Serienreife gelangte und ob im Krieg eine Serienfertigung anlief. Ab 1919 erneute Produktion in größeren Räumlichkeiten.

Medea, Birmingham: Produktion von Autos von 1913 bis 1916: Möglicherweise nur Prototypen eines Kleinwagens, dessen Serienproduktion der Ausbruch des 1. Weltkrieges verhinderte und der 1921 unter dem Namen Rhode gebaut wurde, vielleicht auch schon vor 1918 einige kleine Serien.

Melem, Birmingham: Herstellung von Autos 1913 bis 1914 in unbekannter Stückzahl.

Mendip, Southmead, Bristol: Fertigung von Automobilen von 1914 bis 1922/3, möglicherweise 1914/5 nur Prototypen, keine Serie, im Krieg Vergaser etc. für Flugzeuge.

Mercury, Cricklewood: Herstellung des Typs 24HP im Jahr 1905, auch unter dem Namen Ivanhoe, in unbekannter Zahl.

Mercury, Twickenham: Herstellung von Autos von 1913/4 bis 1915, vielleicht nur Prototypen, Serienfertigung ab 1919.

Merlin, Birmingham: Fahrradhersteller, Produktion von Autos -meist als Bausätze-  1913 bis 1914 in unbekannter Stückzahl.

Meteor, Feltham: Fertigung von Automobilen von 1903 bis 1905 in unbekannter Stückzahl.

Meteor, London: Produktion von Autos von 1914 bis 1916 in unbekannter Anzahl, es müssen (wahrscheinlich kriegsbedingt) sehr wenige gewesen sein: In der Beaulieu Encyclopaedia wird die Marke nicht erwähnt.

Meteorite, London: Fertigung von Automobilen von 1912 bis 1924 in unbekannter Stückzahl.

Miles / Milo, Sharpness, Gloucs.: Fahrradhersteller, Produktion von Automobilen 1910 bis 1912  in unbekannter Stückzahl.

MMC (Motor Manufacturing Compagnie), Coventry: Herstellung von Autos von 1898 bis 1908, etliche Typen in unbekannter Zahl.

Mobile, Birmingham: Produktion von kleineren Autos von 1903 bis 1907, mehrere Typen in unbekannter Anzahl.

Monarch, Birmingham: Fertigung von Cyclecars von 1912 bis 1914 in unbekannter Stückzahl.

Morgan, Malvern Link, Worcs.: Herstellung von Autos seit 1909 (1.Prototyp), Serieproduktion seit 1911, bis zur kriegsbedingten Suspension der Fertigung im Jahr 1916 rd.3.000 Stück: 1913 waren es doppelt so viele wie 1912, insgesamt seit 1911 fast 1000 Stück, und von 1.1.bis 30.6.14 doppelt so viele wie 1913, dazu kommen die Autos von 1.7.-31.12.14: vermutlich wegen Kriegsausbruches deutlich weniger. Dementsprechend errechnet sich die Stückzahl für 1915 und 1916.

Morris, Oxford: Produktion von Autos seit 1913 in bekannten Stückzahlen.

M.P.: Produktion von Automobilen 1908 bis 1909  in unbekannter Stückzahl an unbekanntem Ort.

Mytholm, Hippoholme, Yorks.: Produktion von Autos 1900 bis 1901  in unbekannter Stückzahl.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Nameless, London: Produktion von Automobilen 1908 bis 1909 in unbekannter Stückzahl.

Napier, London: Fertigung von Automobilen von 1900 bis 1924. Die jährlich produzierte Stückzahl ist vielfach bekannt, für die Jahre dazwischen durch Interpolation zu ermitteln. Insgesamt sollen 4.258 PKW gebaut worden sein, davon 187 ab 1919, also 4.071 vor 1919. Addiert man indessen die Jahresproduktion von 1900 bis 1918 zusammen, erhält man knapp 6.000 PKW. Möglicherweise sind die 4.258 PKW ohne Taxis gerechnet: Taxis machen allein für die Jahre 1909 bis 1912 zusammen 1.375 Stück aus, weitere kommen insbesondere für 1913 und 1908 und die Zeit davor vielleicht noch hinzu. Gleichwohl bleiben derzeit Fragen offen.

National, Gainsborough: Herstellung von Autos von 1902 bis 1906, nach anderen Quellen bis 1912.
Ursprünglich Autos mit Zwei- oder Dreizylinder-Motoren (10/12 HP und 18/20 HP) und gleichen Zylindermaßen, ab 1905 ein Vierzylinder (20/24 HP) statt des Zweizylinders. Insgesamt sollen etwa 50 Stück von 1902 bis 1906 gebaut worden sein, die meisten davon 18/20 HP Dreizylinder.
Nach anderer Ansicht (CH) ab 1906 ein neuer Vierzylinder 28/32 HP, gebaut bis 1912, und dazu ein Sechszylinder mit gleichen Zylindermaßen, nur 1907 gebaut.

N.B., Manchester: Verkauf der in Italien unter dem Namen N.B. (Newton & Bennett) produzierten Autos, siehe Italien.

NEC (New Engine Company), Willesden: Produktion von Autos von 1905 bis 1921, meist große Wagen in unbekannter Anzahl, ab 1916 wohl kriegsbedingt keine Produktion mehr, 1919-21 noch Zusammenbau einiger Autos aus Teilen. Die Autos hatten alle liegende 2- und 4-Zylinder-Boxer-Motoren (quasi als Unterflurmotoren), zumindest teilweise Zweitakt, und dadurch eine sehr kurze Schnauze, sahen also für Personen, die für große Autos lange Motorhauben als Zeichen eines großen Motors gewohnt waren, etwas seltsam aus.
Meine Schätzung beruht auf der Überlegung, daß die Blütezeit der Firma vor dem ersten Weltkrieg gelegen haben dürfte, wobei grundsätzlich die jährlich gebaute Stückzahl derartiger Luxusfahrzeuge gering gewesen sein dürfte – dies gilt insbesondere unter Berücksichtigung des ungewöhnlichen Aussehens, das zumindest ein gehobenes Käuferpublikum selten honoriert.

