Deutschland – LKW bis 1918

Allgemeine Gesamtstatistik:

Eine offizielle Gesamtstatistik für in Deutschland produzierte LKW gibt es für 1901, für 1903 und für 1906 bis 1913. Ferner gibt es bei   Statistik der im 1. Weltkrieg an das Heer (ohne Bayern!) gelieferten LKW bei http://digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPN857430106/222/.

Bei den ersten Lastkraftwagen (ab etwa 1895/6) handelt es sich um Automobile auf  PKW-Chassis, deren hinterer Teil statt zur Aufnahme von Personen zur Aufnahme von Lasten eingerichtet ist – wir würden heute von Lieferwagen sprechen. Eigentliche Lastwagen mit einer Tragfähigkeit von mehreren Tonnen gibt es –von Einzelexemplaren und Versuchsmustern abgesehen- erst etwa seit 1905. Vorher war die erzielbare Motorleistung zu schwach, um derartige Gewichte transportieren zu können.
Dennoch blieb die Fertigung von LKW gering, sie betrug 1912: 13 % und 1913: 19% der jährlichen PKW-Fertigung. Viele Firmen, die irgendwann Lastkraftwagen oder Omnibusse fertigten, bauten nur Einzelexemplare auf besondere Bestellung.
Eine Änderung brachte erst der 1. Weltkrieg: Das Militär brauchte Lastkraftwagen in großen Stückzahlen für Nachschub, Verwundetentransport und für Spezialaufgaben wie Instandsetzungs- und Funk-LKW.

 Literatur: Siehe Deutschland, Einführung. Spezielle Literatur zur Geschichte einzelner Marken findet sich in der Spalte „Bemerkungen“, ferner speziell:
Gebhard, Wolfgang, Taschenbuch Deutscher LKW-Bau 1896 – 1918, Stuttgart 1989

Deutschland, LKW bis 1918 – Tabelle

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N-O

Die einzelnen LKW-Marken:

ABOAG (Allgemeine Berliner Omnibus-AG), Berlin: Bau von Bussen 1913 oder 1913 bis 1917 in unbekannter Anzahl, mangels jeglicher Anhaltspunkte von mir auf jährlich 5 Stück geschätzt.

Adler, Frankfurt a.M.: Bau von LKW seit 1907. Der Umfang insgesamt ist von verschiedenen Seiten geschätzt worden, von einer Schätzung der Anzahl bei den einzelnen Typen habe ich abgesehen.

Anhaltische Automobil- und Motorenfabrik, Dessau: Fertigung von LKW von 1911 bis 1913 in unbekannter Stückzahl.

Ansbach: Produktion von Lastkraftwagen seit 1906 in unbekannter Anzahl.

Apollo, Apolda: Mit Kriegsbeginn 1914 Anfang der Fertigung von LKW mit Motor größerer PKW für den Heeresbedarf.

Argus, Berlin: Produktion von Lastkraftwagen von 1906 bis 1910 in unbekannter Anzahl.

Audi, Zwickau: Herstellung von Lastkraftwagen seit 1912, Typen und jährlich gebaute Zahl bekannt.

Benz, Mannheim: Fertigung von LKW seit 1895 in ganz geringer Anzahl bis 1901, dann wieder mit Erwerb der Süddeutschen Automobilfabrik ab 1911, ab diesem Zeitpunkt jährlich gebaute Gesamtstückzahl erfaßt. Unklar bleibt lediglich, auf welche LKW sich die für 1908 bis 1910 bei Oswald verzeichneten Gesamtzahlen an gebauten LKW beziehen sollen: Ist dies die Zahl der bei SAF gebauten LKW?

Bergmann, Berlin: Produktion von Lastkraftwagen seit 1907 in unbekannter Anzahl, ich habe eine Schätzung versucht, diese ist jedoch stark spekulativ.

Bindewald-Albrecht: Herstellung von Lastkraftwagen von 1905 bis 1907 in unbekannter Zahl.

BMF (Berliner Motorwagen-Fabrik)-Oryx, Berlin: Fertigung von LKW seit 1900 in unbekannter Stückzahl, insgesamt bis 1918 200 (?), die ich versucht habe, auf die Jahre schlüssig zu verteilen.

Böblinger Werft: Siehe Schwäbische Hüttenwerke(SHW):

Boes: Herstellung eines Dreirad-Lieferwagens 1904 bis 1905 in unbekannter Zahl. Es ist allerdings offen, ob die offizielle Statistik Lastendreiräder zu den Lastkraftwagen zählte.

Braun-Premier, Nürnberg: Siehe Nürnberger Fahrzeugwerke

Brennabor, Brandenburg a.H.: Fertigung von Dreirad-Lieferwagen Brennaborette seit 1905/6 und von Vierrad-Lieferwagen auf PKW-Fahrgestell seit 1909 in unbekannter Stückzahl. Es ist allerdings offen, ob die offizielle Statistik Lastendreiräder zu den Lastkraftwagen zählte.

Büssing, Braunschweig: Produktion von vor allem schweren Lastkraftwagen seit 1903 in unbekannter Anzahl. Wenn die Zahl von 4.000 von 1903 bis einschl. 1918 gefertigten LKW stimmen sollte, könnte die Jahresproduktion so ausgesehen haben wie von mir geschätzt.

Deutschland, LKW bis 1918 – Tabelle

Cudell, Aachen: Herstellung von Lastkraftwagen von 1900 bis 1905 in unbekannter Zahl.

Cyclon, Berlin: Fertigung des Dreirades Cyclonette seit 1902 für Personen, aber auch für Lastentransport in unbekannter Stückzahl. Es ist allerdings offen, ob die offizielle Statistik Lastendreiräder zu den Lastkraftwagen zählte.

Daimler, Stuttgart u. Berlin-Marienfelde: Produktion von Lastkraftwagen seit 1896. Seit 1908 Gesamtzahl bekannt, davor von mir –stark spekulativ- geschätzt, ebenso ist die Schätzung der Stückzahlen der einzelnen Typen höchst spekulativ.

DAI Rex: Herstellung von Lastkraftwagen seit 1909 in unbekannter Zahl.

DAAG (Deutsche Last-Automobilfabrik AG), Ratingen: Fertigung von LKW von 1910 bis 1929 in unbekannter Stückzahl.

De Dietrich, Niederbronn: Produktion von Kraftwagen von 1897 bis 1904, darunter auch einzelne Lastkraftwagen, Typen und Anzahl unbekannt.

Deutz, Köln-Deutz: Seit 1903 Herstellung vor allem von Feuerwehren, ab etwa 1915 kam ein 4-5-Tonner für Heereszwecke dazu, alle in unbekannter Zahl. 1918 wurden 40 Artillerie-Zugmaschinen gebaut.

Dixi, Eisenach: Ab 1904 ist die jährliche Stückzahl von jedem LKW-Typ dank einer von BMW 1940 erarbeiteten Zusammenstellung optimal erfaßt. Teilweise in anderen Quellen andere Typen oder Typenbezeichnungen.

Ducommun, Mühlhausen i.E.: Produktion von Lastkraftwagen von 1898 bis 1905 in unbekannter Anzahl.

Dürkopp, Bielefeld: Herstellung von Lastkraftwagen seit 1899, bis etwa 1911 aber nur Einzelexemplare auf besondere Bestellung. Ab etwa 1912 Beginn einer Serienfertigung, während des 1.Weltkrieges Produktion eines Regel-Dreitonners in unbekannter Zahl. 1917/8 ein Artillerieschlepper in 91 Stück. Die von mir vorgenommenen Schätzungen sind stark spekulativ.

Dux/Polyphon, Leipzig-Waren: Fertigung von LKW in Einzelexemplaren ab 1909, Serienfertigung etwa ab 1913 in unbekannter Stückzahl.

Deutschland, LKW bis 1918 – Tabelle

Ehrhardt, Zella-St.Blasii: Produktion von Lastkraftwagen seit 1906 in unbekannter Anzahl, die von mir vorgenommenen Schätzungen sind stark spekulativ.

Seit 1913 entwarf und baute die Firma, deren Schwerpunkt ohnehin im Geschützbau lag, besonders für das Heer entwickelte Spezialfahrzeuge: mit aufmontierten Geschützen, teilweise Vierradantrieb etc. (BAK-Plattformwagen etc.)