New Century, Brighouse, Yorks.: Produktion von Cyclecars 19ß2 bis 1904  in unbekannter Stückzahl.

Newey, Birmingham: Fertigung von Automobilen von 1913 bis 1921/2 in unbekannter Stückzahl: Der 1907 gefertigte Newey-Aster war wohl ein Einzelstück. Nach 1919 kaum noch Produktion.

New Hudson, Birmingham: Herstellung von Cyclecars von 1912 bis 1915/6 in unbekannter Zahl.

New Imperial, Birmingham: Motorradhersteller, Produktion von Cyclecars 1914  in unbekannter Stückzahl.

Newmobile, Acton, London: Nur Verkauf, keine Produktion.

New Orleans, Twickenham: Produktion von Autos von 1900 bis 1909/10, ab 1906 als Orleans, in unbekannter wahrscheinlich geringer Anzahl.

Norfolk, Checkheaton, Yorks.: Produktion von Automobilen 1904 bis 1905  in unbekannter Stückzahl.

Norma, Hammersmith, London: Fertigung von Kleinwagen von 1912 bis 1914 in unbekannter Stückzahl.

Norris, Stockport, Chesh.: Produktion von Cyclecars ab Juni 1914  in unbekannter Stückzahl, bis zum Kriegsausbruch Anfang August vermutlich nur wenige und danach sehr schnell Einstellung der Produktion.

Northern, Cleckheathon: Herstellung von Autos von 1907 bis 1910 in unbekannter Zahl, die Firma ist in der Beaulieu Encyclopedia nicht erwähnt, der Automobilbau –wenn er sich denn nicht auf Versuchsfahrzeuge beschränkte- war sicher von geringstem Umfang.

Norton, Llandrindot Wells, Radnorshire: Produktion von Cyclecars 1913  in unbekannter geringer Stückzahl.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Old Mill, Brighton: Produktion von 13 Kleinwagen 1914.

Omnium: Vertrieb von  Eagle Cyclecars unter anderem Namen. Siehe Eagle.

Orion, London: keine eigene Produktion, nur Handel.

Osterfield, West Norwood: Fertigung von Automobilen von 1906 oder 1907 bis 1909, 4-, 6- und 8-Zylinder mit gleichen Zylindermaßen, in unbekannter Stückzahl.

Palladium, London: Herstellung von Autos von 1912 bis 1925, mehrere Typen in unbekannter Zahl. Die Motoren vor 1919 waren meist französischen Ursprungs, 1916 bis 1918 war der Automobilbau kriegsbedingt suspendiert.

Paragon, Manningtree, Essex: Produkton von einigen wenigen Cyclecars 1913 bis 1914

Parr, Leicester: Produkton vonAutomobilen 1901 bis 1902.

Paine & Bates, Coventry: Produkton von Automobilen 1898 bis 3.1902, mehrere Typen.

P.D.A., Birmingham: Produkton von 12 bis 15 Cyclecars 1912 bis 1913.

Pennine, Halifax, Yorks.:n: Produkton von einigen  Cyclecars 1914-

Perry, Tyseley: Produktion von Autos von 1913 bis 1916: Typ 8: ca.800 Stück von 1913-15, Typ 11.9: ca.300 Stück 1915-16.

Petters, Yeovil: Maschinenbau, Fertigung von insgesamt 12 Automobilen verschiedener Art von 1895 bis 1899, eines der ersten in England gebauten Autos.

Phoenix, London: Motorradfabrik, Herstellung von Autos (Kleinwagen und Mittelklasse) von 1903 bis 1926 in unbekannter Zahl. 1911 sollen 150 Arbeiter bis zu 7 Autos pro Woche hergestellt haben, daraus errechnet sich eine jährlich gebaute Stückzahl von etwa 150 Stück, ich habe dies als Höhepunkt der Produktion angenommen, davor ein Ansteigen analog zum Ansteigen der Gesamtzahl, danach bis 1913 Stagnation und dann kriegsbedingt Sinken bis 1916. Die so gewonnenen Zahlen entsprechen denen der jährlichen Nachkriegsproduktion.

Phoenix, Southport: Siehe Hudlass

Pick, Stamford, Lincs.: Produktion von Autos von 1898 bis 1925 in unbekannter geringer Anzahl, Einzelexemplare auf Bestellung.

Pilgrim, Farham, Surrey: Fertigung von Automobilen von 1906 bis 1914 in unbekannter sehr geringer Stückzahl, ab 1914 Autoteile und sonstige Metallverarbeitung. Überliefert ist die Zahl der Typen 25/30 (18 Stück), offen bleibt, ob darin der Typ 32 eingeschlossen ist. Vom Typ 10/12HP sollen „wenige“ gebaut worden sein, von allen anderen Typen liegen gar keine Mengenangaben vor: Waren es Einzelstücke?

Pilot, London: Fahrschule, Herstellung von Autos von 1910 bis 1914, einige Typen in unbekannter wohl jeweils ganz geringer Zahl.