Eisenach: siehe Dixi

Eryx: siehe BMF/Oryx

Fafnir, Aachen: Herstellung von Einbaumotoren für Kraftfahrzeuge, ab 1912 auch von Lastkraftwagen in unbekannter vermutlich sehr geringer Zahl.

F.E.G.(Friedrich Erdmann Gera), Gera: Lieferwagen auf PKW-Chassis, siehe PKW.

Flader, Jöhstadt/Sa.: Fertigung von LKW von 1904 bis 1910, meist Feuerwehren, in unbekannter Stückzahl.

FMA (Frankfurter Maschinenbau-AG), Frankfurt a.M.: Bau eines Dreitonner-LKW seit 1918 in unbekannter Stückzahl.

Geist, Berlin: Produktion von benzin-elektrisch angetriebenen Lastkraftwagen von 1905 bis 1909 in unbekannter Anzahl.

Goosens, Aachen: 1913 als Waggonfabrik gegründet. Nach Gebhardt soll die Firma seit ihrer Gründung auch LKW hergestellt haben, indessen wird zu den Typen und ihren technischen Daten wie auch zum Produktionsumfang nichts gesagt. Möglicherweise nur Versuchsexemplare.

Gottschalk: siehe BMF/Oryx

Deutschland, LKW bis 1918 – Tabelle

Hagen/Helios, Köln: Fertigung von LKW ab 1902, ab 1903 unter dem Namen Helios bis 1906 in unbekannter Stückzahl.

Hansa(-Lloyd), Bremen: Produktion von benzinmotor-getriebenen Lastkraftwagen seit 1909. Im ersten Weltkrieg größter deutscher LKW-Hersteller (ca. 2.400 LKW pro Jahr). Meine Schätzung ist gleichwohl nur mit Vorsicht zu übernehmen.

Helios: Siehe Hagen

Hercules, Nürnberg: Fertigung von LKW seit 1909 in Einzelexemplaren, ab etwa 1912 in Serien in unbekannter Stückzahl. Die von mir vorgenommenen Schätzungen sind stark spekulativ.

Hering: Siehe DAI Rex

Hessische Automobil: Siehe Bindewald-Albrecht

Heuser, Frankfurt a.M.: Herstellung einer dreirädrigen Kehrmaschine von 1909 bis 1914 in unbekannter Zahl, dann wohl kriegsbedingte Unterbrechung der Produktion. Das Modell wurde ab 1919/20 von Krupp in leicht modernisierter Form etliche Jahre weitergebaut (siehe Deutschland, Sonstige 1919 bis 1945).

Hille, Dresden: Maschinenbau. Fertigung von LKW von 1911 bis 1926 in unbekannter Stückzahl.

Horch, Zwickau: Herstellung von Lastkraftwagen seit 1910, Typen und jährlich gebaute Zahl bekannt.

Komnick, Elbing: Herstellung von Lastkraftwagen von 1913 bis 1930 in unbekannter Zahl.

Kühlstein, Charlottenburg: Fertigung von LKW von 1898 bis 1902 in unbekannter Stückzahl, angesichts der damaligen deutschen Gesamtproduktion  können es nicht mehr als 10 bis 15 Stück insgesamt gewesen sein.

Deutschland, LKW bis 1918 – Tabelle

Ley, Arnstadt i.Th.: Mit Kriegsbeginn 1914 Anfang der Fertigung eines Regel-Dreitonners für den Heeresbedarf.

Lloyd: Siehe Hansa-Lloyd

Loeb/LUC (Loeb und Co), Berlin: Herstellung von Lastkraftwagen seit 1910, jährlich gebaute Zahl unbekannt.

Lux, Ludwigshafen: Fertigung von LKW von 1899 bis 1902 in unbekannter Stückzahl, angesichts der damaligen deutschen Gesamtproduktion  können nicht mehr als 5 bis 10 insgesamt gewesen sein.

MAF (Markranstädter Automobil-Fabrik), Markranstädt: Mit Kriegsbeginn 1914 Anfang der Fertigung von LKW mit Motor größerer PKW für den Heeresbedarf, ferner Bau von ganz wenigen Schleppern – möglicherweise blieb es hier bei Prototypen.

Magirus, Ulm: Produktion von Lastkraftwagen seit 1917 in bekannter Anzahl.

MAN-Saurer, Nürnberg: Herstellung von Lastkraftwagen seit 1915, insgesamt bis Ende 1918 etwa 1.000 Stück, hierauf fußend habe ich eine Jahresproduktion geschätzt und bin von ständig steigenden Fertigungszahlen ausgegangen, bei den Typenhabe ich unterstellt, daß der Dreitonner am häufigsten gebaut worden sein dürfte, die schwereren und leichteren Typen seltener.

Mannesmann: siehe Scheibler

Marienfelde/MMB: siehe Daimler

MC: Siehe Maschinen-Centrale Rathenow

Maurer: Siehe Union

MULAG (Motoren-und Lastwagen-AG): Siehe Scheibler

MWD (Motoren-Werke Dessau): Siehe Anhaltische Motorenfabrik

München-Sendling: Siehe Sendling

Deutschland, LKW bis 1918 – Tabelle

<a name="Nacke, Coswig b. Dresden">Nacke, Coswig b. Dresden</a>

: Maschinen- und Pumpenfabrik. Produktion von LKW seit ca. 1902 bis ca.1930. Im Rahmen der Besetzung Dresdens durch die Russen wurden sämtliche Werksunterlagen vernichtet, sodaß die Rekonstruktion der Produktion zunächst als unmöglich galt. Indessen fand sich als einzige verbliebene Unterlage ein im sächs. Staatsarchiv lagerndes handschriftliches Verzeichnis zahlreicher Fahrzeuge der Firma Nacke. Dünnebier vermutete, es handle sich hierbei lediglich um „von der Serie abweichende Auftragsanfertigungen“ (Dünnebier, Nacke S.54). Dankenswerterweise hat indessen das Verkehrsmuseum Dresden alle Daten dieses „Auftragsverzeichnisses“ in eine Excel-Datei übertragen. Ordnet man nun die in der Datei befindlichen Autos nach ihren Fahrgestellnummern, so ergibt sich ab etwa 1912 eine fortlaufende Numerierung aller Fahrgestelle, sodaß folgende Aussagen getroffen werden können:
Zwischen 1910 und 1913 wurden mindestens 10, wahrscheinlich ca.15 Busse des Typs WAK gebaut.
Von 1912 bis1914 produzierte man etwa 25 Zweitonner des Typs WAQ, dann wurde die Produktion dieses Typs offenbar kriegsbedingt ausgesetzt und 1919 wieder aufgenommen.
1914-16 verließen 100 Regel-Dreitonner des Typs WR die Hallen, der ab Anfang 1917 durch den Typ III K mit gleicher Nutzlast und sehr ähnlichen Daten ersetzt wurde, auch von diesem wurden im Schnitt etwa 40 Stück pro Jahr gefertigt.
Der schwere 4,5Tonner WAL wurde zunächst offenbar recht viel gebaut, etwa 25 Stück 1911, 20 Stück 1912, 10 Stück 1913 und 15 Stück 1914. Die Kriegsproduktion muß im Schnitt etwa 12 Stück pro Jahr betragen haben.
Über andere gebaute LKW-Typen liegt ab 1911 kein Nachweis vor, offen bleibt, ob sie nur in ganz wenigen Stücken bzw. als Einzelexemplar erschienen oder generell auf dem Papier blieben, weil niemand ein derartiges Fahrzeug bestellte.

 NAG (Neue bzw. Nationale Automobil-Gesellschaft), Berlin: Produktion von Lastkraftwagen seit 1903 in unbekannter wahrscheinlich zumindest im Kriege recht beachtlicher Anzahl

NAMAG (Norddeutsche Automobil- und Motoren-Fabrik AG):Siehe Hansa-Lloyd

NAW (Norddeutsche Automobil-Werke, Hameln): Mit Kriegsbeginn 1914 Anfang der Fertigung von LKW mit Motor größerer PKW für den Heeresbedarf.

NSU (Neckarsulmer Fahrzeugwerke), Neckarsulm: Mit Kriegsbeginn 1914 Anfang der Fertigung von LKW mit dem in den größeren PKW auch eingebauten Motor für den Heeresbedarf.