Pinnace, Hammersmith, London : Siehe Norma

Portland, London: Produktion von Autos um 1904 in unbekannter Anzahl, die Firma wird in der Beaulieu-Encyclopaedia nicht erwähnt, hat also entweder nur auf dem Papier existiert oder war völlig unbedeutend.

Premier, Birmingham: Händler für die italienische Marke Marchand. Fertigung von Automobilen von 1906 bis 1907 in unbekannter wohl sehr geringer Stückzahl, möglicherweise Um- und Lizenzbauten von Marchand.
Nach längerer Pause 1912/3 Bau eines Cyclecar. Die Daten dieses Cyclecar (von dem es wohl nur Prototypen gab) sind bei Culshaw-Horrobin falsch angegeben, die dort angegebenen beziehen sich auf das Coventry-Premier-Cyclecar (s.u.). Die richtigen Daten diees Cyclecar aus Birmingham sind in der Beaulieu Encyclopedia überliefert, die Hubraummaße habe ich anhand der Angabe „6 HP“ (die sich wohl auf die Steuer-HP bezieht) geschätzt.

Premier, Coventry: Fertigung von Cyclecars von 1912 bis 1923. Über den Produktionsumfang bis 1918 und zur Frage, inwieweit während des ersten Weltkrieges der Automobilbau vorübergehend eingestellt wurde, ist aus den Quellen nichts zu entnehmen.

Princeps, Northampton: Motorradproduzent, Automobilbau 1902 bis 1903

Progress, Coventry: Siehe West-(Aster)

Proiecta, Highbury, London: Produkton von Cyclecars 1914.

Provincial, Liverpool: Nur Montage, keine eigene Produktion 1902 bis 1905.

Pullcar, Preston: Herstellung von Autos von 1906 bis 1908/9 in unbekannter wohl geringer Zahl, meist Taxis.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Quadrant, Birmingham: Motorradhersteller 1900 bis 1927, auch Dreiradproduktion. Produktion von Autos von 1906 bis 1907 in unbekannter Anzahl.

Raleigh, Nottingham: Bedeutender Fahrradhersteller, Motorradproduktion ab 1900, Herstellung von Dreirädern (Raleighette) ab 1903, Fertigung eines Prototyps mit Fafnir-Motor 1905 und eines Cyclecar-Prototyps etwa 1914. Bau des Kleinwagens 11HP im Jahre 1916: Entweder auch nur ein Prototyp oder –kriegsbedingt- ganz wenige.

Ranger, Coventry: Herstellung von Cyclecars und von auf diesen basierenden Lieferwagen von April 1913 bis etwa Sept.1914 in unbekannter Zahl.

Rational, Bassingbourn, Cambridges.: Metallverarbeitung, Produktion von Autos von 1901 bis 1906 in unbekannter wohl recht geringer Anzahl.

Rational, Brimpton, Berks.: Produktion von Autos von 1910 bis 1911 in unbekannter ganz geringer Anzahl: Die Firma hatte nur 2 Angestellte und bezog die Masse der Bauteile von Zulieferern.

Rex, Birmingham: Motorradhersteller, Fertigung von Automobilen von 1901 bis 1914 in unbekannter Stückzahl, nach 1911 allerdings nur noch Prototypen, keine Serienfertigung mehr.

Renfrew, Glasgow: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl 1904.

Rennie, Brighton, Derbyshire: Produkton von Autos 1907 in unbekannter Zahl.

Repton, Repton, Sussex: Produkton von Dreiradfahrzeugen 1904.

R.G., Islington, London: Produkton von Kleinwagen 1913 bis 1914.

Ribble, Southport: Herstellung von Autos von 1904 bis 1908, zunächst Dreiradfahrzeuge bis 1906/7, ab 1907 vierrädrige Kraftfahrzeuge, alle  in unbekannter wohl recht geringer Zahl.

Richardson, Saxilby: Produktion, vielleicht auch nur Import und Verkauf von französischen Autos der Marke Mass von 1903 bis 1907 in unbekannter Anzahl.

Ridley, Coventry: Fertigung von Automobilen von 1901 bis 1907 in unbekannter sehr geringer Stückzahl: „eine Hand voll“ (Beaulieu Encyclopaedia) oder etwa 30 Stück (wikipedia unter Berufung auf Culshaw-Horrobin).

Ridley, London: Produkton von Cyclecars mit dem Namen „Carette“ 1914.

Rigal, London: Produkton von Autos 1902 bis 1903.

Riley, Coventry: Fahrradproduzent. Herstellung von Autos von 1899 bis 1969, kriegsbedingt keine Produktion von 1915 bis 1918. Stückzahlen im wesentlichen nicht bekannt. Anhand der ersten Nachkriegsproduktion (einige hundert pro Jahr) habe ich eine ähnliche Anzahl auch in den letzten Vorkriegsjahren unterstellt und entsprechend geschätzt. Viele gute Informationen gibt die Seite http://rileyrob.co.uk/specs/prewar.htm

Robertson, Manchester: Produkton von Cyclecars 1914 bis 1916.

Robinson & Hole, Thames Ditton, Surrey: Produkton von 6 Autos 1906 bis 1907-

Robinson & Price, Liverpool: Maschinenbau, Produktion von sehr wenigen Autos mit Fafnir-Motor von 1905 bis 1906, ferner von Cyclecars 1913 bis 1914 in unbekannter Anzahl.

Rollo, Birmingham: Fertigung von Cyclecars von 1911 bis 1913 in unbekannter Stückzahl.

Rolls-Royce, Derby: Herstellung von Autos seit 1904. Stückzahlen jährlich im wesentlichen bekannt, die des Typs „Alpine Eagle“ sind offenbar in der Zahl der „Silver Ghost“ mit eingeschlossen.