Nürnberger Feuerlöschgeräte-und Maschinenfabrik Justus Christian Braun (-Premierwerke), Nürnberg: Ursprünglich dampfbetriebene Feuerwehrfahrzeuge. Benzin-LKW-Bau seit 1909, im 1. Weltkrieg Fertigung eines 3,5-Tonners und eines 4,5-Tonners, von beiden zusammen ca. 1.000 Stück. Ab 1919 wurde das Werk umbenannt in FAUN.

Nürnberger Motorfahrzeug-Fabrik: siehe „Union“

Opel, Rüsselsheim: Fertigung von LKW ab 1904, jährlich produzierte Gesamt-Stückzahlen sind bekannt.

Oryx: Siehe BMF/Oryx

Deutschland, LKW bis 1918 – Tabelle

Podeus, Wismar: Produktion von Lastkraftwagen ab etwa 1910  in unbekannter Anzahl, eine Schätzung der jeweiligen Jahresproduktion habe ich versucht.

Presto, Chemnitz: Mit Kriegsbeginn 1914 Anfang der Fertigung von LKW mit Motor größerer PKW für den Heeresbedarf, Stückzahlen (recht spekulativ) geschätzt.

Protos, Berlin: Produktion von Lastkraftwagen ab 1912/13 in unbekannter Anzahl.

Rathgeber, München: Waggonfabrik. Herstellung von Büssing-Lizenzen von 1907 bis 1914 in unbekannter Zahl. Es werden wenige gewesen sein, sonst wäre das Geschäft als rentabel fortgeführt worden.

Richard & Hering: Siehe DAI Rex

Roland, Berlin: Fertigung von LKW von 1903 bis 1906 in unbekannter Stückzahl.

Rüttger, Berlin: Produktion von Lastkraftwagen, aber auch PKW und Pflügen von 1915 bis 1918, Typen und Anzahl unbekannt.

Deutschland, LKW bis 1918 – Tabelle

SAF (Süddeutsche Automobil-Fabrik), Gaggenau: Herstellung von LKW von 1904 bis 1911, dann zu Benz. Infolge Übernahme von SAF begann Benz wieder mit der Produktion von LKW, das Werk Gaggenau der SAF wurde als reines LKW-Werk von Benz hergerichtet.

Scheibler/MULAG, Aachen: Fertigung von LKW seit 1902, ab etwa  1907 auch unter dem Namen MULAG und ab 1913 unter dem Namen Mannesmann-Mulag in unbekannter Stückzahl. Um 1913 sollen zwischen 60 und 100 Stück pro Jahr gebaut worden sein: dies zusammen mit der Steigerung der Produktion im Kriege könnte eine Produktionskurve wie die von mir angenommene bestätigen.

Siegel, Schönebeck: Produktion von leichten Lastkraftwagen von 1907 bis 1910/11 in unbekannter Anzahl.

Simson, Suhöl: Ab 1912 Herstellung von Lieferwagen auf Chassis des PKW, mit Kriegsbeginn 1914 Anfang der Fertigung von LKW mit Motor größerer PKW für den Heeresbedarf in unbekannter Zahl.

Soest: Fertigung von LKW 1909, möglicherweise bis 1911 in unbekannter Stückzahl, vielleicht blieb es auch nur ein Einzelstück.

Stoewer, Stettin: Produktion von Lastkraftwagen seit 1900 in unbekannter Anzahl, die Gesamtzahl habe ich versucht zu schätzen.

SUN, Berlin: Herstellung von Lastkraftwagen von 1906 bis 1908 in unbekannter Zahl.

Taunus, Frankfurt: Lieferwagen auf PKW-Fahrgestell, siehe PKW

Union, Nürnberg: Fertigung von LKW von 1905 bis 1910 in unbekannter Stückzahl.

Union, Mannheim: Produktion eines 4,5-Tonner-Lastkraftwagens von 1914 bis 1921 in unbekannter, aber wahrscheinlich geringer Anzahl.

VOMAG (Vogtländische Maschinenfabrik AG), Plauen: Produktion von 3,5Tonner- und 4,5-Tonner-LKW ab 1915, bis einschließlich 1918 etwa 1.000 Stück.

Wartburg: Siehe Dixi