Roots & Venables, London: Produktion von Autos mit Petroleum-Motoren von 1896 bis 1904, verschiedene Modelle, auch als Lieferwagen, wohl alles Einzelstücke auf Bestellung oder Kleinstserien, in unbekannter eher geringer Anzahl.

Roper Corbet, ?: Produkton von wohl wenigen Autos 1911 bis 1912 in unbekannter Anzahl, Produktionsstätte unbekannt.

Rothwell, Oldham, Lancs.: Neben diversen feinmechanischen Geräten Fertigung von insgesamt etwa 60 Automobilen von 1901 bis 1916. Ich habe versucht, diese 60 Stück auf die einzelnen Typen und Jahre wie geschehen zu verteilen.

Rover, Coventry: Herstellung von Autos seit 1904. Gesamtzahl der von jedem Typ gefertigten Fahrzeuge bekannt, ebenso die Jahresproduktion der Jahre 1911, 1913 und 1914. Rover dürfte hinter Ford, Humber, Wolseley und Daimler bis 1918 die fünftgrößte britische Automarke gewesen sein. Stückzahlen sowie eine Firmengeschichte (auf Schwedisch) bietet die schwedische Seite http://www.roverklubben.se/statesik.html.

Royal Consort, Manchester: Produkton von wenigen Autos 1904 bis 1905.

Royal Enfield: Siehe Enfield

Royal Ruby, Manchester: Motorradproduzent, Produkton von einigen wenigen Cyclecars 1913 bis 1913.

Roydale, Huddersfield: Produktion von Autos von 1908 (oder 1907?) bis 1909 in unbekannter Anzahl.

Rudge, Coventry: Motorradhersteller, Produkton von Cyclecars 1912 bis  1914.

Rulex, London: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl 1901 bis 1902.

Ryde, West Ealing: Fertigung von Automobilen von 1904 bis 1906 in unbekannter Stückzahl.

Ryknield, Burton-on-Trend: Nutzfahrzeuge, Herstellung von PKW von 1903 bis 1906 in unbekannter Zahl., Zwei- bis Vierzylinder mit gleichen Zylindermaßen, dazu ein 24HP-6-Liter-Wagen. Im 1.Jahr sollen 100 PKW gebaut worden sein, für die folgenden Jahre habe ich bis 1906 ständig sinkende Stückzahlen angenommen, vom Typ 24HP dürften nur wenige gefertigt worden sein.

Ryley, Coventry: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl 1904.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Sabella, London: Seit 1906 etwa zwei Prototypen, dann von 1912 bis 1914 Produktion von Cyclecars  in unbekannter Anzahl.

Sackville, Zoolong, London: Produkton von Kleinwagen in unbekannter Zahl 1915.

Salmon, Burton-on-Trend: Fertigung von Automobilen von 1913 bis 1916 oder nur 1914 (je nach Quelle) in unbekannter Stückzahl.

Scotia, Glasgow: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl etwa um 1907.

Scout, Salisbury: Herstellung von Autos von 1904 bis 1920, insgesamt (einschließlich LKW) ca.1500, davon etwa 10 ab 1919, ferner Nutzfahrzeuge, die ich auf etwa 250 Stück (=15%) schätze. Demnach verbleiben etwa 1.240 PKW, deren Verteilung auf die Jahre ich geschätzt habe wie angegeben.

Seal, Manchester: siehe Haynes & Bradshaw

Sedan, Wolverhamton, Staffs.: Produkton von Automobilen mit Zweizylinder-Boxermotor, meist Nutzfahrzeuge, in unbekannter Zahl von 1907 bis 1910.

Seetsu, Paisley, Renfrewsh-: Produkton von 6 bis 7 Automobilen von 1905 bis 1907.

Seymour-Turner:, siehe Turner

Shamrock: siehe Straker-Squire

Sheffield-Simplex,  Sheffield: Herstellung großer Autos von 1907 bis 1920, Nachfolger des Brotherhood (s.o.). Insgesamt etwa 1.500 Stück gebaut, davon ca. 10 Stück ab 1919. hierauf fußend habe ich die Jahresproduktion geschätzt, hierbei einen ständigen Anstieg bis 1913 angenommen, danach infolge des Kriegsausbruches 1914 sinkend.

Shepherd, Exeter, Devons-: Produkton von Automobilen in geringter Zahl von 1898 bis 1900,

Siddeley, Coventry: Produktion von Autos von 1902 bis 1904. Die Firma gehörte -wie zeitgleich Wolseley- zum Vickers-Konzern. Daher sind die gebauten Typen letztlich mit den von Wolseley gebauten identisch und zumindest ab 1904 zahlenmäßig in der Wolseley-Monographie von Clausager detailliert erfaßt. Ab 1904/5 hieß das Unternehmen Wolseley-Siddeley bis zum Ausscheiden des Automobilkonstrukteurs John Davenport Siddeley im Jahr 1909.

Siddeley-Deasy, Coventry: siehe Deasy

Simms, Simms-Welbeck, Willesden, London: Ein Versuchsmuster als Einzelstück 1901, serienmäßige Herstellung von Autos von 1903 bis 1908, mehrere Typen in unbekannter, aber geringer Zahl.

Simplic, Cobham, Surrey: Produkton von Cyclecars in unbekannter wohl sehr geringer Zahl ab Juni 1914, Produktionsende kriegsbedingt noch 1914.

Sinclair, West Ealing, Middx.: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl von 1899 bis 1902,

Singer, Coventry: Fahrradhersteller, Fertigung von Automobilen seit 1904, zahlreiche Typen in unbekannter Stückzahl. Zusammenfassung der Firmengeschichte unter http://www.singeroc.free-online.co.uk/ Erster großer Erfolg war der seit 1912-16 und erneut ab 1919 gebaute Singer Ten, dessen Nachkriegsproduktion nach Baldwin ca.6.000 Fahrzeuge umfaßte. Dementsprechend (und analog zu anderen Kleinwagen wie Wolseley Stellite, Rover Eight, Humberette) habe ich die Vorkriegsproduktion geschätzt und anschließend eine Schätzung der übrigen von Singer produzierten Kraftfahrzeuge versucht – möglicherweise liege ich mit meinen Schätzungen zu niedrig.

Sirron, Southall: Produktion von Mittelklassewagen von 1909 bis 1916 in unbekannter Anzahl.

Sizaire-Berwick, London: Fertigung von 139 Automobilen des Typs 20 von 1913 bis 1914, dann kriegsbedingt keine Produktion, Neubeginn der Produktion 1919.

SK-Simplex, Newcastle-upon-Tyne: Herstellung von Kleinwagen von 1908 bis 1910 in unbekannter Zahl.

Sloane, London: Produkton von Automobilen, mehrere Typen in unbekannter Zahl 1907.

Soames, London: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl von 1903 bis 1904.

Speedwell, Reading, Berks.: Seit 1900 Import von ganzen Autos oder Teilen davon aus Frankreich, Zusammenbau und Verkauf unter eigenem Namen. Produktion von Autos eigener Konstruktion von 1904 bis 1908, etliche Typen in unbekannter Anzahl.

Speedy, Salford, Lancs.: Produkton von dreirädrigen Automobilen in unbekannter Zahl 1905.

S.S., London: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl 1900.

Stag, Sherwood, Nottingham: Produkton von Cyclecars in geringer Zahl von 1913 bis 1914.

Staines-Simplex, Staines, Middx.: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl von 1905 bis ca. 1912.

Standard, Coventry: Fertigung von Automobilen ab 1903, kriegsbedingte Suspension der Produktion von Juni 1915 bis Ende 1918. Gefertigte Anzahl mancher Typen bekannt, von vielen anderen nicht, hier habe ich (nur geringe Produktion unterstellend) geschätzt. Teilweise interessante Informationen bietet der Standard Motor-Club.

Star, Wolverhampton: Herstellung von Autos von 1898 bis 1932, zahlreiche Typen in unbekannter Zahl. Die Firma gehörte 1914 zu den sechs größten britischen PKW-Bauern mit jeweils über 1.000 PKW jährlich, umso bedauerlicher ist, daß keinerlei konkrete Stückzahlen überliefert sind. Ich habe eine Schätzung gewagt und seit Gründung der Firma bis 1914 regelmäßig steigende Stückzahlen angenommen.

Starling, Wolverhampton: Produktion von Kleinwagen von 1905 bis 1909 in unbekannter Anzahl, dann Fortführung der Marke als Briton, Modelle siehe dort.

Stellite: siehe Wolseley.

Sterling, Leeds, Yorks.: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl 1913.

Stevens, Clevendon, Som.: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl von 1898 bis 1900, einige Einzelexemplare, auch als Nutzfahrzeuge

Stirling, Hamilton, Lanarks.: Kutschenbauer, Herstellung nur von Karosserien vor allem für Daimler-Fahrgestelle, aber auch andere Marken von 1897 bis 1903 in unbekannter Zahl. Die Autos wurden nach Montage der Karosserie offenbar unter eigenem Namen verkauft. Man wird sie indessen, um eine Doppelzählung zu vermeiden, bei der Gesamtsumme der produzierten Autos nicht mitzählen dürfen.

St.Laurence, Laurencekirk, Kinkardineshire: Fahrradfabrik, Produkton von 7 Automobilen von 1899 bis 1902,

Stoneleigh, Coventry: Produktion von Autos von 1912 bis 1914/5 in unbekannter Anzahl: Das Auto hatte einen mit dem BSA 13.9 in den Abmessungen identischen Motor und wurde möglicherweise auch in den Hallen von BSA gebaut. Seine Produktion endete wohl kriegsbedingt 1914, indessen wurden einige als Sanitätsfahrzeuge nach Rußland geliefert, möglicherweise zog sich daher doch die Fertigung bis in das Frühjahr 1915 hin. Zu dem 1921 erschienenen Kleinwagen mit gleichem Namen siehe PKW, 1919 – 45.

Straker-Squire, Brisol: Produktion eines Typs der gehobenen Mittelklasse von 1906 bis 1915 in unbekannter Anzahl, dann kriegsbedingt Fertigung von Flugmotoren, ab 1919 bis 1925 erneut Automobilproduktion. Kurze Geschichte der Firma unter http://www.motor-car.co.uk/british/item/10379-straker-squire. Die Schätzung der Produktion war schwierig: Die Anzahl der nach dem Krieg noch hergestellten Fahrzeuge war kläglich. Neben PKW scheint der Haupterweb der Firma bei den Nutzfahrzeugen (ursprünglich dampfgetrieben) gelegen zu haben. 1914 sollen 50 PKW pro Monat gefertigt worden sein – das dürfte jedoch erheblich übertrieben sein.  Realistischer erscheint es, die angeblich 1908 – 09 gefertigten 150 PKW als Höhepunkt der Vorkriegsproduktion anzusehen, sodaß sich die Jahresproduktion vor 1915 zwischen 50 und 100 Stück bewegt haben dürfte. Nimmt man die Nachkriegsproduktion als Anhalt, kommt man für die Zeit bis 1915 etwa auf die gleichen Zahlen.

Stuart, Wolverhampton: Die Firma Star fertigte einen Kleinwagen unter dem Namen Stuart von 1906 bis 1908 in unbekannter Stückzahl, die Firma wandelte sich zusammen mit Starling 1909 zu Briton, Modelle siehe dort.

Sturmey: Siehe Lotis

St.Vincent, Glasgow: Fahrradproduzent, Reparaturen, Produkton von diversen PKW und Nutzfahrzeugen in unbekannter geringer Zahl von 1903 bis 1913, Einzelstücke und Kleinstserien, nach 1910 nur noch Taxis.

Summers & Harding / Flyer, ?: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl an unbekannrem Ort 1913.

Surridge, Camberwell, London: Produkton von Cyclecars in geringer Zahl von 1912 bis 19143.

Sunbeam -Mabley Motor-Sociable (1901), Louwman-Museum, Den Haag

Sunbeam, Wolverhampton: Fertigung von Automobilen seit 1899 in unbekannter Stückzahl. Die Jahresproduktion für die Jahre 1908 -1913 ist überliefert, vor 1908 scheint die jährliche Produktion wenig geschwankt zu haben und längere Zeit bei 100 Fahrzeugen im Jahr gelegen zu haben. Für 1914 habe ich wegen des Kriegsausbruches die Zahl der gefertigten Fahrzeuge geringer angenommen als 1913, und ab 1915 widmete man sich bei Sunbeam im wesentlichen dem Flugmotorenbau, es mögen am Beginn des Jahres 1915 noch einige Autos vom Typ 12/16 gebaut worden sein. Im übrigen wurde die Produktion dieses Typs von Rover übernommen, es liefen davon Varianten als Stabsfahrzeug und Sanitätskraftwagen.

Swift, Coventry: Herstellung von Autos von 1900 bis 1931 in unbekannter Zahl, kriegsbedingte Suspension der Automobilfertigung im Laufe des Jahres 1916. Details zu einzelnen Fahrzeugen siehe auch http://www.theswiftclub.co.uk/ Bei der Schätzung der Anzahl ließ ich mich von folgenden Überlegungen leiten: Es gibt eine Schätzuing der Menge der 1909-11 )oder 1910-11?) gebauten Swift 7, hier kommt man auf ca. 500 Stück jährlich. Dies entspricht auch etwa der Zahl der jährlich nach dem Kriege gebauten „kleinen“ Swift 10HP. Ich habe daher auch für den von 1912-14 gebauten Swift 7HP ähnliche Zahlen angebommen, im 1. Weltkrieg rasch sinkend.
Vom mittleren Swift (von 10 – 15 HP) wurden in den Zwanzigerjahren 200-300 pro Jahr gebaut, ich habe daher auch für die letzten Vorkriegsjahre eine ähnliche Produktion angenommen. Der große Swift (16, 18, 20 u.25 hp) dürfte nur in geringer Zahl gefertigt worden sein.
Unterstellt man ein Ansteigen des jährlichen Ausstoßes bei Swift wie bei der übrigen britischen Automobilindustrie, so könnte dieser sich für die 1901-06 gebauten Ein- und Zweizylinder-Typen entwickelt haben wie von mir angenommen.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Talbot, North Kensington: Produktion von Autos, zunächst als Montage aus französischen Teilen, ab 1903, vollständig britische Autos ab Anfang 1906. Zahlreiche Typen in unbekannter Anzahl. Eine gute Zusammenfassung der Vorkriegsgeschichte findet sich unter http://www.pastscape.org.uk/hob.aspx?hob_id=1220415&sort=4&search=all&criteria=Walker&rational=q&recordsperpage=10&p=10&move=p&nor=227&recfc=0. Die beste Zusammenstellung aller Typen findet sich unter https://en.wikipedia.org/wiki/Cl%C3%A9ment-Talbot. Die Gesamtproduktion habe ich geschätzt wie folgt: 1914 soll die Fabrik 700 Arbeiter ghabt haben (http://www.gracesguide.co.uk/Talbot). Unterstellt man etwa 0,5 bis 1 Auto pro Jahr pro Arbeiter, ergäben sich etwa 500 Autos pro Jahr.

Taunton, Twickenham: Nur 4 Prototypen 1913/4. Das Auto sollte in Belgien in Serie gebaut werden, wozu es aber infolge Kriegsausbruches nicht mehr kam.

Taylor-Swetman, Coventry: Produkton von Kleinwagen in unbekannter Zahl 1913, möglicherweise auch noch 1914,

Thames, London: Schiffswerft, daneben Herstellung von Autos von 1906 bis 1911 in unbekannter Zahl, LKW bis 1913.

Thomas, Birmingham: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl 1903,

Thor, London: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl von 1904 bis ca. 1906.

Thornycroft, Basingstroke: Schiffswerft, daneben Produktion von 450 PKW von 1903 bis 1913, dazu etwa 900 LKW. Nach 1913 nur noch LKW-Bau. Die Jahresproduktion habe ich anhand der vorgegebenen Zahlen geschätzt, hierbei festgestellt, daß die Zahlenangabe „ein PKW/Woche“ (was im Jahr 52 PKW entspräche) für die Zeit 1909 bis 1913 etwas höher lag.

Tiny, Eshot: Fertigung von dreirädrigen Cyclecars 1911 in unbekannter  Stückzahl.

Titan, Coventry: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl von 1913 bis 1914.

Toboggan,  London: Produkton von dreirädrigen Automobilen in unbekannter Zahl von 1905 bis 1906,

Torpedo, Barton-on-Humber, Lincs.: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl 1909.

Truner, Willesden, London: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl  1913.

Turner/Universal, Wolverhampton, Staffs.: Herstellung von dampfbetriebenen Automobilen unter dem Namen „Turner-Miesse“ seit 1902 bis 1913, daneben motorgetriebene Autos 1906 bis 1930 in unbekannter, aber immer wohl recht geringer Zahl, 1912-14 wurden einige Fahrzeuge auch unter dem Namen „Universal“ angeboten.

Tylseley, Birmingham: Produktion von Kleinwagen von 1912 bis 1913/4 in unbekannter Anzahl.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Unique, Clapham, London: Produkton von Cyclecars in wohl kriegsbedingt sehr geringer Zahl 1916.

Universal: Siehe Turner

Utile, Kew Gardens, Surrey: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl 1904.

V.A.L., Birmingham: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl von 1913 bis 1914.

Valkyrie, Sandiacre, Notts.: Fahrradfabrik, Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl 1900.

Valveless, Huddersfield: Fertigung von Automobilen mit großen Zweitaktmotoren, serienmäßige Herstellung von 1907 bis zur kriegsbedingten Unterbrechung 1914/5, angeblich „mehrere hundert“ Stück: Wenn man nach allmählichem Anlaufen der Produktion eine jährliche Stückzahl von etwa 50 Autos unterstellt, erhält man etwa 350 Autos (und damit „mehrere 100“) im hier einschlägigen Zeitraum. Nach dem 1.Weltkrieg keine weitere Fertigung.

Vauxhall, Luton, Beds.: Herstellung von Autos seit 1903. Die Stückzahlen der meisten Typen sind der Literatur zu entnehmen, es fehlt lediglich die Stückzahl der Sechszylinder B-Typen (27 HP, 30 HP und 35 HP) und des Typs 16 HP (1909-10). Die in der Literatur erwähnten „über 4.500“ Vauxhall 25 HP (Typ D) gliedern sich auf (nach Baldwin) in 2.800 bis 1919 gefertigte und 1.700 ab 1919 produzierte PKW, diese Zahl dürfte also stimmen, während die bei Coates, Bedford at War, auf S.7 angegebenen Stückzahlen alle irgendwo nicht stimmen.

Vee Gee, Leeds, Yorks.: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl 1913

Velox, Coventry: Produkton von Automobilen 1902 bis 1904, mehrere Typen, insgesamt 21 Stück.

Viceroy, Nottingham: Produkton von Kleinwagen in unbekannter Zahl von 1914 bis 1915,

Vickstrow,  London: Produkton von Automobilen in unbekannter Zahl von 1913 bis 1914, über die Firma und ihre Automobile ist nur wenig bekannt.

Victor, Birmingham: Produkton von dreirädrigen Automobilen in unbekannter Zahl 1904.

Victor, Eynsford: siehe Dewcar

Viking, Coventry: Produkton von Kleinwagen mit Ballot- oder Mathis-Motoren in unbekannter Zahl 1914,

Vipen, Hull, Yorks.: Fahrradproduzent, Automobile in unbekannter Zahl von 1898 bis 1904, wohl nur Importe und keine Produktion.

Vox, Wood Green, London: Fertigung von ca. 50 Kleinwagen von 1912 bis 1915.

Vulcan, Southport: Herstellung von PKW von 1902 bis 1928 in unbekannter Zahl, ab 1914 auch LKW. Von 1916 bis einschließlich 1918 kriegsbedingt kein PKW-Bau. Fahrzeug Nr.528 weurde angeblich 1908 gebaut, Fahrzeug Nr. 1155 im Jahr 1911: Danach könnte sich die Gesamtproduktion entwickelt haben wie von mir geschätzt.

Großbritannien, PKW bis 1918 – Tabelle

Waddington, Middlesborough, Yorks.: Automobile in unbekannter Zahl von 1903 bis 1904, wohl nur Imporete und keine eigene Produktion.

Wall, Tyseley, Birmingham: Produkton von Dreirädern und Cyclecars in unbekannter Zahl von 1911 bis 1915.

Warne, Letchworth: Produktion von Cyclecars von 1913 bis 1915 in unbekannter Anzahl. Im Sommer 1913 sollen 6 Autos pro Woche gebaut worden sein (das wären 300 im Jahr), nachdem indessen derartige Zahlen erfahrungsgemäß keine Durchschnitts-, sondern Spitzenwerte darstellen, ist hier für den Jahresdurchschnitt allenfalls die Hälfte und hier -weil die Produktion ja erst hochgefahren werden mußte- ein Drittel, also 100 Autos im Jahr, für 1913 anzunehmen. Für 1914 habe ich wegen des Kriegsausbruches im August ebenfalls nur 100 Stück angenommen, zumal der Cyclecar-Boom schell nachließ. 1915 können angesichts des Krieges eigentlich nicht mehr viele Cyclecars produziert worden sein.

Warren-Lambert, Shepherd’s Bush: Fertigung von Cyclecars und Kleinwagen von 1912 bis 1922, 1912 bis 1915 etwa 200 Stück, danach kriegsbedingte Produktionseinstellung, Wiederaufnahme der Produktion 1919.

Waverley, London: Herstellung von Autos von 1910 bis 1931 in unbekannter Zahl, Produktionseinstellung kriegsbedingt im Lauf des Jahres 1916, Wiederaufnahme 1919. Unterstellt man eine Produktion 1913 wie in den ersten Nachkriegsjahren, davor ansteigend, ab 1914 wegen Kriegsausbruches fallend, kommt man in etwa auf die Stückzahlen, die ich geschätzt habe.

Wawerley, Edinburgh: Produktion eines Kleinwagens von 1901 bis 1904 in unbekannter Anzahl.

Wayland, Watton, Norf.: Produkton von Dreirad-Autos in unbekannter Zahl mit unbekannten Daten von 1895 bis 1903.

Wearwell / Wolfe, Wolverhampton, Staffs.: Motorradhersteller, 1899 einige wenige Voituretten, Produkton von Dreiradfahrzeugen in unbekannter Zahl von 1904 bis 1905,

Weigel, London: Fertigung von großen Automobilen von 1906 bis 1909 in unbekannter wohl recht geringer Stückzahl, 1909 Konkurs, die Konkursmasse wurde von Crowdy aufgekauft, teilweise Weiterbau von Typen als Crowdy.

Werbell, Dundee: Herstellung von 8 großen Wagen von 1907 bis 1909.

West-(Aster), Progress, Coventry: Produktion von Autos, 1899 bis 1903 unter dem Namen Progress, von 1904 bis 1908 und 1911 bis 1912 unter dem Namen West(-Aster) bzw.West. Für Progress liegen Schjätzungen vor, unterstellt man für die Folgejahre eine etwas geringere, ansonsten gleichbleibende Produktion bis 1908, kommt man auf die von mir für diese Zeit geschätzten Zahlen. Die Firma mußte 1908 Konkurs anmelden, als ein Auftrag über 100 Taxis für Australien, für die bereits das Material besorgt worden war, platzte. 1911 bis 1912 Fertigung eines Kleinwagens, „sehr wenige“, von mir geschätzt wie angegeben.

Westminster, London: Fertigung von Automobilen von 1906 bis 1908 in unbekannter Stückzahl, viele französische Teile.

Whitgift, Corydon, Surrey: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl 1913.

Whitlock, London: Herstellung von Autos sporadisch seit 1903 bis 1931:
1903-06: Karosserien für Fahrgestelle der französischen Firma Aster in unbekannter Zahl.
1915-16: Herstellung der Typen 12/16 und 20/30 in kriegsbedingt geringer Anzahl, daneben Umbau von diversen PKW zu Sanitätskraftwagen und Flugzeugrümpfe.

Wilbrook, Levenshume, Lancs.: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl 1913.

Wilkinson, Acton, London: Klingenhersteller, 1903 bis 1904 wohl nur Verkauf, keine Lizenzprodukton des begischen De Cosmo 24 CV, nur wenige. 1911 bis 1912 Prototypen eines Kleinwagens, der dann als Deemster (siehe dort) in Serie ging.

Williamson, Coventry: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl von 1913 bis 1916.

Willis, London: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl 1913.

Wilson-Pilcher, Newcastle-upon-T.: Produktion von Autos der Mittelklasse von 1901 bis 1907 in unbekannter Anzahl.

Wilton, London: Fertigung von Automobilen von 1912 bis 1922 in unbekannter Stückzahl, kriegsbedingte Unterbrechung der Produktion von 1916-18. Unterstellt man 1913 eine Produktion in gleicher Höhe wie die von 1920 oder 1921, bis 1913 steigend und danach bis 1916 wegen Kriegsausbruches fallend, so kommt man auf die von mir geschätzten Stückzahlen.

Winco, Sheffield: Herstellung von Cyclecars mit firmeneigenem Motor von 1913 bis 1914, möglicherweise auch noch in wenigen Stücken 1915-16 in unbekannter Zahl.

Wingfield, Norbury: Produktion von Autos zwischen 1909 und 1920. Von den zahlreichen angebotenen Typen blieben vermutlich die meisten reine Projekte, sicher hergestellt wurden nur ein Auto 1909, zwei weitere 1914 und eines 1920, möglicherweise auch noch das eine oder andere mehr.

Winter / W.W., Wandsworth, London: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl von 1913 bis 1914.

Withers, London: Kutschenbauer, Fertigung von Automobilen von 1906 bis 1915 in unbekannter, aber wohl insgesamt recht geringer Stückzahl. Meist Anfertigung nur auf besondere Bestellung, es bleibt daher offen, ob von den zahlreichen angebotenen Typen alle wirklich gebaut wurden oder nicht im einen oder anderen Fall auf dem Papier blieben.

Wolseley, Adderley Park, Birmingh.: Diverse Prototypen 1896 bis 1899, 1900 Verkauf der Firma an Vickers und Beginn des Serienbaus. Eine Fülle von Typen vom Kleinwagen bis zum Luxusfahrzeug, deren Stückzahlen mittlerweile durch die ganz hervorragende und duch zahlreiche Zitate belegte Firmengeschichte von Ditlev Clausager optimal erfaßt sind. Danach war Wolseley bis 1918 zwar nicht die zweit-, aber hinter Humber und vor Daimler die drittgrößte britische Automarke.

Woodrow, Stockport: Produktion von Cyclecars von 1913 bis 1915 in unbekannter Anzahl.

WSC (Wholesale Supply Corporation), Aberdeen: Die Firma produzierte eigentlich nicht, sondern vertrieb lediglich ein Cyclecar-Modell unbekannten Ursprungs unter eigenem Firmennamen  von 1912 bis 1914 in unbekannter Stückzahl.

Y.E.C. (Yorkshire Engine Co.), Sheffield, Yorks.: Lizenzbau des Mercedes 30 PS, 50 Stück von 1906 bis 1908: Es handelt sich vermutlich um den Mercedes mit 5,3Liter Hubraum und 32 bzw. 35 PS.

Zendik, Kingston-upon-Thames, Surrey: Produkton von Cyclecars in unbekannter Zahl von 1913 bis 1914.